Staatsoper Berlin, Foto: Gordon Welters
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Staatsoper Berlin unter den Linden

Foto: Marcus Ebener
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Spielplan

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Katja Kabanowa

Leoš Janáček
Staatsoper Berlin
Inhalt

Eine unglücklich verheiratete Frau, die aus dem Gefängnis der Konventionen auszubrechen sucht und tragisch zugrunde geht, eine kaltherzige Schwiegermutter, der die Wahrung der Sitte wichtiger ist als Glück und Wohlergehen ihres Sohnes und seiner Frau, und der gelangweilte Neffe eines Kaufmanns – in diesem personellen Spannungsfeld spielt sich die Handlung von Janáčeks Oper ab, in atembeklemmender Enge.



»In diesem Stück ist viel Ergreifendes, slawisch Weiches, Gefühlstiefe!«, so äußerte sich der mährische Komponist, als er sich 1920 seinem sechsten Bühnenwerk, einer Oper nach Alexander Ostrowskis Schauspiel »Das Gewitter«, zuwandte. Auch diesmal hatte er mit großer Akribie und Sorgfalt den Tonfall studiert, in dem Menschen verschiedener Herkunft und sozialer Prägung sich äußern und miteinander kommunizieren – nicht nur das, was zur Sprache kommt, schien ihm wichtig, entscheidend war vor allem auch das Wie des Sprechens. In »Katja Kabanowa« bringt Janáček sein Verfahren der »Sprachmelodie« auf eine neue künstlerische Höhe. Die spezielle Atmosphäre der Figuren und ihres persönlichen wie gesellschaftlichen Umfeldes schwingen stets mit, in verdichteter und darum so eindringlicherer Form. Und am Ende singt sogar der breite Wolgastrom, und ein angstmachendes Gewitter entlädt sich mit aller Kraft. Die Natur wird zum Spiegel des menschlichen Seelenlebens.

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