Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
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Opernhaus Düsseldorf

Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel

Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211 8925 211
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Spielplan

b.40

Tickets
Mark Morris / Trisha Brown / Merce Cunningham / Paul Taylor
08.06.2019
19:30 Uhr
Inhalt
PACIFIC 
Man bezeichnet ihn als „Mozart des Modern Dance“ und die New York Times sprach kürzlich von einem der „bedeutendsten lebenden Choreographen“. Die meisten seiner Werke kreierte Mark Morris für seine in New York ansässige Mark Morris Dance Group, die seit ihrer Gründung 1980 seine unverwechselbare Handschrift trägt. In Europa dagegen macht sich der geniale Tanzschöpfer seit seinem von Gérard Mortier in Auftrag gegebenen Händel-Pasticcio „L’Allegro, il Penseroso ed il Moderato“ eher rar. Umso größer ist die Sensation, dass das Ballett am Rhein nun in seinem dem Modern Dance gewidmeten Programm b.40 erstmals ein Ballett des Amerikaners präsentieren kann. „Pacific“ – entstanden 1995 für das San Francisco Ballet – ist eine luzide Verbindung von Mark Morris’ fließendem und zugleich äußerst formbewussten Tanzstil mit der Musik von Lou Harrison.

LOCUS
Trisha Brown gehörte zu den Leitfiguren des amerikanischen Post Modern Dance. Im Denken mit Merce Cunningham verwandt, ging sie doch ihre ganz eigenen Wege mit einem Tanz, der sich von alltäglichen Bewegungen, experimenteller Musik und Kunst inspirieren ließ und immer wieder ein Thema fokussierte: die Schwerkraft. In ihrer 1975 entstandenen Choreographie „Locus“ imaginierte Trisha Brown ein auf dem Boden markiertes Quadrat als dreidimensionale Form. 26 Punkte an den sechs Seiten des Würfels sowie ein 27. in seinem Mittelpunkt werden den Buchstaben des Alphabets zugeordnet und mit einem einfachen biographischen Statement verbunden. Der Raum bleibt nicht nur passive Umgebung für den sich in der Stille entfaltenden Tanz, sondern wird zu einem „Locus“, einem geometrischen Ort, der die Kinesphäre der Tänzer ebenso definiert wie die Architektur der Choreographie. Auf faszinierende Weise konstituieren sich Raum und Bewegung wechselseitig.

NIGHT WANDERING
Mit „Night Wandering“ erweitert das Ballett am Rhein sein Repertoire um ein einzigartiges Stück des post-modernen Choreographen Merce Cunningham. Durch die Arbeit mit Zufallsprozessen entwickelte der Amerikaner im Laufe seiner Karriere eine unverwechselbare Handschrift, die auf klaren Linien und abstrakten Bildern beruht. Der Tanz an sich, aber auch unbewusst und zufällig aus Bewegung abgeleitete Geschichten stehen im Mittelpunkt seines Schaffens. Die Uraufführung von „Night Wandering“ fand 1958 im Königlichen Theater von Stockholm statt, getanzt von Cunningham selbst und Carolyn Brown zu Musik des schwedischen Komponisten Bo Nilsson. Auf der Bühne bewegen sich zwei Gestalten in einer dunklen, „verschneiten“ Szenerie. Still und konzentriert, eine geheimnisvolle Sprache sprechend, begeben sie sich in ein Spiel der Begegnung und Verführung … Eine ergreifende Wanderung zweier Menschen durch eine schier unendliche nordische Landschaft.

OFFENBACH OVERTURES
Bis heute leitet Paul Taylor, der nicht nur den Modern Dance entscheidend geprägt, sondern auch immer wieder Brücken zum klassischen Ballett geschlagen hat, seine 1955 gegründete Company Paul Taylor‘s American Modern Dance. In seinem vielfältigen Œuvre zeigt er sich als genau beobachtender Dramatiker, Komiker, Humanist, Psychologe, Soziologe, Geschichtenerzähler – mal voller Romantik, mal voller Satire, manchmal nicht mehr als ein Feuerwerk an furiosen Bewegungen entfachend, dann wieder die Finger in die offenen Wunden unserer Zeit legend. In „Offenbach Overtures“ nimmt der New Yorker Starchoreograph nicht nur Ballettkonventionen auf den Arm, sondern entlarvt auch so manche menschliche Verhaltensweise. Ein herrlich witziger Ausklang für das American Modern Dance-Programm b.40.
Besetzung
PACIFIC 
MUSIK 3. und 4. Satz aus dem Trio für Violine, Violoncello und Klavier von Lou Harrison
CHOREOGRAPHIE: Mark Morris
KOSTÜME: Martin Pakledinaz
LICHT: James F. Ingalls
EINSTUDIERUNG: Tina Fehlandt
VIOLINE: Franziska Früh
VIOLONCELLO: Doo-Min Kim
KLAVIER: Alina Bercu

LOCUS
CHOREOGRAPHIE: Trisha Brown
LICHT: Jennifer Tipton
EINSTUDIERUNG: Diane Madden

NIGHT WANDERING
MUSIK „Bewegungen“, „Quantitäten“ und „Schlagfiguren“ von Bo Nilsson
CHOREOGRAPHIE: Merce Cunningham
KOSTÜME: Robert Rauschenberg
LICHT: Beverly Emmons
EINSTUDIERUNG: Julie Cunningham
REKONSTRUKTION KOSTÜME: Stefanie C. Salm
KLAVIER: Alina Bercu

OFFENBACH OVERTURES
MUSIK Ouvertüre „La Grande Duchesse de Gérolstein“, Ouvertüre „Barbe-Bleue“, „American Eagle Waltz“, Ouvertüre „Die Rheinnixen“ sowie Galopp aus „Flocons de Neige“ von Jacques Offenbach
CHOREOGRAPHIE: Paul Taylor
MUSIKALISCHE LEITUNG: Lukas Beikircher
KOSTÜME: Santo Loquasto
LICHT: Jennifer Tipton
EINSTUDIERUNG: Richard Chen See
ORCHESTER: Düsseldorfer Symphoniker
weitere Termine
Mo.
10.06.
18:30 Uhr
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24.06.
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