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Hessisches Staatstheater Wiesbaden (Foto: Sven Helge Czichy)
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Hessisches Staatstheater Wiesbaden


Christian-Zais-Str. 3-5
65189 Wiesbaden
Tel.: 0611 132 1
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Spielplan

The Turn of the Screw

Benjamin Britten
Hessisches Staatstheater Wiesbaden

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Inhalt


Als ob man eine Schraube immer weiter drehte, tiefer und tiefer, fester und fester, so setzt sich im Kopf der jungen Gouvernante aus Henry James Novelle die Idee fest, die von ihr gehüteten Kinder seien böse, hätten einen Pakt mit zwei Toten geschlossen. »A turning of the screw«, das war auch Henry James’ dramaturgischer Ansatz, demzufolge er es dem Zuschauer immer »unangenehmer« machen wollte bei der lustvoll schaudernden Lektüre seiner finsteren Erzählung. Benjamin Brittens Kammeroper steht dem an Spannung, Psychologie und Vergnügen in nichts nach.

Die Partie des Verführers Quint, der die Vorgängerin der Gouvernante ins Unglück stürzte und nun den Jungen Miles zu sich ins Totenreich holen will, schrieb Britten für seinen Lebensgefährten, den Tenor Peter Pears. Nur vier Monate arbeitete er an der Musik, die Uraufführung erfolgte 1954 in Venedig. Henry James’ Novelle enthält eines der zentralen Themen Brittens: die Korruption der Unschuld. Immer wieder wob er in die Handlungen seiner Opern den Gegensatz von Gut und Böse ein, sei es in »Billy Budd« oder »The rape of Lucretia«. Für die Welt der Lebenden entwirft er denn auch eine klare, simple Musik, während die Geister der Toten mit verführerischen, komplexen Klängen zu locken wissen. Aus dem Zwölfton-Thema des Anfangs, Klangbild für die Drehbewegung, entstammt fast das ganze musikalische Material der Oper - eine hohe Konzentration, die die Klaustrophobie der kleinen Gesellschaft auf dem englischen Landsitz spürbar macht.

Britten fühlte sich lebenslang als Außenseiter. Heute zählt der Begründer des Aldeburgh Festivals zu den wichtigsten und meistgespielten Opernkomponisten des 20. Jahrhunderts - als würdiger Nachfolger von Henry Purcell.


Besetzung
Musikalische Leitung: Zsolt Hamar
Inszenierung: Robert Carsen
Spielleitung: Maria Lamont
Bühne & Kostüme: Robert Carsen, Luis Carvalho
Licht: Robert Carsen, Peter van Praet
Video: Finn Ross
Dramaturgie: Ian Burton

Peter Quint: Thomas Piffka
Gouvernante: Claudia Rohrbach
Mrs. Grose: Helen Donath
Miss Jessel: Victoria Lambourn
Flora: Ji-Hyun An
Miles: Knabensopran der Akademie Dortmund
Hessisches Staatsorchester Wiesbaden

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