Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: SebastianHoppe
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Düsseldorfer Schauspielhaus im Central

Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe
Düsseldorfer Schauspielhaus, Foto: Sebastian Hoppe

Worringer Str. 140
40210 Düsseldorf
Tel.: 0211 369911
Homepage

Spielplan

letztes Fest bleicher Mann

Thomas Freyer
im März 2019
Central Kleine Bühne
Inhalt
Die Gesellschaft driftet auseinander. Der viel beschworene Rechtsruck – spätestens seit der Wahl der AfD in den Bundestag ist er da, sichtbar, spürbar. Längst sind es nicht mehr nur die kahlen Schädel der Männer in Bomberjacken, die rechtes Gedankengut beherbergen. Die Neuen Rechten tragen Brillen, Krawatten und Anzüge und haben eine politische Meinung salonfähig gemacht, die jahrzehntelang tabu war. Sie setzen Werte wie Heimat, Vaterland und Identität prioritär, sind für Grenzsicherung und gegen Migration, besetzen Begriffe und Debatten und können ihre Standpunkte eloquent vertreten. Es reicht nicht, sie als »Nazis« abzutun, sie werden dadurch nicht verschwinden. In seinem neuen Stück nimmt der Dramatiker Thomas Freyer die sich verändernde gesellschaftliche Situation ins Visier und die Gesprächsdynamik zwischen den verschiedenen politischen Lagern unter die Lupe. 
Freyer, geboren 1981 in Gera, beschäftigt sich in seinen Stücken regelmäßig mit gesellschaftlichen Verwerfungen. 2006 gewann er mit »Amoklauf mein Kinderspiel « über die Orientierungslosigkeit der ersten Nachwendegeneration beim Stückemarkt des Berliner Theatertreffens den Förderpreis. Er arbeitete sich u. a. an der verlorenen Utopie des Sozialismus ab (»Das halbe Meer«, 2011), an den Verbrechen des NSU (»Mein deutsches, deutsches Land«, 2014) und schrieb 2017 das poetische Stück »kein Land. August« über Heimat und Flucht. 2017 erhielt Freyer den Förderpreis des Lessing-Preises.
Besetzung
Regie: Tilmann Köhler

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