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The Midnight

The Midnight, Foto: Nicole Mago
The Midnight, Foto: Nicole Mago

Live 2021

Oberflächlich betrachtet verbirgt sich hinter The Midnight ein Synthwave-Duo aus Kalifornien, welches mit bislang drei Alben und zwei EPs in der Online-Welt auf sich aufmerksam machte und welches erst mit dem 2016 erschienenen Debüt- Album „Endless Summer“ bis auf Platz 17 der Billboard-Eletronic-Charts stieg, nur, um mit dem aktuellen Longplayer „Monsters“ sogar die Spitze dieser Charts einzunehmen. Doch je näher man The Midnight betrachtet, desto schneller findet man heraus: Da ist mehr. Viel mehr.
Der in Dänemark geborene Elektronik-Produzent, Songwriter und Sänger Tim McEwan und der aus Atlanta stammende NeoFolk-Singer-/Songwriter Tyler Lyle haben, seit sie sich im Jahr 2012 bei einem Songwriting-Camp in Los Angeles trafen, eine vollkommen eigene, unverwechselbare Galaxie kreiert, in der Themen und Ideen, Musik und Visuals, progressive Sounds und retrofuturistische Ansätze zu einem gewaltigen konzeptionellen Gesamtbild verschwimmen. Unter dem Banner The Midnight erzeugen die beiden – immer wieder unterstützt durch weitere Protagonisten der Synthwave-Szene wie Timecop1983 oder die Sängerin Nikki Flores – multidimensionale Welten, die tief in bestimmte Themen eintauchen und diese aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten.
Zentraler Leitgedanke ihrer Musik ist der japanische Begriff „mono no aware“, der eine wehmütige, bisweilen melancholische Reminiszenz an die unbeschwert freien Momente der Kindheit und Jugend beschreibt; dies im Wissen um die Erkenntnis, dass Zeit vergänglich und nicht aufzuhalten ist. Dies passt hervorragend zu dem noch recht jungen Genre der „New Retro Wave“, die Melodien aus Filmen und Videospielsequenzen der 1980er-Jahre in ihrer Musik wieder aufleben lassen. Insbesondere die Filmmusiken von John Carpenter haben es The Midnight angetan, was man in der Verwendung von retrofuturistischen Synthesizer-Sounds perfekt nacherleben kann. Hinzu kommt bei ihnen stets eine multifunktionale visuelle Ebene: Vom Coverartwork über Fotos und Videoclips bis hin zu den Visuals ihrer Liveshows steht alles in direktem Zusammenhang mit den Inhalten ihrer spannenden Songs, die sich bei Bruce Springsteen, Bob Dylan und John Prine ebenso bedienen wie bei Toto oder Thomas Newman. Alles verwoben zu einem einzigartigen Amalgam, das ihre Musik ebenso dicht und dringlich wie schwerelos und frei erscheinen lässt. Bestes Beispiel für diese interdisziplinäre Arbeit ist ihr aktuelles Album „Monsters“, zugleich der zweite Teil einer geplanten Trilogie. Während sich der erste, 2018 erschienene Teil „Kids“ naheliegenderweise mit der Kindheit auseinandersetzte, mit all ihrer Unbeschwertheit und herrlichen Naivität, beschreibt „Monsters“ die Jahre der Adoleszenz mit ihren vielen Widersprüchen und der Suche nach der eigenen Identität.

Termine in Deutschland

So. 28.02.2021
20:00 Uhr
20:00 Uhr
Hamburg
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Di. 02.03.2021
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Köln
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Fr. 05.03.2021
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Sa. 06.03.2021
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München
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