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Verschneit liegt rings die ganze Welt - Der Winter in Holzschnitten des Jugendstils

29.11.2014 - 08.03.2015
 

Pieter Brueghel der Ältere (1525/30 - 1569) war einer der ersten Künstler, der eine Winterlandschaft malte. Seitdem ist das Thema Schnee aus der Kunst nicht mehr wegzudenken. In der Zeit des Jugendstils, an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, waren Winterdarstellungen vor allem im Medium des Holzschnitts beliebt. Die zu jener Zeit stark vom japanischen Farbholzschnitt beeinflusste traditionsreiche Drucktechnik ermöglichte die Herstellung ebenso eindrücklich-plakativer wie dekorativer Grafiken. Gleichzeitig erfolgte, ausgelöst durch die boomende Industrialisierung, die Wiederentdeckung der Landschaft als Sehnsuchtsort naturentfremdeter Städter.
Die neue, aus Fernost kommende Formensprache war zunächst von avantgardistischen Künstlern wie Paul Gauguin, Vincent van Gogh oder Félix Valloton aufgenommen und auf europäische Inhalte übertragen worden. Dieses Phänomen, Japonismus genannt, prägte auch den Jugendstil: Die rein flächig gestalteten japanischen Farbholzschnitte waren ganz anders als die damalige Kunst des europäischen Naturalismus oder Impressionismus: Sie inspirierten die Künstler vermehrt auf die Ausdruckskraft der einfachen Umrisslinie und das klare Gegeneinander farbiger Flächen zu setzen. Auf diese Weise gewinnt das Dargestellte an Prägnanz - mit sparsamen Mitteln wird eine große Wirkung erzielt.
Die Ausstellung zeigt rund 60 Winterlandschaften und Darstellungen vom Vergnügen auf dem Eis und im Schnee aus der Sammlung Felix Häberle, München, ergänzt um einige Werke aus Schweizer Privatbesitz. Bekannte Namen wie Martha Cunz, Carl Moll, Walter Klemm oder Carl Thiemann sind vertreten, doch es gibt auch eindrückliche Blätter von Künstlerinnen und Künstlern zu entdecken, die zu Unrecht in Vergessenheit geraten sind.

Öffnungszeiten:
Di-Fr 10.00-18.00 Uhr
Sa, So 10.00-17.00 Uhr
Eintritspreise:
3,- / 2,- €