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Joel Meyerowitz: Retrospektive

27.09.2014 - 11.01.2015
 

Joel Meyerowitz (*1938 in New York) gehört neben William Eggleston und Stephen Shore zu den wichtigsten Vertretern der amerikanischen New Color Photography der 1960/70er Jahre. Insbesondere die Aufnahmen von Straßenszenen seiner Heimatstadt New York City machen ihn zum Vorläufer der street photography und seine Werke zu Ikonen der zeitgenössischen Fotografie.
„Watching life was all about timing.“
Joel Meyerowitz beginnt seine Karriere als Art Direktor in New York City. Als er für ein Werbeshooting den Starfotografen Robert Frank engagiert und diesen bei seiner Arbeit beobachtet wie er leichtfüßig mit seiner Kamera um die Modelle herum tanzt, entschließt sich Meyerowitz Fotograf zu werden. Er fotografiert vor allem auf der Strasse und insbesondere bei den unzähligen Paraden, da er sich dort unauffällig in der Menschenmenge bewegen und seine Fotografie entwickeln kann.
Einen ersten Wendepunkt stellt seine einjährige Reise 1966/67 nach Europa dar, die es ihm erlaubt, seine Farbfotografie kritisch zu hinterfragen und er beginnt parallel in schwarz/weiß und in Farbe zu fotografieren. Neben der intensiven Auseinandersetzung mit dem Genre der Straßenfotografie nutzt Meyerowitz die Zeit in Europa, um seinen künstlerischen Instinkt und sein Timing auszubilden. Als er 1967 nach New York City zurückkehrt, sind es besonders seine Aufnahmen „From a moving car“ (eine Serie von 2000 Aufnahmen, die er unterwegs aus dem fahrenden Auto heraus schießt), die großes Aufsehen erregen und die ihm 1968 seine erste Soloausstellung im Museum of Modern Art beschert.
„Time is what photography is about.“
Als Joel Meyerowitz 1976 von New York nach Provincetown, Massachusetts übersiedelt, beginnt er am Cape Cod seine Betrachtungen des achromatischen Lichts zwischen Sonnenaufgang und Dämmerung, die er in Langzeitbelichtungen mit einer 8x10 Kamera festhält. Sein erstes Buch „Cape Light“ (1979) gilt bis heute als Meilenstein der Fotografie.
Mit der Serie AFTERMATH, die sich mit den Nachwirkungen der Anschläge von 9/11 auseinandersetzt, verweist Meyerowitz eindrucksvoll – neben dem künstlerischen Ansatz – auch auf die dokumentarische Signifikanz des Mediums Fotografie.
Die Ausstellung im NRW-Forum Düsseldorf präsentiert erstmals in Deutschland mit über 260 Werken das gesamte fotografische Spektrum von 50 Jahren seiner Fotografie. Neben den frühen schwarz/weiß- und Farbfotografien der 1960/70er Jahre werden Werke aus allen Werkgruppen wie Cape Light, Portraits, Between the Dog and the Wolf, Legacy, Aftermath sowie neue Arbeiten präsentiert und erlauben dem Besucher einen fotografischen wie kulturellen Bild-Vergleich zwischen Europa und den USA. Ein besonderes Highlight stellt die erstmalige Präsentation der 40 original Vintageprints der MOMA Show von 1968 außerhalb von Amerika dar.
Darüber hinaus wird der erste Dokumentarfilm, der über einen Zeitraum von drei Jahren in den USA, Italien und Frankreich entstand, über das Leben und Werk des Amerikaners zur Weltpremiere geführt.
Kuratiert und organisiert wird die Ausstellung von Ralph Goertz, Leiter des IKS – Institut für Kunstdokumentation und Szenografie, in enger Zusammenarbeit mit dem Künstler und der Stadt Düsseldorf.
Erstmals in der Geschichte des NRW-Forums wird der ausstellende Künstler eine Sonderedition von drei Motiven veröffentlichen, die käuflich erworben werden kann.

Öffnungszeiten:
Mo-So 11.00-18.00 Uhr
Fr 11.00-20.00 Uhr
Eintritspreise:
6,- / 4,- € €