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Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte Oldenburg im Oldenburger Schloss

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Schlossplatz 1
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 220 7300
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-So 10.00-18.00 Uhr

Von Rembrandt bis Richter

12.10.2014 - 18.01.2015

Erstmals präsentiert die Ausstellung »Von Rembrandt bis Richter« die fragilen und meist im Verborgenen bewahrten Schätze der Grafischen Sammlung des Landesmuseums. Über 100 - teilweise nie zuvor gezeigte - Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken aus dem eigenen Bestand belegen die thematische und technische Vielfalt der Kunst auf Papier, der sich bedeutende Künstler wie Rembrandt, Piranesi, Menzel, Munch, Kirchner, Schmidt-Rottluff, Klee, Feininger, Nay oder Baselitz in virtuosen Arbeiten gewidmet haben.
Werke aus dem 17. Jahrhundert, Zeichnungen der Italienreisenden des frühen 19. Jahrhunderts, herausragende Blätter von Künstlern der Klassischen Moderne und Beispiele der Gegenwartskunst bilden Höhepunkte der Grafischen Sammlung des Landesmuseums und erzählen gleichzeitig eine bewegte Sammlungsgeschichte.
In ihren Ursprüngen geht die heutige Grafische Sammlung auf die Großherzogliche Kunstsamnmlung zurück. 1808 war Johann Heinrich Wilhelm Tischbein als erster »Galerie-Inspektor« nach Oldenburg berufen worden. Zuvor hatte er in Italien gelebt und gearbeitet. Seine Freundschaft mit dem deutschen Dichterfürsten brachte ihm den Beinamen »Goethe-Tischbein« ein; einige Zeichnungen in der Ausstellung bezeugen die persönliche Nähe der beiden Italienbegeisterten. Mit der Abdankung des letzten Großherzogs 1918 fiel dessen Kunstbesitz in Teilen dem Oldenburger Staat zu, der ihn in das neu gegründete Landesmuseum überführte. Seit Gründung des Museums 1921 bildet neben den Werken der großherzoglichen Hofmaler das herausragende Konvolut von Werken der Klassischen Moderne einen Schwerpunkt der Sammlung. Besonders stark sind die Expressionisten der Künstlergruppe Brücke vertreten, von denen einige zwischen 1907 und 1912 ihre Sommer im bei Oldenburg liegenden Nordseebad Dangast verbrachten. Neben den farbstarken und in ihrer drastischen Formensprache neuartig anmutenden Druckgrafiken der »Brücke-Mappen« finden sich Werke von sachlicher, nüchterner bis geheimnisvoller Anmutung von Emil Nolde, Otto Dix, August Macke, Otto Mueller oder Oskar Schlemmer.
Auch die technischen Möglichkeiten und Besonderheiten der grafischen Künste lassen sich in der Ausstellung studieren. Detailgenaue Bleistiftstudien, gestische Skizzen und Akzentuierung durch Farbe, kalkulierte Farbverläufe mit Aquarellfarben oder harte Konturen im Holzschnitt - Collage, Metalldruck oder Siebdruck: Kunst auf Papier ist facetten- und phantasiereich. Die Meisterblätter laden zur Entdeckung ein.