Foto: Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung
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Kunsthalle München

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Rembrandt - Tizian - Bellotto: Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie

22.08.2014 - 23.11.2014
 

Vom 22. August bis 23. November 2014 zeigt die Münchner Kunsthalle die Ausstellung »Rembrandt - Tizian - Bellotto: Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie«. Rund hundert Meisterwerke berühmter Künstler, darunter Carracci, van Dyck, Velázquez, Lorrain, Watteau und Canaletto, veranschaulichen Entstehen und Blühen der legendär reichen Dresdner Gemäldegalerie in Barock und Aufklärung.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf der Regierungszeit des sächsischen Kurfürsten und polnischen Königs August II. (1670-1733), auch der Starke genannt, und seines Sohnes August III. (1696-1763). In diesem »Augusteischen Zeitalter«, einer Zeit der wirtschaftlichen und kulturellen Blüte, dienten zahlreiche Bauprojekte und der Ausbau der königlichen Sammlungen dazu, den neuen Machtanspruch des Dresdner Hofs zu demonstrieren. Damals erhielt die Stadt mit dem Bau von Hof- und Frauenkirche seine heute noch weltberühmte Silhouette. Darüber hinaus zog man renommierte Maler wie den Franzosen Louis de Silvestre (1675-1760) oder den Italiener Bernardo Bellotto (1721-1780) nach Dresden und verpflichtete sie als Hofkünstler. Diese lebendige und innovative Zeit bildet den Hintergrund, vor dem die Meisterwerke ihre Geschichten erzählen.
Die Entwicklung der Dresdner Gemäldegalerie im 18. Jahrhundert, ihre Präsentation, Ausrichtung und Wirkung, wird anhand von sieben Kapiteln dargelegt. Die Ausstellung befasst sich mit der Gründung der Gemäldesammlung unter August dem Starken, die als Ausdruck eines gesteigerten Repräsentationsbedürfnisses nach Erhalt der polnischen Königskrone im Jahr 1697 zu verstehen ist. Kapitale Werke aus verschiedenen Gattungen wie Historienmalerei, Landschaft, Stillleben oder Porträt verdeutlichen das Profil der im 18. Jahrhundert stetig wachsenden königlichen Sammlung. Ein häufiger Besucher der Dresdner Galerie war der berühmte Kunsthistoriker und Archäologe Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), der seine dort gemachten Erfahrungen schriftlich festhielt und so nachhaltig zum legendären Ruf der Sammlung beitrug. In der Ausstellung werden zahlreiche Werke präsentiert, die er auf seinen Streifzügen durch die königliche Galerie kennen- und schätzen lernte. So entwickelte sich die Sammlung im Lauf des 18. Jahrhunderts zu einem Ort der Bildung und des Austauschs: Zahlreiche Künstler kamen, um sich von den Alten Meistern inspirieren zu lassen. Schlusspunkt der Ausstellung bildet die Neueinrichtung der Dresdner Akademie unter Christian Ludwig von Hagedorn (1712-1780), dem es gelang, renommierte Maler als Lehrer zu verpflichten, die der Entwicklung der Künste in Dresden neue Impulse gaben, die bereits auf die modernen Tendenzen im 19. Jahrhundert verweisen.
Eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung.

Öffnungszeiten:
tgl. 10.00-20.00 Uhr
Eintritspreise:
12,-/6,- €