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Hohhaus-Museum


Eisenbacher Tor 1-3
36341 Lauterbach
Tel.: 06641 24 02
Homepage

Öffnungszeiten:

Di-Fr,So 10.00-12.00 u. 14.00-17.00 Uhr
Sa 14.00-17.00 Uhr
Die Sammlungen des 1910 gegründeten Lauterbacher Museums sind seit 1931 im „Hohhaus“ untergebracht. Das zwischen 1769 und 1777 als Palais der Freiherren Riedesel zu Eisenbach erbaute Barockschlösschen war für die Bewohner der Stadt einst das „Hohe Haus“. Dies gab zunächst dem Gebäude und später dem Museum den Namen Hohhaus.
Zu den wertvollsten Exponaten der sakralen Sammlung des Museums zählt ein um 1480 entstandener spätgotischer Marienaltar aus der gotischen Kirche Lauterbachs, die im 18. Jahrhundert abgerissen wurde. Im Innern des Doppelflügelaltars befindet sich ein Schrein mit geschnitzten Figuren. Eine weitere Besonderheit des Museums sind die handgemalten chinesischen Tapeten, die Graf Carl von Schlitz, genannt von Görtz, von einer Weltreise (um 1840) mitbrachte. Daneben sind weitere Gegenstände aus China und Japan zu sehen.
Die Vorgeschichte der Region wird mit Funden aus der älteren und jüngeren Steinzeit sowie der Bronze- und Hallstattzeit dokumentiert. Mittelalterliche Funde gehen auf die 1265 zerstörte Burg Wartenberg zurück.
Mehrere Räume wurden im Stil verschiedener Epochen eingerichtet – so können ein Barock-, ein Empire-, ein Biedermeierzimmer und das „Lauterbacher Zimmer“ besichtigt werden. An den ländlichen Alltag erinnern Inszenierungen wie die Vogelsberger Bauernstuben, eine Küche und eine Schlafstube sowie landwirtschaftliche Geräte und Trachten aus dem Vogelsberg und dem Schlitzerland. Dem historischen Handwerk sind weitere Abteilungen gewidmet: Vorgestellt werden Geräte und Arbeiten der Schuster, Sattler, Hutmacher, Zimmerleute sowie der Schindel- und Rechenmacher. Als Besonderheit sind die so genannten „Illgillche“ (kleine bunte Tonfiguren) zu sehen, die Lauterbacher Töpfer neben Gefäßen und Ofenkacheln fertigten.

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