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Arnold Schönberg

*13.09.1874 in Wien †13.07.1951 in Los Angeles
österreichischer Komponist und Musiktheoretiker
Werke ohne aktuelle Aufführungstermine:
Die glückliche Hand (Opernhaus) 1924
Erwartung (Opernhaus) 1924
Moses und Aron (Opernhaus) 1954
Von heute auf morgen (Opernhaus) 1930
Konzerte ohne aktuelle Aufführungstermine
Acht Lieder für Singstimme und Klavier, op. 6, Lied, Vokalmusik
Begleitmusik zu einer Lichtspielszene, op. 34, Orchesterwerk
Bläserquintett, op. 26, Quintett, Kammermusik
Cellokonzert nach G. M. Monn, 1933, Cellokonzert, Konzert
Das Buch der hängenden Gärten, op. 15, Lied, Vokalmusik
De Profundis, op. 50b, Chorwerk, Vokalmusik
Die glückliche Hand, op. 18, Oper, Bühnenwerk
Die Jakobsleiter (Fragment), 1922, Oratorium, Bühnenwerk
Drei Klavierstücke, op. 11, Klavierstück
Drei Lieder für Alt / Bass und Klavier, op. 48, Lied, Vokalmusik
Drei Satiren, op. 28, Chorwerk, Vokalmusik
Drei Volkslieder, op. 49, Chorwerk, Vokalmusik
Dreimal tausend Jahre, op. 50a, Chorwerk, Vokalmusik
Ein Überlebender aus Warschau, op. 46, Chorwerk, Vokalmusik
Ein Stelldichein für Oboe, Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier
Erhebung, op. 2 Nr. 3, Lied, Vokalmusik
Erwartung, op. 2 Nr. 1, Lied, Vokalmusik
Fantasie für Violine und Klavier, op. 47, Fantasie
Fünf Klavierstücke, op. 23, Klavierstück
Fünf Stücke für Orchester, op. 16, Orchesterwerk
Friede auf Erden, op. 13, Chorwerk, Vokalmusik
Genesis, op. 44, Chorwerk, Vokalmusik
Gurrelieder, 1911, Oratorium, Bühnenwerk
Herzgewächse, op. 20, Lied, Vokalmusik
Johannes Brahms: Klavierquartett op. 25, 1937, Bearbeitung
Kammersymphonie Nr. 1, 1906, op. 9, Symphonie, Orchesterwerk
Kammersymphonie Nr. 2, op. 38, Symphonie, Orchesterwerk
Klavierstück, op. 33a, Klavierstück
Klaviersuite, op. 25, Suite
Kol Nidre, op. 39, Chorwerk, Vokalmusik
Konzert B-Dur für Streichquartett und Orchester nach dem Concerto grosso op. 6 Nr. 7 von Georg Friedrich Händel
Konzert für Klavier und Orchester, op. 42, Klavierkonzert, Konzert
Konzert für Violine und Orchester, op. 36, Violinkonzert, Konzert
Moderner Psalm, op. 50c, Chorwerk, Vokalmusik
Moses und Aron, 1930-32, Oper, Bühnenwerk
Ode an Napoleon Bonaparte, op. 41, Lied, Vokalmusik
Pelleas und Melisande, op. 5, symphonische Dichtung
Pierrot Lunaire, op. 21, Lied, Vokalmusik
Presto für Streichquartett, Streichquartett, Kammermusik
Schenk mir deinen goldenen Kamm, op. 2 Nr. 2, Lied, Vokalmusik
Scherzo und Trio für Streichquartett, 1897, Streichquartett, Kammermusik
Sechs kleine Klavierstücke, op. 19, Klavierstück
Sechs Lieder für Mezzosopran / Bariton und Klavier, op. 3, Lied, Vokalmusik
Sechs Lieder für Singstimme und Orchester, op. 8, Lied, Vokalmusik
Sechs Stücke, op. 35, Chorwerk, Vokalmusik
Serenade, op. 24, Serenade, Orchesterwerk
Streichquartett D-Dur, 1897, Streichquartett, Kammermusik
Streichquartett Nr. 1, op. 7, Streichquartett, Kammermusik
Streichquartett Nr. 2, op. 10, Streichquartett, Kammermusik
Streichquartett Nr. 3, op. 30, Streichquartett, Kammermusik
Streichquartett Nr. 4, op. 37, Streichquartett, Kammermusik
Streichtrio, op. 45, Streichtrio, Kammermusik
Suite für Flöte, Klarinette, Fagott, Klavier, Violine, Viola und Cello, op. 29, Suite
Suite für Streichorchester, 1934, Suite
Thema und Variationen, op. 43a, Variation
Variationen über ein Rezitativ, op. 40, Variation
Variationen für Orchester, op. 31, Variation
Verklärte Nacht, 1917, op. 4, Orchesterwerk
Vier Lieder für Singstimme und Orchester, op. 22, Lied, Vokalmusik
Vier Stücke, op. 27, Chorwerk, Vokalmusik
Von heute auf morgen, op. 32, Oper, Bühnenwerk
Waldsonne, op. 2 Nr. 4, Lied, Vokalmusik
Zwei Balladen für Singstimme und Klavier, op. 12, Ballade, Tanz
Zwei Gesänge für Bariton und Klavier, op. 1, Lied, Vokalmusik
Zwei Lieder für Singstimme und Klavier, op. 14, Lied, Vokalmusik

Lebenslauf

Der Wiener Komponist und Maler Arnold Schönberg (seit der Emigration nach Amerika 1933 Schoenberg) widersetzte sich sowohl menschlich als auch künstlerisch jedweder bis dahin gekannten musikalischen Richtung. Er schuf eine neugeformte Klangrede und wollte dadurch selbst Tradition schaffen.
Arnold Schönberg wurde am 13. September 1874 in Wien als Sohn eines jüdischen Kaufmannes und seiner Frau geboren. Das Violinspiel und die Kompositionslehre bringt er sich im Alter von 9 Jahren autodidaktisch bei. Als 1889 sein Vater überraschend stirbt, muss Schönberg für das Auskommen der Familie sorgen und beginnt 1891 eine Banklehre in der Wiener Privatbank Werner & Co. Um seine Leidenschaft zur Musik trotzdem weiter ausbauen zu können, nimmt Schönberg Unterricht in Musiktheorie, Poesie und Philosophie. 1895 tritt er als Cellist in das Amateurorchester "Polyhymnia" kennenlernte. Der Dirigent dieses Orchesters, von Zemlinsky, erkannte das Talent Schönbergs und verhalf ihm 1898 zur Aufführung des ersten Streichquartettes in D-Dur im Wiener Musikvereins. Durch die Förderung Zemlinskys fasste Schönberg im Wiener Musikleben Fuß und wurde bekannt. 1899 kündigt er die Anstellung bei der Bank und wurde Dirigent des Mödlinger Gesangsverein "Freisinn", dem Männergesangsverein Meidling und übernimmt die Chormeisterstelle des Metallarbeiter-Sängerbunds Stockerau.
1901 heiratete Schönberg Zemlinskys Schwester. Aus dieser Ehe gingen 2 Kinder hervor. 1902 folgt Schönberg der Einladung von Richard Strauss und begann am Stern'schen Konservatorium in Berlin Harmonielehre zu unterrichten; aber schon ein Jahr kehrte die Familie nach Wien zurück, wo Schönberg Bekanntschaft mit Gustav Mahler machte.
1904 gründete er zusammen mit Freunden den "Verein schaffender Tonkünstler", Anton Webern und Alban Berg wurden seine Schüler. 1905 führt Schönberg im Kreis dieses Vereins die symphonische Dichtung für Orchester "Pelleas und Melisande" auf. In den folgenden Jahren entstanden u.a. die beiden ersten Streichquartette und die 1. Kammersymphonie, die "Gurrelieder" sowie "Pierrot Lunaire".
Schönberg war neben der Musik auch der Malerei sehr zugetan. So gab es 1910 eine Ausstellung seiner expressionistischen Bilder in einer Wiener Buchhandlung. 1911 zieht Schönberg wieder nach Berlin, wo er Dozent für Komposition am Sternschen Konservatorium wurde. 1912 beteiligte sich Schönberg mit Aufsätzen an dem von den Malern Kandinsky und Marc herausgegebenen Almanach "Der Blaue Reiter". 1917 wird Schönberg eingezogen und verrichtet seinen Dienst in einer Militärkapelle. Nach dem Ersten Weltkrieg gründete er in Wien den "Verein für musikalische Privataufführungen"; dieser hatte sich zur Aufgabe gemacht, neue und/oder von Schönberg und seinem Kreis als wichtig erachtete Werke aufzuführen. Zahlreiche Komponisten, wie Bartok, Debussy, Mahler, Ravel, Richard Strauss und Strawinsky waren mit ihren Kompositionen in den Konzertprogrammen des Vereins vertreten.
1923 komponierte Schönberg die ersten Zwölfton-Werke: Fünf Klavierstücke und ein Bläserquintett. Diese Methode verarbeitet die Komposition mit zwölf nur aufeinander bezogenen Tönen. Nach dem Tod seine Frau Mathilde am 18. Oktober des gleichen Jahres in 1924 heiratete Schönberg nach dem Tod seiner ersten Frau Gertrud Kolisch, die Schwester eines seiner Schüler. Aus dieser Ehe gehen 3 weitere Kinder hervor. 1925 übernahm Schönberg den Meisterkurs für Komposition an der Preußischen Akademie der Künste. Jedoch wurde ihm diese Stelle 1933 aufgrund der neuen NS-Gesetze weggenommen. Aufgrund der nationalsozialistischen Regierung flieht Schönberg in die USA und beginnt dort 1934 als Musikerzieher am Malkin Conservatory in Boston. 1936 erhielt er einen Lehrstuhl an der University of California in Los Angeles. 1940 erlangte Schönberg die amerikanische Staatsbürgerschaft. In den Vereinigten Staaten vollendete Schönberg einige seiner bekanntesten Werke, wie das vierte Streichquartett, die Vertonung von Kol Nidre und "Ein Überlebender aus Warschau" für Sprecher, Männerchor und Orchester. Während dieser Zeit entstanden auch viele der theoretischen Bücher. 1941 hielt Schoenberg seine "Faculty Research Lecture" an der UCLA über die "Komposition mit zwölf Tönen".
1944 emeritierte Schoenberg und musste aus finanziellen Gründen Privatunterricht erteilen. Am 13. Juli 1951 stirbt Schoenberg an den Folgen eines Herzleidens in Los Angeles.
Schoenberg komponierte seit frühester Zeit atonal; da diese Methode neu war, hatte es Schönberg Zeit seines Lebens schwer, sich als Komponist durchzusetzen. Die Dodekaphonie konnte sich erst ab 1940 richtig durchsetzen, nachdem sie durch Analyse durch Schönbergs Schüler erklärt wurde. Schönberg selbst hat die Zwölftontechnik nie gelehrt, seine Schüler haben diese trotzdem begeistert aufgegriffen. Die Zwölftontechnik gilt als Anstoß zur Elektronischen Musik.