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Ulrich Wüst: Übergänge

18.10.2014 - 20.12.2014
 

Ulrich Wüst gehörte zu den wichtigsten Fotografen der DDR. Sein Werk ist darüber hinaus im größeren historischen und internationalen Kontext mit Fotografen wie Albert Renger-Patzsch, August Sander, Bernd und Hilla Becher in Deutschland sowie Walker Evans und Stephen Shore in den Vereinigten Staaten zu lesen.
Die Ausstellung Übergänge stellt drei Werkgruppen von Ulrich Wüst gegenüber, die Geschichte erzählen. Als kühler Beobachter seiner Zeit, der sich an gesellschaftlichen und politischen Gegensätzen reibt, fotografiert Wüst in Berlin, Magdeburg und Köln – drei Städte, die von den Zerstörungen des letzten Krieges unübersehbar geprägt wurden. Seine analytisch-puristischen Fotografien von urbanem Raum, städtischen Strukturen und Architekturen erzählen und kommentieren ein signifikantes Kapitel deutscher Geschichte im Umbruch. Kaspar König hatte 1994 im Rahmen eines Bewag-Kunstprojektes die Serie Mitte (Berlin 1995 – 1997) in Auftrag gegeben. Innerhalb der Bezirksgrenzen von Berlin-Mitte fotografierte Wüst den Abriss und Aufbau einer sich neudefinierenden Stadt. In Morgenstrasse (Magdeburg 1998 – 2000) gibt er unverstellt den Blick auf das als Industriestadt dem Verfall preisgegebene Magdeburg frei, während die Serie Fremdes Pflaster (Köln 2004 – 2005) eine Stadt zwischen Tradition und Wiederaufbau zur Zeit des Wirtschaftswunders zeigt. Das Spezifische an Wüsts Fotografien ist die Dialektik zwischen vermeintlicher Objektivität und subjektiv-subversiver Detailgenauigkeit.
Ulrich Wüst, geboren 1949 in Magdeburg, lebt und arbeitet seit 1972 in Berlin. In Zusammenarbeit mit dem MIT Museum wird die Ausstellung Übergänge in modifizierter Form, kuratiert von Gary van Zante, 2015/2016 in Cambridge, Massachusetts gezeigt werden.

Öffnungszeiten:
Di-Sa 11.00-18.00 Uhr