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Gilbert Garcin & Peikwen Cheng: "stage of life"

08.11.2014 - 20.12.2014
 

Gilbert Garcin wurde 1929 in La Ciotat, Frankreich geboren und lebt in Marseille. Erst nach seinem Rückzug aus dem Geschäftsleben entdeckte er 1993 für sich die Fotografie. Mittlerweile wurden schon sechs Fotobücher mit seinen Arbeiten ­produziert. Er ist in zahlreichen internationalen Ausstellungen vertreten und auf Fotofestivals und Messen in ganz Europa präsent. In Deutschland wird er vertreten durch die in focus Galerie, Köln.
In den mitunter ironischen Selbstinszenierungen des Fotografen Gilbert Garcin scheint die gesamte Bandbreite der menschlichen Komödie angelegt zu sein. Jede seiner minimalistisch gestalteten Fotografien gleicht einem theatralischen Akt auf der obskuren Bühne des Lebens. Gilbert Garcin ist nicht nur gleichzeitig Regisseur, Bühnenbauer und Fotograf seiner Inszenierungen, sondern zugleich auch der Hauptprotagonist seiner Bilder. Es gibt kaum ein Foto von Garcin, auf dem er selbst nicht zu sehen ist. Stilisiert zu einer Allerweltsfigur in der Tradition eines bieder-komischen Monsieur Hulot durchläuft Garcin seine eigenen Odyssee, in der Gesellschaftskritik, Humor und eine starke Sensibilität für alltägliche Geschichten bestimmend sind. „Hinter meinen Bildern liegen aber keine zu Ende geschriebenen Geschichten", betont der Künstler, „ich versuche lediglich Räume zu schaffen, in die der Betrachter seine eigenen Vorstellungen projizieren und sein eigenes Abenteuer erfinden kann." (Auszüge aus Schwarzweiss Magazin #53, 2006)
Peikwen Cheng wurde 1975 im Staate New York geboren, sein Vater stammt aus dem Beijinger Tongzhou, seine Mutter aus Chongqing. Ausgebildet zunächst an der Stanford University in Produktdesign, wohnte er vorübergehend in Taipei, Helsinki und San Francisco, studierte später an der Qinghua-Universität in Beijing und lebt und arbeitet seit 2007 als Fotograf und Designer in Beijing und New York.
Strände, Wüsten und karge Einöden scheinen die ästhetische Faszination Chengs auszumachen. Begeistert spricht er aber vor allem von den sich ballenden Energien einzelner oder auch vieler Menschen, die ihren autarken, meist nur im Augenblick ausgedrückten Visionen nachgehen. Alles begann im Jahr 2000, als Peikwen sich mit seiner Kamera zum Festival Burning Man der kalifornischen Experimentalkunst-Community in die Black Rock Desert nach Nevada aufmachte. Dort entsprang seine Idee des Einfangens anderer und Generierens eigener Wunschträume, von privaten Momenten in öffentlichen Räumen in spontaner Kollaboration. Er nennt es „Lost and Found", das sind im Hintergrund die Weite, im Vordergrund die Verbildlichung der gelebten Illusionen und ihrer Geschichten.
Es gehe in allen seinen Arbeiten um Veränderungen, so Cheng, das Leben ist in ständiger Entwicklung mit all seinen Vor- und Nachteilen, multiplen Perspektiven. Ich möchte es verstehen, es vergegenwärtigen und die entstehenden Energien fixieren.

Öffnungszeiten:
Di-Fr 16.00-19.00 Uhr
Sa 11.00-18.00 Uhr