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Galerie Steinrötter

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Yaroslav Kurbanov: Ästhetik der Imperien

26.10.2014 - 20.12.2014
 

Bei der heutigen Ausstellung stellt sich mir die Frage nach der Zeitlichkeit in der Kunst. Wir stehen vor Bildern die gegenwärtig gemalt worden sind, aber sie beziehen sich auf die Antike. Kurbanov beschwört die Vergangenheit und holt mit seinen Figuren Inhalte in die Aktualität unseres Daseins.
Wir stellen fest für unser Leben nehmen wir zur Bewältigung unserer täglichen Bemühungen Vergangenheit zu Hilfe. Unsere Beurteilungen stehen unter dem starken Einfluss von Vorgedachtem und unsere Handlungen und Entscheidungen werden vor diesem Hintergrund gefällt. So sind auch wir in der Zukunft ein Handlungshintergrund für kommende Generationen als Vertreter einer Zeit, die wir verantworten. Wir haben Lebensraum benutzt, wie eine Wohnung die nun Nachfolger beanspruchen. So ganz toll sieht‘s nicht aus. Da muss Einiges geändert werden. Im Wesentlichen das Bewusstsein als Voraussetzung für Veränderung des Verhaltens. Da kann Kunst sicherlich hilfreich sein, weil sie diesen Zugang sucht, wie die Religionen auch. Der moderne Mensch hat auf allen Gebieten seine Erkenntnisse ungeheuer erweitert, hat alle erdenklichen Findungen gemacht, Zusammenhänge entdeckt ,die ihm ermöglichen sich selbst zu überholen. Zeit hat er nicht gewonnen und seine Kenntnisse haben nicht zu tieferen Einsichten in Naturvorgänge geführt .Es entsteht vielmehr der Eindruck, Wichtiges sei verlorengegangen.Wir befinden uns als Gesellschaft in einer offensichtlichen Schieflage. Krieg ist immer noch ein entscheidendes Argument in der Auseinandersetzung. Dieses Rätsel verrät Zusammenhänge,ist aber ungelöst. Die Hoffnung , Kunst könne nachhaltig gesittetes Verhalten erwirken, ist leider eine Illusion die sie auch mit der Kirche teilt .Das Kleinhirn überspringt bei geringstem Anlass alle Träume des Großhirns und röhrt alles kurz und klein, was Feingeister ersonnen haben. Große Monumente zerfallen zu Staub, wenn der Stumpfsinn darüber fegt. Es reicht ein Drängeln an der Kasse.
Dennoch bleibt die Hoffnung, dass über den Dialog mit der Geschichte in künstlerischer Auseinandersetzung ein Verständnis für den Sinn im Leben wächst. Jaruslav Kurbanov hat seinen Teil dazu beigetragen.

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 10.00-18.00 Uhr
Sa 10.00-14.00 Uhr