Programme
Maria Stuart
Staatstheater Kassel - Schauspielhaus
»Ihr solltet mir die Freiheit teuer machen,
An Eurer Hand, beglückt durch Eure Liebe,
Wollt’ ich des neuen Lebens mich erfreuen.«
Dies ist einer der letzten Sätze, die Friedrich Schiller seine Titelheldin sprechen lässt, bevor die leidenschaftliche und schöne Königin auf dem Schafott hingerichtet wird. In Anbetracht des Todes erhebt Maria Stuart sich über ihre Rivalin Elisabeth, indem sie das ungerechte Urteil hinnimmt, es als Sühne versteht und so ihr unausweichliches Schicksal in einen Akt der Freiheit verwandelt. Der berühmte Schiller-Biograph Rüdiger Safranski schreibt: »Für Schiller ist das der Augenblick der Freiheit, wenn die Angst des Irdischen von einem abfällt.« // Doch wie kommt es dazu? Ist es wirklich ein Akt der Freiheit oder doch politisches Kalkül? Schließlich kämpfen hier zwei politische, religiöse und weltanschauliche Systeme, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, bis aufs Blut um Liebe, Macht und Einfluss. Auf der einen Seite: die schottische Königin Maria Stuart, eine in Frankreich erzogene Katholikin, die sich als rechtmäßige Erbin auch der englischen Krone versteht und auf der anderen Seite: die regierende englische Königin Elisabeth, die Baptistin, die sich vor politischen Anschlägen und einem Volksaufstand fürchten muss.
Aus der historischen Vorlage entwickelt der deutsche Freiheitsdichter Friedrich Schiller seine Geschichte über die Haupt- und Staatsaktion, fügt ihr eine Liebes- und Intrigengeschichte hinzu, verknüpft das Politische mit dem Privaten, Erotik mit der Religion und schafft so ein weiteres dramatisches Meisterwerk der deutschen Klassik.
An Eurer Hand, beglückt durch Eure Liebe,
Wollt’ ich des neuen Lebens mich erfreuen.«
Dies ist einer der letzten Sätze, die Friedrich Schiller seine Titelheldin sprechen lässt, bevor die leidenschaftliche und schöne Königin auf dem Schafott hingerichtet wird. In Anbetracht des Todes erhebt Maria Stuart sich über ihre Rivalin Elisabeth, indem sie das ungerechte Urteil hinnimmt, es als Sühne versteht und so ihr unausweichliches Schicksal in einen Akt der Freiheit verwandelt. Der berühmte Schiller-Biograph Rüdiger Safranski schreibt: »Für Schiller ist das der Augenblick der Freiheit, wenn die Angst des Irdischen von einem abfällt.« // Doch wie kommt es dazu? Ist es wirklich ein Akt der Freiheit oder doch politisches Kalkül? Schließlich kämpfen hier zwei politische, religiöse und weltanschauliche Systeme, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, bis aufs Blut um Liebe, Macht und Einfluss. Auf der einen Seite: die schottische Königin Maria Stuart, eine in Frankreich erzogene Katholikin, die sich als rechtmäßige Erbin auch der englischen Krone versteht und auf der anderen Seite: die regierende englische Königin Elisabeth, die Baptistin, die sich vor politischen Anschlägen und einem Volksaufstand fürchten muss.
Aus der historischen Vorlage entwickelt der deutsche Freiheitsdichter Friedrich Schiller seine Geschichte über die Haupt- und Staatsaktion, fügt ihr eine Liebes- und Intrigengeschichte hinzu, verknüpft das Politische mit dem Privaten, Erotik mit der Religion und schafft so ein weiteres dramatisches Meisterwerk der deutschen Klassik.
Inszenierung: Schirin Khodadadian
Bühne: Carolin Mittler | Kostüme: Ulrike Obermüller
Bühne: Carolin Mittler | Kostüme: Ulrike Obermüller
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