Kriminal Museum Frankfurt
Adickesallee 70
60322 Frankfurt am Main
60322 Frankfurt am Main
Tel.: 069 755 - 82 420
Öffnungszeiten:
Fr 12.00-16.00 Uhr
Fr 12.00-16.00 Uhr
1920 begannen Kriminalbeamte in Zusammenarbeit mit Beamten der Justiz und mit Unterstützung von Gerichtsmedizinern Gegenstände aus Straf- und Ermittlungsverfahren zu sammeln und diese in einer Lehrmittelsammlung zusammenzufassen. Die Lehrmittelsammlung diente fortan zu Aus- und Fortbildungszwecken für Polizei und Gendarmerie, von Staatsanwälten und Jurastudenten. Die Lehrmittelsammlung wurde im 2. Weltkrieg teilweise zerstört, einiges fiel Plünderern zum Opfer. 1948 führte der damalige Frankfurter Polizeipräsident Willy Klapproth, eine neue Sammlung zum Gedanken der Aus- und Fortbildung weiter. Nach dem Umzug der Frankfurter Polizei in ihr neues Präsidium in der Adickesallee im Jahre 2003 wurde auch ein neues Konzept für die Lehrmittelsammlung verwirklicht.Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei ist die Sammlung seitdem auch der Bevölkerung zugänglich. Auf einer Fläche von rund 200 qm gibt es Uniformen der Jahre seit 1900, Ausstellungsstücke wie Fälscherutensilien, Diebesschürzen, Schmuggelbehältnisse und auch verbotene Gegenstände wie Stockdegen und Schießkugelschreiber zu sehen. Hinzu kommen bildliche Darstellungen und Exponate der bekanntesten Frankfurter Kriminalfälle. So der erste Raubmord nach dem Krieg im Jahre 1952, ein Banküberfall auf die „Deutsche Effekten- und Wechselbank“, in Bockenheim, die Ermordung der beiden Prostituierten Rosemarie Nitribitt 1957 und Helga Matura 1966 sowie die Raubstraftaten der „Korbmacher Bande“ im Jahre 1968, deren Kopf „Henry“ Jaeger im Zuchthaus seinen ersten Roman schrieb. Erinnert wird auch an die gewalttätigen Auseinandersetzungen beim Bau der Startbahn 18 West. Der Hammer, dass Messer und die Tatbekleidung des sogenannten „Hammermörders“, der im Jahre 1990 sechs Obdachlose erschlagen hatte, zählen ebenso zur Ausstellung wie der Fall jenes Mannes, der in den Jahren 1996 bis 1998 versuchte, die Firma Thomy um Millionen zu erpressen.
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