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Claudio Zuan Antonio Monteverdi

*05.1567 in Cremona †29.11.1643 in Venedig
italienischer Komponist, dessen Werk die Wende von der Musik der Renaissance zum Barock markiert

Werke

:
Die Heimkehr des Odysseus
L´Orfeo

Konzerte

:
Marienvesper
 21.01.2011 20:00 Uhr - berlinerfiguralchor
  Philharmonie und Kammermusiksaal | Kammermusiksaal in Berlin
Vespro della Beata Vergine

Lebenslauf

:
Claudio Monteverdi gilt aufgrund Komposition, Violaspiel und Sangeskunst als bedeutendste Gestalt der frühen Barockmusik. Er verwandte als erster Komponist die Violine als Soloinstrument, in der Opernkomposition erschuf er durch technische und stilistische Neuerungen eine beinahe neue Musikform. Claudio Zuan Antonio Monteverdi wurde am 15.05.1567 in Cremona getauft, sein Geburtsdatum ist unbekannt. Sein Vater war der berühmte Arzt Baldassare Monteverdi. Die musikalische Ausbildung als Komponist, Sänger und an der Viola übernahm Marcantonio Ingenieri, der Kapellmeister der Kathedrale von Cremona. Auf 1582 datiert die erste Komposition ?cantiunculae?; 1587 folgte nach Beendigung der Studien die Veröffentlichung seines ersten Madrigalbuchs. Schon bald wurde Monteverdi durch Publikationen bekannt und wurde 1590 am Hof des Herzogs Vincenzo I. Gonzaga als Sänger und Violinist in Mantua angestellt. Hier blieb er 22 Jahre lang. Das Orchester sowie die herausragenden Solisten stellten für damalige Zeiten außergewöhnlich gute Bedingungen vor. Monteverdi wurde 1594 zum ?Cantore? berufen. 1599 heiratete er die Hofsängerin Claudia de Cattaneis. Das Paar bekommt zwei Söhne. Mit dem herzöglichen Orchester reiste Monteverdi nach Flandern, Ungarn, Prag und Wien. Die Erfahrungen und musikalischen Eindrücke dieser Reisen verarbeitete Monteverdi in weiteren Madrigalbüchern. 1607 komponierte er als Auftragswerk zum jährlichen Karnevals mit großem Erfolg seine erste Oper ?L?Orfeo?. Tief getroffen vom Tod seiner Frau komponierte Monteverdi 1608 seine zweite Oper ?Arianna?. Von dieser ist allerdings nur das Lamento überliefert. 1610 entstand die ?Marien-Vesper?. Diese Messe zeigt den Übergang der Musik der Renaissance zum Barock und gilt in der gesamten Musikgeschichte wegen der gegensätzlichen Stilmittel als einzigartig. Nach dem Tod des Herzogs wird Monteverdi vom Hof entlassen und geht 1613 als Kapellmeister des Markusdoms nach Venedig. Dieses Amt brachte ihm endlich die lang ersehnte Anerkennung und auch finanzielle Besserung; er konnte seinem Schaffen nachgehen und verhalf dem Markusdom sowie dem Chor durch neue virtuose Sänger, neue Noten, das Singen von Messen an Wochen- und Festtagen zu neuem Glanz. Zwischen 1614 und 1638 entstehen weitere Madrigalbücher, auch die weltliche Komposition kam nicht zu kurz. 1932 wurde er in San Marco zum Priester geweiht. Nach dem Pest-Tod seines Sohnes Francesco wurde Monteverdi zusehends krank. Trotzdem entstanden danach seine wohl bedeutendsten Werke: 1941-1942 die Opern ?Il ritorno d?Ulisse in patria? und ?L?incoronazione di Poppea?. Im demselben Jahr wurde eine Ausgabe seiner geistliche Musik als Sammlung herausgegeben, ?Selva morale e spirituale?. 1643 starb Monteverdi in Venedig. Die Feierlichkeiten zu seinem Begräbnis zeugen von dem großen Ansehen und der Wertschätzung, welches Monteverdi in Venedig genoss. Sein Grab befindet sich in der Kirche Santa Maria Gloriosa dei Frari.
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