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Rainald Grebe

„Ich sauge alles auf, was passiert. Irgendjemand lässt eine Bemerkung fallen, und zack! Ich schreibe einzelne Sätze oder Ideen auf Zettel, die schiebe ich hin und her, bis ich merke, dass es interessant wird.“

Rainald Grebe wurde 1971 in Köln geboren. Anfang der 90er Jahre trampte er nach Berlin, um seine künstlerische Karriere zu verfolgen. Bis 1997 studierte er an der „Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch Berlin“ und schloss mit einem Diplom im Fach “Puppenspiel“ ab.
Nach Bühnenauftritten beim „Quatsch Comedy Club“ in Hamburg fand Rainald Grebe im
Jahr 2000 seinen festen Platz als Dramaturg, Schauspieler und Regisseur am Jenaer
Theaterhaus.
2002 produzierte Thomas Hermanns mit ihm seine eigene Varietyshow, „Immer wieder Sonntags“, im Hamburger Schauspielhaus. Im Theaterhaus Jena fand regelmäßig „Die Falkenhorste Show“ von und mit Rainald Grebe und Gästen statt.
Nach der Auflösung des Ensembles im Theaterhaus Jena begann Rainald Grebe 2004 sein
Programm „Das Abschiedskonzert“ auf deutschen Kleinkunst- und Theaterbühnen zu spielen, wofür er unter anderem den Jurypreis beim Prix Pantheon, den Publikums- und Jurypreis Kleinkunstfestival des Theaters Die Wühlmäuse Berlin, den Preis für Junge Songpoeten des Bayerischen Rundfunks und den Cabinet-Preis Leipzig erhielt.

Anfang 2005 gründete Rainald Grebe die Kabarettband „Kapelle der Versöhnung“, die seit Mai 2005 drei Bühnenprogramme gemeinsam entwickelt hat. 
Rainald Grebes Debütroman „Global Fish“ erschien 2006 beim S.Fischer Verlag.
Mit seinem dritten Solo-Programm „Das Hongkongkonzert“ ist er seit 2009 auf Tour.

Das RainaldGrebeKonzert

Ich bin in letzter Zeit sehr berühmt geworden. Ich hab die Waldbühne in Berlin gerockt, ich bin mit einem Orchester durch die großen Hallen dieser Republik getourt. Alles wurde immer fetter, ich auch.
Jetzt bin ich wieder solo. Ganz allein mit mir. Abspecken. Runterkommen, also zu mir.
An manchen Tagen hab ich 10 Interviews gegeben, die meisten Fragen haben sich die Redakteure aus Wikipedia rausgeschrieben. Da steht drin, wer ich bin. Und nach dem 30. Interview glaub ich das sogar selbst. Ich könnte jemanden anstellen, der für mich die Fragen beantwortet, auffallen würde es nicht.
Jetzt also zurück auf Anfang. Wer bin ich?
Ich habe in alten Familienalben geblättert, Ahnenforschung betrieben bis ins 18. Jahrhundert. Wer bin ich, woher komme ich, was macht mich aus? Ich hab meine Zwiebel geschält, bis zum Kern.
Ich will mein Leben singen, der Versuch ist es wert.

„DAS RAINALDGREBEKONZERT“ ist sein vierte Soloprogramm

Termine:
01.06.2012 20:00 Uhr

Rainald Grebe & das Orchester der Versöhnung

Unglaubliche Beobachtungen, unvergessliche Balladen, beißender Humor: im Herbst 2010 präsentierte der Liedermacher und Entertainer Rainald Grebe sein neues Programm in Begleitung des Orchesters der Versöhnung im Berliner Admiralspalast!

Die emotionale, musikalische Wuchtigkeit von Schuberts Winterreise hemmungslos mit Texten zu verbinden, die vom beißenden Humor Tucholskys genauso inspiriert sind wie von nächtlichen Gesprächen alkoholentspannter Jugendlicher an ostdeutschen Tankstellen – diese überraschende Mischung ist es, die Rainald Grebe mittlerweile über Bildungs- und Milieuschranken hinweg zu einem der außergewöhnlichsten Entertainer Deutschlands gemacht hat. Seine auf youtube veröffentlichten Videos erreichen Höchstzahlen, das Feuilleton feiert seinen „intellektuellen Zynismus“.

Raffinierte Eigen-Kompositionen auf Kunstlied-Niveau und Texte, die unaufgefordert manchmal Tage später erst ihre spitzen Widerhaken in die scheinbar alltäglichsten Situationen schlagen, um sie hoffnungslos ins Absurde rutschen zu lassen: es ist das Begreifen der Gegenwart als Abenteuer, das es dem Liedermacher ermöglicht, mit der kindsköpfigen Faszination eines kühnen Entdeckers unglaubliche Beobachtungen zu sammeln – und diese dem Publikum als unvergessliche Balladen zu präsentieren. Ständig changierend zwischen absurden Betrachtungen und Betrachtungen des Absurden ist so mittlerweile ein beträchtlicher Liederzyklus entstanden, der gleichzeitig ein pointiertes Befindlichkeitsbild Deutschlands ist: Es gibt keine bessere Verbindung von schonungsloser Offenheit mit sublimem Blödsinn als die Beschreibung der Freundin als „Ausweg aus der Spaßgesellschaft“ („Dörte“) oder Brandenburgs als: „da stehen Nazis auf den Hügeln und finden keinen zum verprügeln“. Verblüffend, kurios, wirr und vor allem treffend ist es, wenn Themen wie Wellness-Boom, Rauchverbot oder Mittdreißiger-Lakonie in den erhellenden und erheiternden Lichtkegel von Grebes Kunst geraten. Unnachahmlich sind die schreckensweit geöffneten Augen des Künstlers, die vor jeder scharf gewürzten Pointe kurz auf die Zuschauer-Reihen starren: die beängstigenden Abgründe hinter den Skurrilitäten des Alltags scheinen kurz erkennbar – bevor man sich selber als plötzlich betrachtet begreift.So wie das Gesamtwerk des Künstlers ist auch die Kapelle der Versöhnung gewachsen und wird, wenn Grebe mit einem großen, abendfüllenden Programm im kommenden Herbst in den Admiralspalast lädt, den Künstler erstmals als Orchester der Versöhnung begleiten. Man darf gespannt sein!

Termine:
24.05.2012 20:00 Uhr
25.05.2012 20:00 Uhr
18.07.2012 20:00 Uhr
21.07.2012 20:00 Uhr
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