Spielplan
Rommel - Ein deutscher General
Michael Sommer
Theater Ulm - Großes Haus
Am 14. Oktober 1944 um 12 Uhr fahren zwei Generäle vor dem Haus Wippinger Steige 13 in Herrlingen vor. Sie haben keine langen Geschäfte zu verrichten, bleiben noch nicht mal zum Mittagessen. Nach einiger Zeit fahren sie mit einem weiteren Begleiter wieder ab. Wenige Minuten später ist Generalfeldmarschall Erwin Rommel tot.
Der Sieg auf dem Schlachtfeld ist nicht alles. Wenn ein General gegen ausdrückliche Befehle handelt, auch wenn er dabei seine Soldaten schont, selbst wenn er dabei den Sieg erringt – wird er zum Hochverräter. Und doch ist es nicht das Vorpreschen auf dem Schlachtfeld, das Rommel wie Kleists Prinz Friedrich von Homburg zum Verhängnis wird. Es ist falsch verstandenes Pflichtbewusstsein und die Loyalität einem Führer gegenüber, der sie nicht verdient hat.
Es ist kein Zufall, dass sich ein Mythos um Rommel rankt, der die vermeintlich „saubere“ Wehrmacht verkörperte – den braven schwäbischen Soldaten, der nur seine Pflicht tat und von Hitler zum Selbstmord gezwungen wurde. Was bedeutet diese Heldenverehrung heute? ROMMEL - EIN DEUTSCHER GENERAL fügt die Ereignisse um den Tod Rommels mit Texten von Kleist zusammen und kreist um die verführerischen, gefährlichen Träume des Soldaten.






















