Spielplan
Kurzbeschreibung
Das Nachkriegs-Provisorium in der Wagnerschul-Turnhalle bestand von Herbst 1945 bis zum Sommer 1969. In diesen Zeitraum fielen die Intendanzen von Peter Wackernagel, Kurt Hübner, Ulrich Brecht und Detlof Krüger. In der Ära des Intendanten Kurt Hübner (1959 - 1962) legte das Ulmer Theater den Ruf, Provinz zu sein, vollends ab. Hübner nahm die Herausforderung an, in den beengten Verhältnissen der Wagnerschule "modernes Welttheater" zu machen. Peter Palitzsch, neben Peter Zadek der sicherlich bekannteste Regisseur dieser Ära, faßt 1988 seine Erinnerung an diese Zeit mit dem Resultat zusammen: "Aber wenn der Impuls, der uns etwa damals in Ulm beflügelt hat, stark genug ist, kann nicht einmal ein Schreckensapparat aufregendes Theater verhindern."
Die beengten Verhältnisse bestanden bis 1969. Dann schließlich konnte das Haus am Herbert-von-KarajanPlatz (ehemals Olgastraße) eingeweiht werden, das auch heute die Spielstätte des Ulmer Theaters ist. Das neue Haus des Ulmer Theaters, ein Sechseck-Bau, der schon durch sein unverkennbares Äußere sofort zu orten ist, wurde von dem Ulmer Architekten Fritz Schäfer entworfen und ging durch seine spezielle Charakteristik in die Architekturgeschichte der 60er und 70er Jahre ein. Das Große Haus faßt 815 Sitzplätze vor der Hauptbühne; der zweite Spielort, das Podium, im Untergeschoß des Gebäudes, bietet je nach Inszenierung bis zu 200 Zuschauern Platz. In der Spielzeit 1998/1999 kam als weiterer Spielort das junge Forum hinzu, eine Spielstätte, die besonders für Kinder und Jugendliche genutzt werden soll.
Das Haus fühlt sich der Tradition des Stadttheaters verpflichtet. Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Ballett, Kinder- und Jugendtheater und Konzert: alle Sparten des Theaters sind auf dem Spielplan des Ulmer Theaters vertreten. Mit ca. 250 Mitarbeitern gelingt es dem Haus, dem Publikum durchschnittlich 430 Aufführungen im Jahr anzubieten.
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