Spielplan
Faust
Charles Gounod
Staatstheater Kassel - Opernhaus
Charles Gounods FAUST, uraufgeführt 1859 in Paris, gilt bis heute als das Meisterwerk des französischen Komponisten. In einer Art operntypischen Beziehungstragödie lässt Gounod die männlichen Protagonisten als Verehrer, Verführer, Verteidiger oder Beschützer um Marguérite kreisen. Er dokumentiert seine Faszination von der weiblichen Hauptfigur mit viel Inspiration sowohl durch unwiderstehlich melodischen Einfallsreichtum, als auch in der Veränderung von Charakter und Aussage des historischen Stoffes: Goethes FAUST I aus dem Jahr 1806 galt Gounods versierten Librettisten Jules Barbier und Michel Carré zwar als Ideengerüst für den Handlungsverlauf, jedoch rückten sie die Liebesgeschichte und das Schicksal der Marguérite eindeutig in den Vordergrund. Was hier erzählt wird, handelt vom menschlichen Sein: von Plänen und Sehnsüchten, vom Scheitern und Streben, vom Umherirren zwischen Vernunft und Verführbarkeit, Tugend und Trieb und von der ewigen Suche nach Sinn und Glück. Erst im höheren Alter trifft Faust die plötzliche Erkenntnis, dass die Liebe unwiderruflich auf der Strecke seines Lebens zurückgeblieben sein könnte, seine lebenslange einsame Gelehrsamkeit der Kompensation diente. Mit solcher Art zweifelnder Selbstbefragung wird er empfänglich für -Méphistophélès Teufelspakt: Der gewährt ihm erneute Jugend im Tausch gegen seine Seele nach dem Tode. Doch die dunklen Mächte werfen ihre Schatten. Wohl gelingt es Faust nun in Gestalt des jugendlichen Verführers, -Marguérites Liebe zu gewinnen, aber die Umstände erlauben keinen glücklichen Ausgang: Die tragische Entwicklung der Charaktere scheint unausweichlich.
Musikalische Leitung: Marco Comin
Inszenierung: Nadja Loschky
Bühne und Kostüme: Gabriele Jaenecke
Besetzung
Johannes An / Dong Won Kim (Faust)
Krzysztof Borysiewicz / Mario Klein (Mephistopheles)
Geani Brad (Valentin)
Igor Durlovski (Wagner (Brander))
Nicole Chevalier / Sara Eterno (Margarethe)
Maren Engelhardt (Siebel)
Lona Culmer-Schellbach (Marthe Schwerdtlein)
Thomas Rimes (Orgel)






















