Spielplan
Die Frau ohne Schatten
Richard Strauss
Deutsche Oper am Rhein - Opernhaus Düsseldorf
Seinen Schatten oder Spiegelbild herzugeben, dass bedeutet in der Märchensymbolik stets Unheil. Unheil beschwört auch die Färbersfrau herauf, die bereit ist, ihren Schatten für ein freud- und genussvolleres Leben als das an der Seite des armen Färbers herzugeben. Dieser Schatten ist das Symbol ihrer Fruchtbarkeit, die sie preisgibt, damit eine andere Frau, die Kaiserin, von ihrer Kinderlosigkeit geheilt wird. Doch das Geschäft will nicht glücken. Die Färberin erkennt, dass durch den leichtfertigen Handel ihr Leben zu zerbrechen droht, und die Kaiserin wird von quälenden Gewissenbissen geplagt. Beide haben harte innere Kämpfe zu bestehen, bevor alle Gefahren beseitigt und das irdische Glück der Färberleute wie das himmlische des Kaiserpaares besiegelt sind.
Hofmannsthals Dichtung "Die Frau ohne Schatten" atmet den verschwommenen Geist des Fin de Siècle-Symbolismus. Aber diese von Richard Strauss vertonte und 1919 in Wien uraufgeführte Oper ist auch eine wohl durchdachte Utopie in allegorischer Form. Es ist eine Parabel über den Menschen, der sich selbst überwinden muss, um sich und die anderen zu retten.
Strauss hat dieses gegenseitige Sichverwandeln musikalisch ausgestaltet: anhand von Motivumbildungen, Tonartenbezügen und Verwandlungen der Gesangslinien entsteht ein einzigartiges Gebilde, eine Art unablässiger Verwandlungsmusik als Bild für die Wechselhaftigkeit der menschlichen Seele. Die Größe der Hofmannsthalschen Gedanken erhält in Strauss' manchmal überdimensionalem Orchesterklang laut von Hofmannsthal "seine letzte Vollendung und Weihe".
Musikalische Leitung: Axel Kober
Inszenierung: Guy Joosten
Bühne und Kostüme: Johannes Leiacker
Licht: Manfred Voss
Dramaturgie: Luc Joosten
Chorleitung: Gerhard Michalski
Kaiser: Corby Welch
Kaiserin: Morenike Fadayomi
Amme: Susan Maclean
Barak: Marcus Jupither
Färberin: Linda Watson
Der Einäugige: Bruno Balmelli
Der Einarmige: Timo Riihonen
Der Bucklige: Johannes Preißinger
Geisterbote: James Bobby
Hüter der Schwelle: Iulia Elena Surdu
Jüngling: Manfred Fink
Falke: Iryna Vakula
Stimme von oben: Geneviève King
Geister- / Kinderstimmen: Jessica Stavros, Maria Kataeva
Geister- / Kinderstimmen/ Dienerinnen: Luiza Fatyol, Iulia Elena Surdu
Geister-/ Kinderstimmen/ Dienerinnen: Geneviève King
Chor: Chor der Deutschen Oper
Orchester Düsseldorfer Symphoniker
17.06.2012 18:30 Uhr






















