Theater Vorpommern - Theater Putbus
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Theater Vorpommern - Theater Putbus

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(Foto: L. Niepold)
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18581 Putbus auf Rügen
Tel.: 038301 8080
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Spielplan

Auf verwachsenem Pfade/Le sacre du printemps

Zwei Ballette von Ralf Dörnen

Theater Vorpommern - Theater Putbus
<p style="text-align:justify">Mit der Neukreation „Auf verwachsenem Pfade“ zu Leoš Janáčeks gleichnamigem Klavierzyklus und Ralf Dörnens Version des „sacre du printemps“ stehen einander an diesem gemischten Abend zwei atmosphärisch völlig unterschiedliche Ballette gegenüber. Janáčeks Klavierzyklus ist Ausdruck der Trauer des Komponisten um seine verstorbene Tochter. In zarten, melancholischen Stücken formuliert Janáček Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Ralf Dörnen nimmt das Motiv auf und entwickelt choreographische Bilder, die gelegentlich unkontrolliert und in unerwarteter Form aufbrechen. „Le sacre du printemps“ ist von einem imaginierten heidnischen Frühlingsritual inspiriert, an dessen Ende sich ein Mädchen zu Tode tanzt. Ralf Dörnen versetzt das vorgeschichtliche Ritual in ein alptraumhaftes Zukunftsszenario. Zwischen Bergen von Zivilisationsmüll irren hungrige Wesen umher, die alle menschlichen Züge verloren haben und einander belauern, um im günstigen Moment über den Schwächsten herzufallen. „Strawinskys Sacre mag 1913 das Theater in seinen Grundfesten erschüttert haben. Ausgerechnet nach Greifswald muss man fahren, um seine Nachbeben zu spüren“, schrieb der Tanzkritiker Hartmut Regitz 2008 dazu in der Wochenzeitung „Die Zeit“.</p>

Mit der Neukreation „Auf verwachsenem Pfade“ zu Leoš Janáčeks gleichnamigem Klavierzyklus und Ralf Dörnens Version des „sacre du printemps“ stehen einander an diesem gemischten Abend zwei atmosphärisch völlig unterschiedliche Ballette gegenüber. Janáčeks Klavierzyklus ist Ausdruck der Trauer des Komponisten um seine verstorbene Tochter. In zarten, melancholischen Stücken formuliert Janáček Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Ralf Dörnen nimmt das Motiv auf und entwickelt choreographische Bilder, die gelegentlich unkontrolliert und in unerwarteter Form aufbrechen. „Le sacre du printemps“ ist von einem imaginierten heidnischen Frühlingsritual inspiriert, an dessen Ende sich ein Mädchen zu Tode tanzt. Ralf Dörnen versetzt das vorgeschichtliche Ritual in ein alptraumhaftes Zukunftsszenario. Zwischen Bergen von Zivilisationsmüll irren hungrige Wesen umher, die alle menschlichen Züge verloren haben und einander belauern, um im günstigen Moment über den Schwächsten herzufallen. „Strawinskys Sacre mag 1913 das Theater in seinen Grundfesten erschüttert haben. Ausgerechnet nach Greifswald muss man fahren, um seine Nachbeben zu spüren“, schrieb der Tanzkritiker Hartmut Regitz 2008 dazu in der Wochenzeitung „Die Zeit“.

Inhalt

Mit der Neukreation „Auf verwachsenem Pfade“ zu Leoš Janáčeks gleichnamigem Klavierzyklus und Ralf Dörnens Version des „sacre du printemps“ stehen einander an diesem gemischten Abend zwei atmosphärisch völlig unterschiedliche Ballette gegenüber. Janáčeks Klavierzyklus ist Ausdruck der Trauer des Komponisten um seine verstorbene Tochter. In zarten, melancholischen Stücken formuliert Janáček Erinnerungen an gemeinsame Erlebnisse. Ralf Dörnen nimmt das Motiv auf und entwickelt choreographische Bilder, die gelegentlich unkontrolliert und in unerwarteter Form aufbrechen. „Le sacre du printemps“ ist von einem imaginierten heidnischen Frühlingsritual inspiriert, an dessen Ende sich ein Mädchen zu Tode tanzt. Ralf Dörnen versetzt das vorgeschichtliche Ritual in ein alptraumhaftes Zukunftsszenario. Zwischen Bergen von Zivilisationsmüll irren hungrige Wesen umher, die alle menschlichen Züge verloren haben und einander belauern, um im günstigen Moment über den Schwächsten herzufallen. „Strawinskys Sacre mag 1913 das Theater in seinen Grundfesten erschüttert haben. Ausgerechnet nach Greifswald muss man fahren, um seine Nachbeben zu spüren“, schrieb der Tanzkritiker Hartmut Regitz 2008 dazu in der Wochenzeitung „Die Zeit“.


Besetzung
Choreographie und Inszenierung: Ralf Dörnen
Bühne und Kostüme: Hans Winkler a. G.
Kostüme/ Maskenkonzept „Le sacre du printemps“: Claudia Kuhr a. G.
Dramaturgie: Inga Helena Haack