Opernhaus Dortmund, Foto: Anneke Wardenbach, Stadt Dortmund
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Foto: Sascha Rutzen
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Spielplan

Kaspar Hauser und Die Sprachlosen aus Devil County

Thorsten Bihegue/Alexander Kerlin
Studio
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	26. Mai 1828: Der „rätselhafte Findling“ Kaspar Hauser erblickt das Licht der Welt - mit sechzehn Jahren. Mitten in Nürnberg steht er sprachlos auf einem Platz, einen Brief ohne Absender in der Hand: „Ich schicke Ihnen einen Knaben. Ich habe ihn seit seiner Geburt keinen Schritt weit aus dem Haus gelassen. Wenn Sie ihn nicht behalten, so müssen Sie ihn totschlagen oder im Rauchfang aufhängen.“ Juristen, Theologen und Pädagogen untersuchen ihn wie ein fremdes Tier und bringen ihm Sprechen und moralischen Anstand bei. Endlich kann Casper erzählen: Von einsamen Jahren im Kerker bei Wasser und Brot, von der Dunkelheit. Alt wird Kaspar nicht. Am 14. Dezember 1833 schleppt er sich mit einer tödlichen Stichverletzung nach Hause. Bis heute ist nicht bekannt, wer der Mörder war. In seiner Grabinschrift auf dem Stadtfriedhof von Ansbach heißt es: „Hier liegt Kaspar Hauser, Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, geheimnisvoll der Tod.“<br />
	Macht Sprache frei? Schlägt sie goldene Brücken von Herz zu Herz? Oder ist sie ein zu eng geschnürtes Korsett und zieht meterhohe Mauern zwischen den Menschen? Der Dortmunder Sprechchor, 17. Ensembleschauspieler am Schauspiel Dortmund seit 2011, ist Kaspar Hauser: der rätselhafte Junge, der zur Sprache und zur Ordnung drängt. 80 Stimmen flüstern, schreien, singen: Klänge, Geräusche und Begriffe – bis der Chor versteht, dass die Unordnung die wirkliche Ordnung von Devil County ist.</p>

26. Mai 1828: Der „rätselhafte Findling“ Kaspar Hauser erblickt das Licht der Welt - mit sechzehn Jahren. Mitten in Nürnberg steht er sprachlos auf einem Platz, einen Brief ohne Absender in der Hand: „Ich schicke Ihnen einen Knaben. Ich habe ihn seit seiner Geburt keinen Schritt weit aus dem Haus gelassen. Wenn Sie ihn nicht behalten, so müssen Sie ihn totschlagen oder im Rauchfang aufhängen.“ Juristen, Theologen und Pädagogen untersuchen ihn wie ein fremdes Tier und bringen ihm Sprechen und moralischen Anstand bei. Endlich kann Casper erzählen: Von einsamen Jahren im Kerker bei Wasser und Brot, von der Dunkelheit. Alt wird Kaspar nicht. Am 14. Dezember 1833 schleppt er sich mit einer tödlichen Stichverletzung nach Hause. Bis heute ist nicht bekannt, wer der Mörder war. In seiner Grabinschrift auf dem Stadtfriedhof von Ansbach heißt es: „Hier liegt Kaspar Hauser, Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, geheimnisvoll der Tod.“
Macht Sprache frei? Schlägt sie goldene Brücken von Herz zu Herz? Oder ist sie ein zu eng geschnürtes Korsett und zieht meterhohe Mauern zwischen den Menschen? Der Dortmunder Sprechchor, 17. Ensembleschauspieler am Schauspiel Dortmund seit 2011, ist Kaspar Hauser: der rätselhafte Junge, der zur Sprache und zur Ordnung drängt. 80 Stimmen flüstern, schreien, singen: Klänge, Geräusche und Begriffe – bis der Chor versteht, dass die Unordnung die wirkliche Ordnung von Devil County ist.


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Inhalt


26. Mai 1828: Der „rätselhafte Findling“ Kaspar Hauser erblickt das Licht der Welt - mit sechzehn Jahren. Mitten in Nürnberg steht er sprachlos auf einem Platz, einen Brief ohne Absender in der Hand: „Ich schicke Ihnen einen Knaben. Ich habe ihn seit seiner Geburt keinen Schritt weit aus dem Haus gelassen. Wenn Sie ihn nicht behalten, so müssen Sie ihn totschlagen oder im Rauchfang aufhängen.“ Juristen, Theologen und Pädagogen untersuchen ihn wie ein fremdes Tier und bringen ihm Sprechen und moralischen Anstand bei. Endlich kann Casper erzählen: Von einsamen Jahren im Kerker bei Wasser und Brot, von der Dunkelheit. Alt wird Kaspar nicht. Am 14. Dezember 1833 schleppt er sich mit einer tödlichen Stichverletzung nach Hause. Bis heute ist nicht bekannt, wer der Mörder war. In seiner Grabinschrift auf dem Stadtfriedhof von Ansbach heißt es: „Hier liegt Kaspar Hauser, Rätsel seiner Zeit, unbekannt die Herkunft, geheimnisvoll der Tod.“

Macht Sprache frei? Schlägt sie goldene Brücken von Herz zu Herz? Oder ist sie ein zu eng geschnürtes Korsett und zieht meterhohe Mauern zwischen den Menschen? Der Dortmunder Sprechchor, 17. Ensembleschauspieler am Schauspiel Dortmund seit 2011, ist Kaspar Hauser: der rätselhafte Junge, der zur Sprache und zur Ordnung drängt. 80 Stimmen flüstern, schreien, singen: Klänge, Geräusche und Begriffe – bis der Chor versteht, dass die Unordnung die wirkliche Ordnung von Devil County ist.


Besetzung
Mit dem: Dortmunder Sprechchor

Regie und Bühne: Thorsten Bihegue, Alexander Kerlin
Musik: Tommy Finke