Theater an der Parkaue, Foto: Gerd Engelsmann
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Theater an der Parkaue

Foto: Gerd Engelsmann
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Parkaue 29
10367 Berlin
Tel.: 030 55 77 52 0
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Spielplan

Nathan der Weise

Gotthold Ephraim Lessing

Theater an der Parkaue
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	Lessing geriet um 1777 in die Fehde zwischen Aufklärung und Strenggläubigkeit. Er schrieb gegen radikale Protestanten in Hamburg, bis ihm die Zensur den Mund verbot. In Folge des Verbots erfand er ein Drama im Blankvers, verlegte die Handlung ins Jahr 1192, die Zeit der Kreuzzüge, und nach Jerusalem, dem imaginierten Heimatort unterschiedlicher Religionen. Gleichzeitig erschuf er ein einzigartiges Figurenensemble, das wir selbst heute als Stellvertreter eines Zusammenpralls und fruchtbaren Ausgleichs der Weltreligionen lesen. Begleitet von einer unglaublichen Familiengeschichte steht im Kern das Drama um den Juden Nathan, der bei einem Pogrom durch Kreuzritter seine ganze Familie verlor und nun selbst in das Visiert des Patriarchen von Jerusalem gerät. Nur durch das Zusammenspiel seiner eigenen Weisheit mit dem Rechtsgefühl des Sultan Saladin wird er gerettet. - Auf der Ratssitzung im Mai 1779 in Frankfurt a. M. Berichtete der B ürgermeister vom gerade erschienenen Drama Lessings, "welches den scandaleusesten Inhalt in Rücksicht auf Religion enthielte, weshalben Er anheim stellen wolle, was gegen dieses verdächtige Buch vorzunehmen sey."<br />
	Kay Wuscheks Inszenierung des Klassikers fragt 235 Jahre nach dem Skandal mit spielerischem Vergnügen nach den Fundamenten, Horizonten und Grenzen unserer Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit.</p>

Lessing geriet um 1777 in die Fehde zwischen Aufklärung und Strenggläubigkeit. Er schrieb gegen radikale Protestanten in Hamburg, bis ihm die Zensur den Mund verbot. In Folge des Verbots erfand er ein Drama im Blankvers, verlegte die Handlung ins Jahr 1192, die Zeit der Kreuzzüge, und nach Jerusalem, dem imaginierten Heimatort unterschiedlicher Religionen. Gleichzeitig erschuf er ein einzigartiges Figurenensemble, das wir selbst heute als Stellvertreter eines Zusammenpralls und fruchtbaren Ausgleichs der Weltreligionen lesen. Begleitet von einer unglaublichen Familiengeschichte steht im Kern das Drama um den Juden Nathan, der bei einem Pogrom durch Kreuzritter seine ganze Familie verlor und nun selbst in das Visiert des Patriarchen von Jerusalem gerät. Nur durch das Zusammenspiel seiner eigenen Weisheit mit dem Rechtsgefühl des Sultan Saladin wird er gerettet. - Auf der Ratssitzung im Mai 1779 in Frankfurt a. M. Berichtete der B ürgermeister vom gerade erschienenen Drama Lessings, "welches den scandaleusesten Inhalt in Rücksicht auf Religion enthielte, weshalben Er anheim stellen wolle, was gegen dieses verdächtige Buch vorzunehmen sey."
Kay Wuscheks Inszenierung des Klassikers fragt 235 Jahre nach dem Skandal mit spielerischem Vergnügen nach den Fundamenten, Horizonten und Grenzen unserer Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit.

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Lessing geriet um 1777 in die Fehde zwischen Aufklärung und Strenggläubigkeit. Er schrieb gegen radikale Protestanten in Hamburg, bis ihm die Zensur den Mund verbot. In Folge des Verbots erfand er ein Drama im Blankvers, verlegte die Handlung ins Jahr 1192, die Zeit der Kreuzzüge, und nach Jerusalem, dem imaginierten Heimatort unterschiedlicher Religionen. Gleichzeitig erschuf er ein einzigartiges Figurenensemble, das wir selbst heute als Stellvertreter eines Zusammenpralls und fruchtbaren Ausgleichs der Weltreligionen lesen. Begleitet von einer unglaublichen Familiengeschichte steht im Kern das Drama um den Juden Nathan, der bei einem Pogrom durch Kreuzritter seine ganze Familie verlor und nun selbst in das Visiert des Patriarchen von Jerusalem gerät. Nur durch das Zusammenspiel seiner eigenen Weisheit mit dem Rechtsgefühl des Sultan Saladin wird er gerettet. - Auf der Ratssitzung im Mai 1779 in Frankfurt a. M. Berichtete der B ürgermeister vom gerade erschienenen Drama Lessings, "welches den scandaleusesten Inhalt in Rücksicht auf Religion enthielte, weshalben Er anheim stellen wolle, was gegen dieses verdächtige Buch vorzunehmen sey."

Kay Wuscheks Inszenierung des Klassikers fragt 235 Jahre nach dem Skandal mit spielerischem Vergnügen nach den Fundamenten, Horizonten und Grenzen unserer Toleranz, Akzeptanz und Weltoffenheit.


Besetzung
Spieldauer: 160 Minuten mit Pause
Regie: Kay Wuschek