Städtische Bühnen Osnabrück, Foto: Marius Maasewerd
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Städtische Bühnen Osnabrück

Foto: Marius Maasewerd
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Horst Evers (Foto: Kike)
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Soldaten

Manfred Gurlitt
Städtische Bühnen Osnabrück
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	Marie, Braut des Tuchhändlers Stolzius, beginnt eine Affäre mit dem Offizier Desportes. Maries Vater, der Kaufmann Wesener, billigt diese Verbindung, hoffend, dass sie seiner Tochter den Eintritt in höhere Kreise verschafft. Als Desportes Marie fallen lässt, interessiert sich bereits ein weiterer Soldat, der Offizier Mary, für sie, und er wird nicht der letzte seines Standes sein. Marie gerät in einen unheilvollen Reigen, der ihr am Ende nur den Ruf als „Soldatenhure“ und einen elenden sozialen Abstieg einbringt. Lenz’ bürgerliches Trauerspiel Die Soldaten (1776) richtete sich kritisch gegen die vorherrschende Ständegesellschaft, die keine Persönlichkeitsentfaltung zuließ, amoralisches Verhalten dagegen duldete, gar beförderte. Der deutsche Komponist Manfred Gurlitt (1890–1972) brachte diesen Stoff 1930 erfolgreich auf die Opernbühne. Ab 1939 wurde Japan seine künstlerische und private Heimat. In Deutschland geriet Gurlitt nahezu in Vergessenheit. Ironischerweise erlangten zwei seiner Hauptwerke, die Opern Wozzeck und Soldaten, nicht durch seine, sondern durch die Vertonungen Alban Bergs und Bernd Alois Zimmermanns Berühmtheit.<br />
	Der Regisseur Florian Lutz inszeniert zum ersten Mal am Theater Osnabrück. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Andreas Hotz.</p>

Marie, Braut des Tuchhändlers Stolzius, beginnt eine Affäre mit dem Offizier Desportes. Maries Vater, der Kaufmann Wesener, billigt diese Verbindung, hoffend, dass sie seiner Tochter den Eintritt in höhere Kreise verschafft. Als Desportes Marie fallen lässt, interessiert sich bereits ein weiterer Soldat, der Offizier Mary, für sie, und er wird nicht der letzte seines Standes sein. Marie gerät in einen unheilvollen Reigen, der ihr am Ende nur den Ruf als „Soldatenhure“ und einen elenden sozialen Abstieg einbringt. Lenz’ bürgerliches Trauerspiel Die Soldaten (1776) richtete sich kritisch gegen die vorherrschende Ständegesellschaft, die keine Persönlichkeitsentfaltung zuließ, amoralisches Verhalten dagegen duldete, gar beförderte. Der deutsche Komponist Manfred Gurlitt (1890–1972) brachte diesen Stoff 1930 erfolgreich auf die Opernbühne. Ab 1939 wurde Japan seine künstlerische und private Heimat. In Deutschland geriet Gurlitt nahezu in Vergessenheit. Ironischerweise erlangten zwei seiner Hauptwerke, die Opern Wozzeck und Soldaten, nicht durch seine, sondern durch die Vertonungen Alban Bergs und Bernd Alois Zimmermanns Berühmtheit.
Der Regisseur Florian Lutz inszeniert zum ersten Mal am Theater Osnabrück. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Andreas Hotz.


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Marie, Braut des Tuchhändlers Stolzius, beginnt eine Affäre mit dem Offizier Desportes. Maries Vater, der Kaufmann Wesener, billigt diese Verbindung, hoffend, dass sie seiner Tochter den Eintritt in höhere Kreise verschafft. Als Desportes Marie fallen lässt, interessiert sich bereits ein weiterer Soldat, der Offizier Mary, für sie, und er wird nicht der letzte seines Standes sein. Marie gerät in einen unheilvollen Reigen, der ihr am Ende nur den Ruf als „Soldatenhure“ und einen elenden sozialen Abstieg einbringt. Lenz’ bürgerliches Trauerspiel Die Soldaten (1776) richtete sich kritisch gegen die vorherrschende Ständegesellschaft, die keine Persönlichkeitsentfaltung zuließ, amoralisches Verhalten dagegen duldete, gar beförderte. Der deutsche Komponist Manfred Gurlitt (1890–1972) brachte diesen Stoff 1930 erfolgreich auf die Opernbühne. Ab 1939 wurde Japan seine künstlerische und private Heimat. In Deutschland geriet Gurlitt nahezu in Vergessenheit. Ironischerweise erlangten zwei seiner Hauptwerke, die Opern Wozzeck und Soldaten, nicht durch seine, sondern durch die Vertonungen Alban Bergs und Bernd Alois Zimmermanns Berühmtheit.

Der Regisseur Florian Lutz inszeniert zum ersten Mal am Theater Osnabrück. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Generalmusikdirektor Andreas Hotz.


Besetzung
Musikalische Leitung Andreas Hotz
Inszenierung Florian Lutz
Bühne/Kostüme Sebastian Hannak
Choreinstudierung Markus Lafleur
Dramaturgie Ulrike Schumann