Landestheater Niederbayern Passau, Fotos: Peter Litvai
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Landestheater Niederbayern Passau

Landestheater Niederbayern Passau, Fotos: Peter Litvai
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Gottfried-Schäffer-Straße 2+4
94032 Passau
Tel.: 0851 929 19 13
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Spielplan

Ein Traumspiel

August Strindberg
Südostbayerisches Städtetheater Passau - Fürstbischöfliches Opernhaus
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	Der Gott Indra hat seine Tochter Agnes auf die Erde geschickt, damit sie Leid und Sorgen der Menschen kennenlerne. In 13 Stationen erlebt sie die Facetten des menschlichen Daseins. Dabei bleibt sie nicht nur Beobachterin der irdischen Nöte, sondern lernt jene auch an der eigenen Haut kennen. Ein Offizier wartet ewig auf seine angebetete Braut Viktoria - bis seine Haare ergraut sind. Einen Advokaten muss sie trösten, weil er nicht promoviert wurde. Im Glauben, dass die Liebe alles überwinden kann, heiratet sie ihn. Allerdings scheitert sie bald an ihrem Idealismus, denn der armselige Alltag nimmt ihr die Luft zum Atmen. Sie verlässt Mann und Kind.<br />
	Eine Tür, hinter der man die Lösung für das Welträtsel vermutet, wird geöffnet. Es befindet sich nichts hinter ihr. Von einem Dichter nimmt sie eine Klageschrift über die leidende Menschheit entgegen, schüttelt den Staub von dieser Erde und verschwindet in den Flammen des wachsenden Schlosses. Ihr Fazit: „Es ist schade um die Menschen!“ Mit Ein Traumspiel (1907) versuchte Strindberg, „die unzusammenhängende, aber scheinbar logische Form des Traumes nachzubilden“. Das Stück ist stark geprägt von buddhistischen Ideen, also Fragen nach dem Sinn des menschlichen Leidens, und danach, inwieweit unsere Welt überhaupt existiert oder nur Schein bzw. ein Traum ist. Aber auch christliche Motive wurden verarbeitet: so erinnert die zentrale Figur des Stücks, die die Erde durchwandert, um das Leid der Menschen zu verstehen, an Jesus Christus. Darüber hinaus sind auch Anklänge an die Philosophie Arthur Schopenhauers zu finden. Das Rätsel der Welt bleibt am Ende allerdings ungelöst und ein Panoptikum verschiedener religiöser und philosophischer Ideen nebeneinander stehen.</p>

Der Gott Indra hat seine Tochter Agnes auf die Erde geschickt, damit sie Leid und Sorgen der Menschen kennenlerne. In 13 Stationen erlebt sie die Facetten des menschlichen Daseins. Dabei bleibt sie nicht nur Beobachterin der irdischen Nöte, sondern lernt jene auch an der eigenen Haut kennen. Ein Offizier wartet ewig auf seine angebetete Braut Viktoria - bis seine Haare ergraut sind. Einen Advokaten muss sie trösten, weil er nicht promoviert wurde. Im Glauben, dass die Liebe alles überwinden kann, heiratet sie ihn. Allerdings scheitert sie bald an ihrem Idealismus, denn der armselige Alltag nimmt ihr die Luft zum Atmen. Sie verlässt Mann und Kind.
Eine Tür, hinter der man die Lösung für das Welträtsel vermutet, wird geöffnet. Es befindet sich nichts hinter ihr. Von einem Dichter nimmt sie eine Klageschrift über die leidende Menschheit entgegen, schüttelt den Staub von dieser Erde und verschwindet in den Flammen des wachsenden Schlosses. Ihr Fazit: „Es ist schade um die Menschen!“ Mit Ein Traumspiel (1907) versuchte Strindberg, „die unzusammenhängende, aber scheinbar logische Form des Traumes nachzubilden“. Das Stück ist stark geprägt von buddhistischen Ideen, also Fragen nach dem Sinn des menschlichen Leidens, und danach, inwieweit unsere Welt überhaupt existiert oder nur Schein bzw. ein Traum ist. Aber auch christliche Motive wurden verarbeitet: so erinnert die zentrale Figur des Stücks, die die Erde durchwandert, um das Leid der Menschen zu verstehen, an Jesus Christus. Darüber hinaus sind auch Anklänge an die Philosophie Arthur Schopenhauers zu finden. Das Rätsel der Welt bleibt am Ende allerdings ungelöst und ein Panoptikum verschiedener religiöser und philosophischer Ideen nebeneinander stehen.


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Der Gott Indra hat seine Tochter Agnes auf die Erde geschickt, damit sie Leid und Sorgen der Menschen kennenlerne. In 13 Stationen erlebt sie die Facetten des menschlichen Daseins. Dabei bleibt sie nicht nur Beobachterin der irdischen Nöte, sondern lernt jene auch an der eigenen Haut kennen. Ein Offizier wartet ewig auf seine angebetete Braut Viktoria - bis seine Haare ergraut sind. Einen Advokaten muss sie trösten, weil er nicht promoviert wurde. Im Glauben, dass die Liebe alles überwinden kann, heiratet sie ihn. Allerdings scheitert sie bald an ihrem Idealismus, denn der armselige Alltag nimmt ihr die Luft zum Atmen. Sie verlässt Mann und Kind.

Eine Tür, hinter der man die Lösung für das Welträtsel vermutet, wird geöffnet. Es befindet sich nichts hinter ihr. Von einem Dichter nimmt sie eine Klageschrift über die leidende Menschheit entgegen, schüttelt den Staub von dieser Erde und verschwindet in den Flammen des wachsenden Schlosses. Ihr Fazit: „Es ist schade um die Menschen!“ Mit Ein Traumspiel (1907) versuchte Strindberg, „die unzusammenhängende, aber scheinbar logische Form des Traumes nachzubilden“. Das Stück ist stark geprägt von buddhistischen Ideen, also Fragen nach dem Sinn des menschlichen Leidens, und danach, inwieweit unsere Welt überhaupt existiert oder nur Schein bzw. ein Traum ist. Aber auch christliche Motive wurden verarbeitet: so erinnert die zentrale Figur des Stücks, die die Erde durchwandert, um das Leid der Menschen zu verstehen, an Jesus Christus. Darüber hinaus sind auch Anklänge an die Philosophie Arthur Schopenhauers zu finden. Das Rätsel der Welt bleibt am Ende allerdings ungelöst und ein Panoptikum verschiedener religiöser und philosophischer Ideen nebeneinander stehen.


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