Stadttheater Frth, Foto: Thomas Langer
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Stadttheater Fürth

Stadttheater Fürth, Foto: Thomas Langer
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90762 Fürth
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Die bitteren Tränen der Petra von Kant

Rainer Werner Fassbinder
Stadttheater Fürth
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	Rainer Werner Fassbinder (1946-1982) gehörte zu den produktivsten Film- und Theatermachern der Nachkriegszeit. Trotz seines frühen Tods hinterließ er etwa 40 Kino- und Fernsehfilme, aber auch rund ein dutzend Theaterstücke, die er selbst als sein wichtigstes Experimentierfeld bezeichnete. In seinem 1971 entstandenen Kammerspiel "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" seziert Fassbinder auf eindringliche Weise die Dynamik von Liebe und Begehren und enthüllt die in jeder Beziehung verborgenen Macht- und Unterdrückungsstrukturen.<br />
	Die geschiedene Modeschöpferin Petra von Kant ist trotz kreativem Beruf, Erfolg und Geld im Kern einsam geblieben. Einzig Marlene, ihre Bedienstete, teilt ihr Leben in strikter Selbstdisziplin. Doch Petra bringt ihr nichts als Demütigungen entgegen. Als Petra das junge Model Karin kennenlernt, verändert sich alles. Mit Luxus und der Aussicht auf beruflichen Erfolg versucht sie, Karin zu halten. Das berechnende Mannequin hat aber seine eigenen Vorstellungen von Liebe, Beruf und Zukunft. Nach der Trennung flüchtet sich Petra in den Alkohol. Nichts kann von Kant einen Halt geben, schon gar nicht die Familie, die zu ihrem Geburtstag auftaucht. Angeekelt muss sie erkennen, dass ihr glamouröses Leben nichts als ein kalter Kosmos von Abhängigkeiten ist.<br />
	Besonders in der radikalen Beziehung zu Marlene versinnbildlicht Fassbinder die unmenschliche Form von Ausbeutung, bei der man in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft wieder angekommen ist. Petra denkt zum Schluss um. Gibt es einen Weg in eine bessere Welt?</p>

Rainer Werner Fassbinder (1946-1982) gehörte zu den produktivsten Film- und Theatermachern der Nachkriegszeit. Trotz seines frühen Tods hinterließ er etwa 40 Kino- und Fernsehfilme, aber auch rund ein dutzend Theaterstücke, die er selbst als sein wichtigstes Experimentierfeld bezeichnete. In seinem 1971 entstandenen Kammerspiel "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" seziert Fassbinder auf eindringliche Weise die Dynamik von Liebe und Begehren und enthüllt die in jeder Beziehung verborgenen Macht- und Unterdrückungsstrukturen.
Die geschiedene Modeschöpferin Petra von Kant ist trotz kreativem Beruf, Erfolg und Geld im Kern einsam geblieben. Einzig Marlene, ihre Bedienstete, teilt ihr Leben in strikter Selbstdisziplin. Doch Petra bringt ihr nichts als Demütigungen entgegen. Als Petra das junge Model Karin kennenlernt, verändert sich alles. Mit Luxus und der Aussicht auf beruflichen Erfolg versucht sie, Karin zu halten. Das berechnende Mannequin hat aber seine eigenen Vorstellungen von Liebe, Beruf und Zukunft. Nach der Trennung flüchtet sich Petra in den Alkohol. Nichts kann von Kant einen Halt geben, schon gar nicht die Familie, die zu ihrem Geburtstag auftaucht. Angeekelt muss sie erkennen, dass ihr glamouröses Leben nichts als ein kalter Kosmos von Abhängigkeiten ist.
Besonders in der radikalen Beziehung zu Marlene versinnbildlicht Fassbinder die unmenschliche Form von Ausbeutung, bei der man in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft wieder angekommen ist. Petra denkt zum Schluss um. Gibt es einen Weg in eine bessere Welt?


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Inhalt


Rainer Werner Fassbinder (1946-1982) gehörte zu den produktivsten Film- und Theatermachern der Nachkriegszeit. Trotz seines frühen Tods hinterließ er etwa 40 Kino- und Fernsehfilme, aber auch rund ein dutzend Theaterstücke, die er selbst als sein wichtigstes Experimentierfeld bezeichnete. In seinem 1971 entstandenen Kammerspiel "Die bitteren Tränen der Petra von Kant" seziert Fassbinder auf eindringliche Weise die Dynamik von Liebe und Begehren und enthüllt die in jeder Beziehung verborgenen Macht- und Unterdrückungsstrukturen.

Die geschiedene Modeschöpferin Petra von Kant ist trotz kreativem Beruf, Erfolg und Geld im Kern einsam geblieben. Einzig Marlene, ihre Bedienstete, teilt ihr Leben in strikter Selbstdisziplin. Doch Petra bringt ihr nichts als Demütigungen entgegen. Als Petra das junge Model Karin kennenlernt, verändert sich alles. Mit Luxus und der Aussicht auf beruflichen Erfolg versucht sie, Karin zu halten. Das berechnende Mannequin hat aber seine eigenen Vorstellungen von Liebe, Beruf und Zukunft. Nach der Trennung flüchtet sich Petra in den Alkohol. Nichts kann von Kant einen Halt geben, schon gar nicht die Familie, die zu ihrem Geburtstag auftaucht. Angeekelt muss sie erkennen, dass ihr glamouröses Leben nichts als ein kalter Kosmos von Abhängigkeiten ist.

Besonders in der radikalen Beziehung zu Marlene versinnbildlicht Fassbinder die unmenschliche Form von Ausbeutung, bei der man in der heutigen kapitalistischen Gesellschaft wieder angekommen ist. Petra denkt zum Schluss um. Gibt es einen Weg in eine bessere Welt?


Besetzung
Inszenierung: Barish Karademir
Ausstattung: Angela Loewen