Staatstheater Oldenburg, Foto: Andreas Etter
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Staatstheater Oldenburg

Staatstheater Oldenburg, Foto: Andreas Etter
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Theaterwall 28
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 2225 111
Homepage

Spielplan

Emilia Galotti

Gotthold Ephraim Lessing
Kleines Haus
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	„Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättert." Gotthold Ephraim Lessing lässt in seinem bürgerlichen Trauerspiel adelige Dekadenz und Willkürherrschaft auf das neue, aufgeklärte Moral- und Liebesverständnis des Bürgertums treffen.<br />
	Seit ihrer ersten Begegnung ist der Prinz von Gustalla besessen von der Idee, die junge Emilia Galotti zu seiner Geliebten zu machen. Der verschlagene Kammerherr Marinelli soll ihm dabei helfen, Emilias bevorstehende Verlobung mit dem Grafen Appiani zu vereiteln. Durch eine Intrige Marinellis gelingt es dem Prinzen, Emilia auf seinem Schloss in seine Gewalt zu bringen. Emilia durchschaut erst nach und nach das grausame Spiel bei Hofe, in das sie hineingeraten ist. Zur gleichen Zeit trifft die ehemalige Mätresse des Prinzen, Gräfin Orsina, am Hof ein. Orsina liebt den Prinzen noch immer. Während sie alles daran setzt, ihn zurückzugewinnen, versucht Emilia standhaft zu bleiben gegen die Verführung des Prinzen und gegen ihr eigenes Begehren.<br />
	Die bürgerlichen Werte, welche in Lessings Trauerspiel radikal gegen die höfische Willkürherrschaft verteidigt werden, sind im Zuge der Postmoderne unwiderruflich ins Wanken geraten. Lessings Tragödie von 1772 um ein Bürgermädchen, das bis zum Letzten ihre Tugend gegen den machiavellistisch-erotischen Besitzanspruch des Prinzen verteidigt, widersetzt sich einer direkten Übertragung auf das Hier und Heute und bezieht aus gerade diesem Spannungsfeld seine Kraft.</p>

„Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättert." Gotthold Ephraim Lessing lässt in seinem bürgerlichen Trauerspiel adelige Dekadenz und Willkürherrschaft auf das neue, aufgeklärte Moral- und Liebesverständnis des Bürgertums treffen.
Seit ihrer ersten Begegnung ist der Prinz von Gustalla besessen von der Idee, die junge Emilia Galotti zu seiner Geliebten zu machen. Der verschlagene Kammerherr Marinelli soll ihm dabei helfen, Emilias bevorstehende Verlobung mit dem Grafen Appiani zu vereiteln. Durch eine Intrige Marinellis gelingt es dem Prinzen, Emilia auf seinem Schloss in seine Gewalt zu bringen. Emilia durchschaut erst nach und nach das grausame Spiel bei Hofe, in das sie hineingeraten ist. Zur gleichen Zeit trifft die ehemalige Mätresse des Prinzen, Gräfin Orsina, am Hof ein. Orsina liebt den Prinzen noch immer. Während sie alles daran setzt, ihn zurückzugewinnen, versucht Emilia standhaft zu bleiben gegen die Verführung des Prinzen und gegen ihr eigenes Begehren.
Die bürgerlichen Werte, welche in Lessings Trauerspiel radikal gegen die höfische Willkürherrschaft verteidigt werden, sind im Zuge der Postmoderne unwiderruflich ins Wanken geraten. Lessings Tragödie von 1772 um ein Bürgermädchen, das bis zum Letzten ihre Tugend gegen den machiavellistisch-erotischen Besitzanspruch des Prinzen verteidigt, widersetzt sich einer direkten Übertragung auf das Hier und Heute und bezieht aus gerade diesem Spannungsfeld seine Kraft.


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„Eine Rose gebrochen, ehe der Sturm sie entblättert." Gotthold Ephraim Lessing lässt in seinem bürgerlichen Trauerspiel adelige Dekadenz und Willkürherrschaft auf das neue, aufgeklärte Moral- und Liebesverständnis des Bürgertums treffen.

Seit ihrer ersten Begegnung ist der Prinz von Gustalla besessen von der Idee, die junge Emilia Galotti zu seiner Geliebten zu machen. Der verschlagene Kammerherr Marinelli soll ihm dabei helfen, Emilias bevorstehende Verlobung mit dem Grafen Appiani zu vereiteln. Durch eine Intrige Marinellis gelingt es dem Prinzen, Emilia auf seinem Schloss in seine Gewalt zu bringen. Emilia durchschaut erst nach und nach das grausame Spiel bei Hofe, in das sie hineingeraten ist. Zur gleichen Zeit trifft die ehemalige Mätresse des Prinzen, Gräfin Orsina, am Hof ein. Orsina liebt den Prinzen noch immer. Während sie alles daran setzt, ihn zurückzugewinnen, versucht Emilia standhaft zu bleiben gegen die Verführung des Prinzen und gegen ihr eigenes Begehren.

Die bürgerlichen Werte, welche in Lessings Trauerspiel radikal gegen die höfische Willkürherrschaft verteidigt werden, sind im Zuge der Postmoderne unwiderruflich ins Wanken geraten. Lessings Tragödie von 1772 um ein Bürgermädchen, das bis zum Letzten ihre Tugend gegen den machiavellistisch-erotischen Besitzanspruch des Prinzen verteidigt, widersetzt sich einer direkten Übertragung auf das Hier und Heute und bezieht aus gerade diesem Spannungsfeld seine Kraft.


Besetzung
Regie: Julia Wissert
Bühne: Sandra Materia