Staatstheater Oldenburg, Foto: Andreas Etter
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Staatstheater Oldenburg

Staatstheater Oldenburg, Foto: Andreas Etter
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Theaterwall 28
26122 Oldenburg
Tel.: 0441 2225 111
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Spielplan

Drei Tage in der Hölle

Pavel Prjaschko
Exerzierhalle
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	In Weißrussland zeigt sich der Turbokapitalismus ungeschminkt, durch keine demokratischen Strukturen gezügelt. Man lebt nicht, man überlebt. Und rechnet: ein Museumsbesuch gegen ein Kilo Wurst, neue Kinderschuhe gegen Lebensmittel für zwei Wochen.<br />
	Von den Löhnen kann keiner leben, in der weißrussischen Hauptstadt Minsk: Ein Kilo Fleisch kostet 200.000 weißrussische Rubel. Jeans 1.000.000. Der Durchschnittslohn beträgt 850.000. Die Rente 400.000. Korruption und staatliche Willkür sind an der Tagesordnung. Da entbrennt ein sozial­darwinistisch anmutender Kampf ums Dasein. Jeder streitet um den kleinsten Vorteil, den Letzten beißen die Hunde. Wer sich nicht anpasst, wer auffällt, ist verloren, Entmenschlichung ist vorprogrammiert.<br />
	,Drei Tage in der Hölle‘ zoomt nah heran an die Bewohner von Minsk, lässt uns teilhaben an ihrem täglichen Existenzkampf, an ihren Träumen von einer kleinen Wohnung am Stadtrand und ihrer Hoffnung auf bessere Zeiten. In einer einzigartigen Erzählstruktur schafft Prjaschko eine tragische Dynamik, der man sich nicht entziehen kann, die einem den alltäglichen, banalen Schrecken unter die Haut kriechen lässt. Der weißrussische Autor wurde in Moskau bereits zwei Mal mit dem renommierten Preis Goldene Maske ausgezeichnet und gilt vielen russischen Kritikern als einer der bedeutendsten Dramatiker unserer Zeit. Für das Oldenburgische Staatstheater inszeniert die aus der Ukraine stammende Regisseurin Elina Finkel diese verdichtete Momentaufnahme einer der vergessenen Gegenden Europas.</p>

In Weißrussland zeigt sich der Turbokapitalismus ungeschminkt, durch keine demokratischen Strukturen gezügelt. Man lebt nicht, man überlebt. Und rechnet: ein Museumsbesuch gegen ein Kilo Wurst, neue Kinderschuhe gegen Lebensmittel für zwei Wochen.
Von den Löhnen kann keiner leben, in der weißrussischen Hauptstadt Minsk: Ein Kilo Fleisch kostet 200.000 weißrussische Rubel. Jeans 1.000.000. Der Durchschnittslohn beträgt 850.000. Die Rente 400.000. Korruption und staatliche Willkür sind an der Tagesordnung. Da entbrennt ein sozial­darwinistisch anmutender Kampf ums Dasein. Jeder streitet um den kleinsten Vorteil, den Letzten beißen die Hunde. Wer sich nicht anpasst, wer auffällt, ist verloren, Entmenschlichung ist vorprogrammiert.
,Drei Tage in der Hölle‘ zoomt nah heran an die Bewohner von Minsk, lässt uns teilhaben an ihrem täglichen Existenzkampf, an ihren Träumen von einer kleinen Wohnung am Stadtrand und ihrer Hoffnung auf bessere Zeiten. In einer einzigartigen Erzählstruktur schafft Prjaschko eine tragische Dynamik, der man sich nicht entziehen kann, die einem den alltäglichen, banalen Schrecken unter die Haut kriechen lässt. Der weißrussische Autor wurde in Moskau bereits zwei Mal mit dem renommierten Preis Goldene Maske ausgezeichnet und gilt vielen russischen Kritikern als einer der bedeutendsten Dramatiker unserer Zeit. Für das Oldenburgische Staatstheater inszeniert die aus der Ukraine stammende Regisseurin Elina Finkel diese verdichtete Momentaufnahme einer der vergessenen Gegenden Europas.


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Inhalt


In Weißrussland zeigt sich der Turbokapitalismus ungeschminkt, durch keine demokratischen Strukturen gezügelt. Man lebt nicht, man überlebt. Und rechnet: ein Museumsbesuch gegen ein Kilo Wurst, neue Kinderschuhe gegen Lebensmittel für zwei Wochen.

Von den Löhnen kann keiner leben, in der weißrussischen Hauptstadt Minsk: Ein Kilo Fleisch kostet 200.000 weißrussische Rubel. Jeans 1.000.000. Der Durchschnittslohn beträgt 850.000. Die Rente 400.000. Korruption und staatliche Willkür sind an der Tagesordnung. Da entbrennt ein sozial­darwinistisch anmutender Kampf ums Dasein. Jeder streitet um den kleinsten Vorteil, den Letzten beißen die Hunde. Wer sich nicht anpasst, wer auffällt, ist verloren, Entmenschlichung ist vorprogrammiert.

,Drei Tage in der Hölle‘ zoomt nah heran an die Bewohner von Minsk, lässt uns teilhaben an ihrem täglichen Existenzkampf, an ihren Träumen von einer kleinen Wohnung am Stadtrand und ihrer Hoffnung auf bessere Zeiten. In einer einzigartigen Erzählstruktur schafft Prjaschko eine tragische Dynamik, der man sich nicht entziehen kann, die einem den alltäglichen, banalen Schrecken unter die Haut kriechen lässt. Der weißrussische Autor wurde in Moskau bereits zwei Mal mit dem renommierten Preis Goldene Maske ausgezeichnet und gilt vielen russischen Kritikern als einer der bedeutendsten Dramatiker unserer Zeit. Für das Oldenburgische Staatstheater inszeniert die aus der Ukraine stammende Regisseurin Elina Finkel diese verdichtete Momentaufnahme einer der vergessenen Gegenden Europas.


Besetzung
Regie: Elina Finkel