Staatstheater Nürnberg, Foto: Ludwig Olah
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Staatstheater Nürnberg

Foto: Marion Bührle
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Oper Die Zauberflöte, Foto: Ludwig Olah
Oper Die Zauberflöte, Foto: Ludwig Olah

Richard Wagner Pl. 2-10
90443 Nürnberg
Tel.: 0911 231 3575
Homepage

Spielplan

Siegfried

Richard Wagner
Staatstheater Nürnberg Opernhaus
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	Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen, handelt der dritte Teil von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. In „Das Rheingold“ hatte der Nibelung Alberich den Rheintöchtern ihren Schatz gestohlen und daraus den Ring geschmiedet, der ihn zum Herrscher der Welt machen sollte. Nachdem Wotan ihm Ring und Schatz geraubt und damit seine Schulden bei den Riesen Fasolt und Fafner bezahlt hatte, verfluchte Alberich den Ring. Wotan baut nun eine Armee von toten Helden auf, um zu verhindern, dass Alberich den Ring wieder in die Hände bekommt. Und er zeugt das Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde, das in „Die Walküre“ Wotans Werkzeug im Kampf um den Ring sein soll. Doch Wotan entgleiten die Dinge: Seine Frau Fricka zwingt ihn, den eigenen Sohn zu opfern, seine Lieblingstochter Brünnhilde verweigert den Gehorsam und wird zur Strafe in Schlaf versenkt.<br />
	In „Siegfried“ wächst nun der Sohn Siegmunds und Sieglindes in einem Wald am Rande der Welt bei Alberichs Bruder Mime auf. Siegfried hasst seinen Ziehvater, doch der hofft, dass der furchtlose Knabe für ihn Fafner tötet, damit er selbst an den Ring und damit an die Macht über die Welt gelangt. Vor der Höhle Fafners, der Gold und Ring besitzt, ohne deren Macht auszunutzen, belauern sich Wotan und Alberich wie in einem Stellungskrieg – bis Siegfried voller naivem Tatendrang Fafner tötet, in seinem Blut badet und den Ring an sich nimmt. Als sich Wotan ihm in den Weg stellt, zerschlägt er dessen Speer.<br />
	Nach den großen politischen Themen der ersten beiden Teile wirkt „Siegfried“ beinahe wie ein Märchen mit komödiantischen Zügen. Vor allem der erste Aufzug mit dem jungen Siegfried als aufsässigem Jugendlichen, der gegen den verhassten Ziehvater Mime rebelliert und seinen Weg in die Welt machen will, trägt Züge von grotesker Komik. Erst im dritten Aufzug, in dem Wotan erneut die allwissende Erda befragt und Siegfried in den Feuerkreis um die gefallene Walküre Brünnhilde eindringt, nimmt Wagner die Fäden der großen „Ring“-Tragödie wieder auf. Umso enger sind dagegen die musikalischen Verbindungen mit den beiden vorangegangenen Teilen, etwa wenn in Mimes Schmiedehütte die Motivwelt Nibelheims aus „Das Rheingold“ neu entsteht. Fast sieben Jahre hat Richard Wagner die Partitur des „Siegfried“ nach der Vollendung des zweiten Aufzugs beiseitegelegt und in der Zeit der Unterbrechung „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ komponiert. Als er 1864 die Komposition des „Siegfried“ wieder aufnahm, hatte er seinen Stil deutlich weiterentwickelt. Seine Uraufführung erlebte „Siegfried“ bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876, bei denen „Der Ring des Nibelungen“ zum ersten Mal vollständig gespielt wurde.<br />
	Mit „Siegfried“ setzt das Staatstheater Nürnberg die Neuproduktion der Tetralogie in der Inszenierung von Georg Schmiedleitner und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Marcus Bosch fort. Die von den Menschen zerstörte Natur und der Kampf um ihre Ressourcen sind die großen Themen, die Schmiedleitner mit seinem Ausstattungsteam, Stefan Brandtmayr und Alfred Mayerhofer, in „Der Ring des Nibelungen“ erzählt. Während in „Das Rheingold“ die Grundlagen dieses Kampfes geschaffen werden und „Die Walküre“ vor allem von Wotans scheiternden Plänen erzählt, zeigt „Siegfried“ eine Welt des erbarmungslosen Kampfes aller gegen alle. Mit dem furchtlosen Siegfried, der von den Göttern nichts weiß, betritt zugleich die neue Kraft eines „freien“ Menschen den Kampfplatz, der seine Interessen rücksichtslos durchsetzt. Die Herrschaft der Götter ist zu Ende, von nun an übernehmen die Menschen die Herrschaft über die Welt.</p>

Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen, handelt der dritte Teil von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. In „Das Rheingold“ hatte der Nibelung Alberich den Rheintöchtern ihren Schatz gestohlen und daraus den Ring geschmiedet, der ihn zum Herrscher der Welt machen sollte. Nachdem Wotan ihm Ring und Schatz geraubt und damit seine Schulden bei den Riesen Fasolt und Fafner bezahlt hatte, verfluchte Alberich den Ring. Wotan baut nun eine Armee von toten Helden auf, um zu verhindern, dass Alberich den Ring wieder in die Hände bekommt. Und er zeugt das Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde, das in „Die Walküre“ Wotans Werkzeug im Kampf um den Ring sein soll. Doch Wotan entgleiten die Dinge: Seine Frau Fricka zwingt ihn, den eigenen Sohn zu opfern, seine Lieblingstochter Brünnhilde verweigert den Gehorsam und wird zur Strafe in Schlaf versenkt.
In „Siegfried“ wächst nun der Sohn Siegmunds und Sieglindes in einem Wald am Rande der Welt bei Alberichs Bruder Mime auf. Siegfried hasst seinen Ziehvater, doch der hofft, dass der furchtlose Knabe für ihn Fafner tötet, damit er selbst an den Ring und damit an die Macht über die Welt gelangt. Vor der Höhle Fafners, der Gold und Ring besitzt, ohne deren Macht auszunutzen, belauern sich Wotan und Alberich wie in einem Stellungskrieg – bis Siegfried voller naivem Tatendrang Fafner tötet, in seinem Blut badet und den Ring an sich nimmt. Als sich Wotan ihm in den Weg stellt, zerschlägt er dessen Speer.
Nach den großen politischen Themen der ersten beiden Teile wirkt „Siegfried“ beinahe wie ein Märchen mit komödiantischen Zügen. Vor allem der erste Aufzug mit dem jungen Siegfried als aufsässigem Jugendlichen, der gegen den verhassten Ziehvater Mime rebelliert und seinen Weg in die Welt machen will, trägt Züge von grotesker Komik. Erst im dritten Aufzug, in dem Wotan erneut die allwissende Erda befragt und Siegfried in den Feuerkreis um die gefallene Walküre Brünnhilde eindringt, nimmt Wagner die Fäden der großen „Ring“-Tragödie wieder auf. Umso enger sind dagegen die musikalischen Verbindungen mit den beiden vorangegangenen Teilen, etwa wenn in Mimes Schmiedehütte die Motivwelt Nibelheims aus „Das Rheingold“ neu entsteht. Fast sieben Jahre hat Richard Wagner die Partitur des „Siegfried“ nach der Vollendung des zweiten Aufzugs beiseitegelegt und in der Zeit der Unterbrechung „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ komponiert. Als er 1864 die Komposition des „Siegfried“ wieder aufnahm, hatte er seinen Stil deutlich weiterentwickelt. Seine Uraufführung erlebte „Siegfried“ bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876, bei denen „Der Ring des Nibelungen“ zum ersten Mal vollständig gespielt wurde.
Mit „Siegfried“ setzt das Staatstheater Nürnberg die Neuproduktion der Tetralogie in der Inszenierung von Georg Schmiedleitner und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Marcus Bosch fort. Die von den Menschen zerstörte Natur und der Kampf um ihre Ressourcen sind die großen Themen, die Schmiedleitner mit seinem Ausstattungsteam, Stefan Brandtmayr und Alfred Mayerhofer, in „Der Ring des Nibelungen“ erzählt. Während in „Das Rheingold“ die Grundlagen dieses Kampfes geschaffen werden und „Die Walküre“ vor allem von Wotans scheiternden Plänen erzählt, zeigt „Siegfried“ eine Welt des erbarmungslosen Kampfes aller gegen alle. Mit dem furchtlosen Siegfried, der von den Göttern nichts weiß, betritt zugleich die neue Kraft eines „freien“ Menschen den Kampfplatz, der seine Interessen rücksichtslos durchsetzt. Die Herrschaft der Götter ist zu Ende, von nun an übernehmen die Menschen die Herrschaft über die Welt.


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Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen, handelt der dritte Teil von Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“. In „Das Rheingold“ hatte der Nibelung Alberich den Rheintöchtern ihren Schatz gestohlen und daraus den Ring geschmiedet, der ihn zum Herrscher der Welt machen sollte. Nachdem Wotan ihm Ring und Schatz geraubt und damit seine Schulden bei den Riesen Fasolt und Fafner bezahlt hatte, verfluchte Alberich den Ring. Wotan baut nun eine Armee von toten Helden auf, um zu verhindern, dass Alberich den Ring wieder in die Hände bekommt. Und er zeugt das Geschwisterpaar Siegmund und Sieglinde, das in „Die Walküre“ Wotans Werkzeug im Kampf um den Ring sein soll. Doch Wotan entgleiten die Dinge: Seine Frau Fricka zwingt ihn, den eigenen Sohn zu opfern, seine Lieblingstochter Brünnhilde verweigert den Gehorsam und wird zur Strafe in Schlaf versenkt.

In „Siegfried“ wächst nun der Sohn Siegmunds und Sieglindes in einem Wald am Rande der Welt bei Alberichs Bruder Mime auf. Siegfried hasst seinen Ziehvater, doch der hofft, dass der furchtlose Knabe für ihn Fafner tötet, damit er selbst an den Ring und damit an die Macht über die Welt gelangt. Vor der Höhle Fafners, der Gold und Ring besitzt, ohne deren Macht auszunutzen, belauern sich Wotan und Alberich wie in einem Stellungskrieg – bis Siegfried voller naivem Tatendrang Fafner tötet, in seinem Blut badet und den Ring an sich nimmt. Als sich Wotan ihm in den Weg stellt, zerschlägt er dessen Speer.

Nach den großen politischen Themen der ersten beiden Teile wirkt „Siegfried“ beinahe wie ein Märchen mit komödiantischen Zügen. Vor allem der erste Aufzug mit dem jungen Siegfried als aufsässigem Jugendlichen, der gegen den verhassten Ziehvater Mime rebelliert und seinen Weg in die Welt machen will, trägt Züge von grotesker Komik. Erst im dritten Aufzug, in dem Wotan erneut die allwissende Erda befragt und Siegfried in den Feuerkreis um die gefallene Walküre Brünnhilde eindringt, nimmt Wagner die Fäden der großen „Ring“-Tragödie wieder auf. Umso enger sind dagegen die musikalischen Verbindungen mit den beiden vorangegangenen Teilen, etwa wenn in Mimes Schmiedehütte die Motivwelt Nibelheims aus „Das Rheingold“ neu entsteht. Fast sieben Jahre hat Richard Wagner die Partitur des „Siegfried“ nach der Vollendung des zweiten Aufzugs beiseitegelegt und in der Zeit der Unterbrechung „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ komponiert. Als er 1864 die Komposition des „Siegfried“ wieder aufnahm, hatte er seinen Stil deutlich weiterentwickelt. Seine Uraufführung erlebte „Siegfried“ bei den ersten Bayreuther Festspielen 1876, bei denen „Der Ring des Nibelungen“ zum ersten Mal vollständig gespielt wurde.

Mit „Siegfried“ setzt das Staatstheater Nürnberg die Neuproduktion der Tetralogie in der Inszenierung von Georg Schmiedleitner und unter der musikalischen Leitung von Generalmusikdirektor Marcus Bosch fort. Die von den Menschen zerstörte Natur und der Kampf um ihre Ressourcen sind die großen Themen, die Schmiedleitner mit seinem Ausstattungsteam, Stefan Brandtmayr und Alfred Mayerhofer, in „Der Ring des Nibelungen“ erzählt. Während in „Das Rheingold“ die Grundlagen dieses Kampfes geschaffen werden und „Die Walküre“ vor allem von Wotans scheiternden Plänen erzählt, zeigt „Siegfried“ eine Welt des erbarmungslosen Kampfes aller gegen alle. Mit dem furchtlosen Siegfried, der von den Göttern nichts weiß, betritt zugleich die neue Kraft eines „freien“ Menschen den Kampfplatz, der seine Interessen rücksichtslos durchsetzt. Die Herrschaft der Götter ist zu Ende, von nun an übernehmen die Menschen die Herrschaft über die Welt.


Besetzung
Musikalische Leitung: Peter Tilling
Regie: Georg Schmiedleitner
Bühne: Stefan Brandtmayr
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Dramaturgie: Kai Weßler