Staatstheater Nürnberg, Foto: Ludwig Olah
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Staatstheater Nürnberg

Foto: Marion Bührle
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Oper Die Zauberflöte, Foto: Ludwig Olah
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Richard Wagner Pl. 2-10
90443 Nürnberg
Tel.: 0911 231 3575
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Nachtasyl / Kinder der Sonne

Maxim Gorki
Staatstheater Nürnberg Schauspielhaus
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	Maxim Gorki (eigentlich Alexei Maximowitsch Peschkow - „der Bittere“) versammelt in seinem Stück „Nachtasyl“ (1902) in ihrer sozialen Lage und Hoffnungslosigkeit vereinte Ausgestoßene und Deklassierte, wie den Wirt Kostylew und seine Frau Wassilissa, den arbeitslosen Schlosser „Zecke“, die Dirne Nastja, den Dieb Pepel, den Skeptiker Satin oder den Pilger Luka. Sie sind ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen. Privilegierte wie der Künstler Wagin, Tierarzt Tschepurnoj oder die reiche Witwe Melanija, die im Hause des Biochemikers Pawel Fjodorowitsch Protassow und seiner Frau Jelena Nikolajewna zusammenkommen, bauen hingegen in „Kinder der Sonne“ (1905) am Bild einer heiteren, strahlenden Zukunft, während sich auf den Straßen der Protest formiert und die Cholera wütet. Wie oder woran die Menschen auch leiden mögen, eines ist im Elendsquartier und im Haus des Chemikers gewiss: dass sie alle von einem erfüllteren und besseren Leben träumen. Egal ob man, wenn vielleicht auch nur temporär, nach unten steigt oder sich aus Langeweile in der „Komfortzone“ im Kreise dreht: Jeder leidet ganz für sich allein. Eine Veränderung - menschlich wie politisch - ist nicht in Sicht. Kein Engagement. Nirgends.<br />
	Im düsteren Meisterwerk „Nachtasyl“ und in der Tragikomödie „Kinder der Sonne“ spiegelt sich Gorkis lebenslange Beschäftigung mit dem zerrissenen Band zwischen Intelligenzija und Volk wider. Beide Gesellschaftsschichten sind verhaftet in ihren eigenen Lebenswelten und unfähig, gemeinsam für eine bessere Welt einzustehen.<br />
	Sascha Hawemann arbeitet seit 2000 als freier Regisseur und inszeniert u. a. am Centraltheater Leipzig, Schauspiel Hannover, Deutschen Theater Berlin, Maxim-Gorki-Theater Berlin und Schauspiel Magdeburg. Er wird nach seinem „furiosen Zugriff“ (Theater der Zeit) auf „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller in der vergangenen Spielzeit nun zwei Stücke des Seelenanalytikers Maxim Gorki an einem Abend inszenieren.</p>

Maxim Gorki (eigentlich Alexei Maximowitsch Peschkow - „der Bittere“) versammelt in seinem Stück „Nachtasyl“ (1902) in ihrer sozialen Lage und Hoffnungslosigkeit vereinte Ausgestoßene und Deklassierte, wie den Wirt Kostylew und seine Frau Wassilissa, den arbeitslosen Schlosser „Zecke“, die Dirne Nastja, den Dieb Pepel, den Skeptiker Satin oder den Pilger Luka. Sie sind ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen. Privilegierte wie der Künstler Wagin, Tierarzt Tschepurnoj oder die reiche Witwe Melanija, die im Hause des Biochemikers Pawel Fjodorowitsch Protassow und seiner Frau Jelena Nikolajewna zusammenkommen, bauen hingegen in „Kinder der Sonne“ (1905) am Bild einer heiteren, strahlenden Zukunft, während sich auf den Straßen der Protest formiert und die Cholera wütet. Wie oder woran die Menschen auch leiden mögen, eines ist im Elendsquartier und im Haus des Chemikers gewiss: dass sie alle von einem erfüllteren und besseren Leben träumen. Egal ob man, wenn vielleicht auch nur temporär, nach unten steigt oder sich aus Langeweile in der „Komfortzone“ im Kreise dreht: Jeder leidet ganz für sich allein. Eine Veränderung - menschlich wie politisch - ist nicht in Sicht. Kein Engagement. Nirgends.
Im düsteren Meisterwerk „Nachtasyl“ und in der Tragikomödie „Kinder der Sonne“ spiegelt sich Gorkis lebenslange Beschäftigung mit dem zerrissenen Band zwischen Intelligenzija und Volk wider. Beide Gesellschaftsschichten sind verhaftet in ihren eigenen Lebenswelten und unfähig, gemeinsam für eine bessere Welt einzustehen.
Sascha Hawemann arbeitet seit 2000 als freier Regisseur und inszeniert u. a. am Centraltheater Leipzig, Schauspiel Hannover, Deutschen Theater Berlin, Maxim-Gorki-Theater Berlin und Schauspiel Magdeburg. Er wird nach seinem „furiosen Zugriff“ (Theater der Zeit) auf „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller in der vergangenen Spielzeit nun zwei Stücke des Seelenanalytikers Maxim Gorki an einem Abend inszenieren.


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Maxim Gorki (eigentlich Alexei Maximowitsch Peschkow - „der Bittere“) versammelt in seinem Stück „Nachtasyl“ (1902) in ihrer sozialen Lage und Hoffnungslosigkeit vereinte Ausgestoßene und Deklassierte, wie den Wirt Kostylew und seine Frau Wassilissa, den arbeitslosen Schlosser „Zecke“, die Dirne Nastja, den Dieb Pepel, den Skeptiker Satin oder den Pilger Luka. Sie sind ganz unten auf der sozialen Leiter angekommen. Privilegierte wie der Künstler Wagin, Tierarzt Tschepurnoj oder die reiche Witwe Melanija, die im Hause des Biochemikers Pawel Fjodorowitsch Protassow und seiner Frau Jelena Nikolajewna zusammenkommen, bauen hingegen in „Kinder der Sonne“ (1905) am Bild einer heiteren, strahlenden Zukunft, während sich auf den Straßen der Protest formiert und die Cholera wütet. Wie oder woran die Menschen auch leiden mögen, eines ist im Elendsquartier und im Haus des Chemikers gewiss: dass sie alle von einem erfüllteren und besseren Leben träumen. Egal ob man, wenn vielleicht auch nur temporär, nach unten steigt oder sich aus Langeweile in der „Komfortzone“ im Kreise dreht: Jeder leidet ganz für sich allein. Eine Veränderung - menschlich wie politisch - ist nicht in Sicht. Kein Engagement. Nirgends.

Im düsteren Meisterwerk „Nachtasyl“ und in der Tragikomödie „Kinder der Sonne“ spiegelt sich Gorkis lebenslange Beschäftigung mit dem zerrissenen Band zwischen Intelligenzija und Volk wider. Beide Gesellschaftsschichten sind verhaftet in ihren eigenen Lebenswelten und unfähig, gemeinsam für eine bessere Welt einzustehen.

Sascha Hawemann arbeitet seit 2000 als freier Regisseur und inszeniert u. a. am Centraltheater Leipzig, Schauspiel Hannover, Deutschen Theater Berlin, Maxim-Gorki-Theater Berlin und Schauspiel Magdeburg. Er wird nach seinem „furiosen Zugriff“ (Theater der Zeit) auf „Tod eines Handlungsreisenden“ von Arthur Miller in der vergangenen Spielzeit nun zwei Stücke des Seelenanalytikers Maxim Gorki an einem Abend inszenieren.


Besetzung
Regie / Inszenierung: Sascha Hawemann
Bühnenbild: Wolf Gutjahr
Kostüme: Hildegard Altmeyer
Dramaturgie: Katja Prussas