Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
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Staatstheater Kassel

Staatstheater Kassel, Foto: N. Klinger
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Hänsel und Gretel, Foto: N. Klinger
Hänsel und Gretel, Foto: N. Klinger

Friedrichsplatz 15
34117 Kassel
Tel.: 0561 10 940
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Restmüll

Ko van den Bosch
TIF
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	Eines Tages waren die Eltern einfach verschwunden, Gustaf und Boris allein. Plötzlich mussten die Brüder alleine zurechtkommen, ohne zu erfahren, was eigentlich geschehen war. Jetzt wühlt Boris, der Kleinere, täglich im Müll der Umgebung und sucht nach einer Spur, die zu den Eltern führt. Gustaf hingegen, vernünftig wie er als Älterer ist, hat die Hoffnung aufgegeben. Er fügt sich - wenn auch widerwillig - in sein Schicksal, die Verantwortung für seinen Bruder zu tragen. Obwohl er selbst noch ein Kind ist. Obwohl er ihn manchmal so unglaublich dumm findet, den Boris.<br />
	GUSTAF: Unsere Eltern haben sich ohne Pauken und Trompeten davon gemacht.<br />
	BORIS: Schrecklich! Wir sind doch noch Kinder?<br />
	GUSTAF: Deshalb bin ich schon mal erwachsen geworden.<br />
	Aber so ist ihr Leben jetzt nun mal - bis sie eines Tages in das Innere ihres Sofas gesogen werden! Dort stoßen die Brüder auf einen extrem merkwürdigen Kerl, der sich dort häuslich eingerichtet hat. Ihr Vater! Nachdem die Mutter ums Leben gekommen ist, hat er sich ins Sofa verkrochen. Weil er nicht wusste, wohin mit all dem Schmerz, all der Wut, all der Trauer. Er hat sich versteckt, voller Schuldgefühle, aus Angst vor Überforderung und vor der Welt im Allgemeinen. Auch ein Vater ist eben nur ein Mensch, der manchmal einfach nicht weiter weiß. Können Gustav und Boris ihn davon überzeugen, dass ein Leben in der Realität mit all seinen Problemen trotzdem einem einsamen Schattendasein im Zufluchtsort Sofa vorzuziehen ist?<br />
	Restmüll lebt von einem oft irrwitzigen Realismus und von seinem absurden Humor - in Sprache, Bild und Story, ebenso frech wie sensibel.<br />
	Der niederländische Autor Ko van den Bosch (geb.1958) gründete 1984 die Theatergruppe »Alex d’Electrique«. Er betätigt sich als Schauspieler, Bühnenbildner und Autor zahlreicher Bühnenstücke.</p>

Eines Tages waren die Eltern einfach verschwunden, Gustaf und Boris allein. Plötzlich mussten die Brüder alleine zurechtkommen, ohne zu erfahren, was eigentlich geschehen war. Jetzt wühlt Boris, der Kleinere, täglich im Müll der Umgebung und sucht nach einer Spur, die zu den Eltern führt. Gustaf hingegen, vernünftig wie er als Älterer ist, hat die Hoffnung aufgegeben. Er fügt sich - wenn auch widerwillig - in sein Schicksal, die Verantwortung für seinen Bruder zu tragen. Obwohl er selbst noch ein Kind ist. Obwohl er ihn manchmal so unglaublich dumm findet, den Boris.
GUSTAF: Unsere Eltern haben sich ohne Pauken und Trompeten davon gemacht.
BORIS: Schrecklich! Wir sind doch noch Kinder?
GUSTAF: Deshalb bin ich schon mal erwachsen geworden.
Aber so ist ihr Leben jetzt nun mal - bis sie eines Tages in das Innere ihres Sofas gesogen werden! Dort stoßen die Brüder auf einen extrem merkwürdigen Kerl, der sich dort häuslich eingerichtet hat. Ihr Vater! Nachdem die Mutter ums Leben gekommen ist, hat er sich ins Sofa verkrochen. Weil er nicht wusste, wohin mit all dem Schmerz, all der Wut, all der Trauer. Er hat sich versteckt, voller Schuldgefühle, aus Angst vor Überforderung und vor der Welt im Allgemeinen. Auch ein Vater ist eben nur ein Mensch, der manchmal einfach nicht weiter weiß. Können Gustav und Boris ihn davon überzeugen, dass ein Leben in der Realität mit all seinen Problemen trotzdem einem einsamen Schattendasein im Zufluchtsort Sofa vorzuziehen ist?
Restmüll lebt von einem oft irrwitzigen Realismus und von seinem absurden Humor - in Sprache, Bild und Story, ebenso frech wie sensibel.
Der niederländische Autor Ko van den Bosch (geb.1958) gründete 1984 die Theatergruppe »Alex d’Electrique«. Er betätigt sich als Schauspieler, Bühnenbildner und Autor zahlreicher Bühnenstücke.


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Inhalt


Eines Tages waren die Eltern einfach verschwunden, Gustaf und Boris allein. Plötzlich mussten die Brüder alleine zurechtkommen, ohne zu erfahren, was eigentlich geschehen war. Jetzt wühlt Boris, der Kleinere, täglich im Müll der Umgebung und sucht nach einer Spur, die zu den Eltern führt. Gustaf hingegen, vernünftig wie er als Älterer ist, hat die Hoffnung aufgegeben. Er fügt sich - wenn auch widerwillig - in sein Schicksal, die Verantwortung für seinen Bruder zu tragen. Obwohl er selbst noch ein Kind ist. Obwohl er ihn manchmal so unglaublich dumm findet, den Boris.

GUSTAF: Unsere Eltern haben sich ohne Pauken und Trompeten davon gemacht.

BORIS: Schrecklich! Wir sind doch noch Kinder?

GUSTAF: Deshalb bin ich schon mal erwachsen geworden.

Aber so ist ihr Leben jetzt nun mal - bis sie eines Tages in das Innere ihres Sofas gesogen werden! Dort stoßen die Brüder auf einen extrem merkwürdigen Kerl, der sich dort häuslich eingerichtet hat. Ihr Vater! Nachdem die Mutter ums Leben gekommen ist, hat er sich ins Sofa verkrochen. Weil er nicht wusste, wohin mit all dem Schmerz, all der Wut, all der Trauer. Er hat sich versteckt, voller Schuldgefühle, aus Angst vor Überforderung und vor der Welt im Allgemeinen. Auch ein Vater ist eben nur ein Mensch, der manchmal einfach nicht weiter weiß. Können Gustav und Boris ihn davon überzeugen, dass ein Leben in der Realität mit all seinen Problemen trotzdem einem einsamen Schattendasein im Zufluchtsort Sofa vorzuziehen ist?

Restmüll lebt von einem oft irrwitzigen Realismus und von seinem absurden Humor - in Sprache, Bild und Story, ebenso frech wie sensibel.

Der niederländische Autor Ko van den Bosch (geb.1958) gründete 1984 die Theatergruppe »Alex d’Electrique«. Er betätigt sich als Schauspieler, Bühnenbildner und Autor zahlreicher Bühnenstücke.


Besetzung
Empfohlen ab 7 Jahren
Inszenierung: Dieter Klinge
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Dramaturgie: Dieter Klinge