Staatstheater Braunschweig, Foto: Stefan Koch
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Staatstheater Braunschweig

Foto: Stefan Koch
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Salut Salon (Foto: Frank Eidel)
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Am Theater
38100 Braunschweig
Tel.: 0531 12340
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Peer Gynt

Werner Egk
Staatstheater Braunschweig
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	»Ich tu’, was ich will« lautet die egoistische Maxime des Träumers und Phantasten Peer Gynt. Sein Ziel ist es, Reichtum anzusammeln und schließlich Kaiser der Welt zu werden. So begibt er sich auf eine Reise um die Welt und trifft bald auf die zynischen, amoralischen Trolle und ihre ständig in neuen Gestalten auftauchenden Anführer. Er kann sich deren Manipulation nicht entziehen und wird selbst immer skrupelloser und unmenschlicher. Seine Reise entpuppt sich schließlich als Suche nach dem Sinn der eigenen Existenz. Aber nur die aufrichtige Liebe Solveigs und Gedanken der Reue können Peer Gynt aus den Verstrickungen befreien und ihm Ruhe schenken.<br />
	Werner Egk dirigierte persönlich die Uraufführung an der Berliner Staatsoper 1938. Bis dato von den nationalsozialistischen Machthabern als Komponist u. a. für seine »Olympische Festmusik« gefeiert, sorgte »Peer Gynt« für Uneinigkeit. Egk hatte die phantastische Handlung genutzt, um von den Nazis tabuisierte Unterhaltungsmusiken wie Charleston oder Tango anklingen zu lassen, an den Stil Kurt Weills zu erinnern oder verpönte Instrumente wie die gestopfte Trompete oder das Saxophon zu verwenden. Adolf Hitler und Joseph Goebbels allerdings zeigten sich begeistert von dem Werk – dass die Negativwelt der Trolle auch als Abbild nationalsozialistischer Depravierung verstanden werden könne, kam ihnen nicht in den Sinn. Komponist wie Werk markieren einen Grenzfall zwischen Anpassung und Widerstand, der die Auseinandersetzung lohnt.</p>

»Ich tu’, was ich will« lautet die egoistische Maxime des Träumers und Phantasten Peer Gynt. Sein Ziel ist es, Reichtum anzusammeln und schließlich Kaiser der Welt zu werden. So begibt er sich auf eine Reise um die Welt und trifft bald auf die zynischen, amoralischen Trolle und ihre ständig in neuen Gestalten auftauchenden Anführer. Er kann sich deren Manipulation nicht entziehen und wird selbst immer skrupelloser und unmenschlicher. Seine Reise entpuppt sich schließlich als Suche nach dem Sinn der eigenen Existenz. Aber nur die aufrichtige Liebe Solveigs und Gedanken der Reue können Peer Gynt aus den Verstrickungen befreien und ihm Ruhe schenken.
Werner Egk dirigierte persönlich die Uraufführung an der Berliner Staatsoper 1938. Bis dato von den nationalsozialistischen Machthabern als Komponist u. a. für seine »Olympische Festmusik« gefeiert, sorgte »Peer Gynt« für Uneinigkeit. Egk hatte die phantastische Handlung genutzt, um von den Nazis tabuisierte Unterhaltungsmusiken wie Charleston oder Tango anklingen zu lassen, an den Stil Kurt Weills zu erinnern oder verpönte Instrumente wie die gestopfte Trompete oder das Saxophon zu verwenden. Adolf Hitler und Joseph Goebbels allerdings zeigten sich begeistert von dem Werk – dass die Negativwelt der Trolle auch als Abbild nationalsozialistischer Depravierung verstanden werden könne, kam ihnen nicht in den Sinn. Komponist wie Werk markieren einen Grenzfall zwischen Anpassung und Widerstand, der die Auseinandersetzung lohnt.


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»Ich tu’, was ich will« lautet die egoistische Maxime des Träumers und Phantasten Peer Gynt. Sein Ziel ist es, Reichtum anzusammeln und schließlich Kaiser der Welt zu werden. So begibt er sich auf eine Reise um die Welt und trifft bald auf die zynischen, amoralischen Trolle und ihre ständig in neuen Gestalten auftauchenden Anführer. Er kann sich deren Manipulation nicht entziehen und wird selbst immer skrupelloser und unmenschlicher. Seine Reise entpuppt sich schließlich als Suche nach dem Sinn der eigenen Existenz. Aber nur die aufrichtige Liebe Solveigs und Gedanken der Reue können Peer Gynt aus den Verstrickungen befreien und ihm Ruhe schenken.

Werner Egk dirigierte persönlich die Uraufführung an der Berliner Staatsoper 1938. Bis dato von den nationalsozialistischen Machthabern als Komponist u. a. für seine »Olympische Festmusik« gefeiert, sorgte »Peer Gynt« für Uneinigkeit. Egk hatte die phantastische Handlung genutzt, um von den Nazis tabuisierte Unterhaltungsmusiken wie Charleston oder Tango anklingen zu lassen, an den Stil Kurt Weills zu erinnern oder verpönte Instrumente wie die gestopfte Trompete oder das Saxophon zu verwenden. Adolf Hitler und Joseph Goebbels allerdings zeigten sich begeistert von dem Werk – dass die Negativwelt der Trolle auch als Abbild nationalsozialistischer Depravierung verstanden werden könne, kam ihnen nicht in den Sinn. Komponist wie Werk markieren einen Grenzfall zwischen Anpassung und Widerstand, der die Auseinandersetzung lohnt.


Besetzung
Musikalische Leitung Christopher Hein
Inszenierung Dietrich Hilsdorf
Bühne Dieter Richter
Kostüme Renate Schmitzer
Chor Georg Menskes, Johanna Motter