Staatsoper Hannover, Foto: Marek Kruszewski
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Staatsoper Hannover - Niedersächsisches Staatstheater

Yamato Show (Foto: Masa Ogawa)
Yamato Show (Foto: Masa Ogawa)

Opernplatz 1
30195 Hannover
Tel.: 0511 9999 00
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Paradiso

Giovanni Sollima
Staatsoper Hannover - Niedersächsisches Staatstheater
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	Zu Anfang des 15. Jahrhunderts entstand am Oberrhein ein Gemälde von etwa fünfundzwanzig auf fünfunddreißig Zentimetern Größe: das Paradiesgärtlein, das heute im Frankfurter Städel Museum hängt. Es zeigt Maria, das Jesuskind, Heilige und Engel, die lesend und musizierend in einem kleinen, nach hinten von Mauern begrenzten Garten lagern. Ihr friedliches Beisammensein hat der unbekannte Maler mit größter Liebe zum Detail dargestellt. Vierundzwanzig Pflanzen- und zwölf Vogelarten zeugen von genauer Naturbeobachtung. Gerade deshalb fallen die Zeichen ins Gewicht, die das Paradiesische stören: die Anklänge an einen Liebesgarten, die fehlenden Früchte am Baum der Erkenntnis, die pickende Blaumeise und der jagende Eisvogel als Verweis auf den Tod. Das kleine Bild konnte bis heute nicht vollkommen entschlüsselt werden, und vielleicht macht genau das seinen Zauber aus.<br />
	»Es gibt kein Paradies ohne Hölle«, bemerkt Jörg Mannes dazu. Und so macht er sich in seinem neuen Ballett auf die Suche nach dem Garten Eden. Aber dieser Ort wird nicht leicht zu finden sein, vor allem weil jeder Einzelne eine ganz andere Vorstellung davon hat. Arkadien kann in diametral entgegengesetzten Richtungen liegen. Ist es also im Chaos oder in der Ordnung zu suchen? Im Gleichklang oder in der Widersprüchlichkeit? Und vor allem: Können wir uns das Paradies auf Erden erschaffen? Oder müssen wir auf das Jenseits hoffen? In Giovanni Sollima findet der Choreograph seinen kongenialen Partner auf der Suche nach dem Unmöglichen. Der italienische Cellist und Komponist war mit seinen Werken bereits in drei Balletten von Jörg Mannes präsent. Nach »Lux« (2009), »Ein Stück Zeit« (2010) und »Inferno« (2013) wird Sollima zu »Paradiso« erstmals eine Neu-Komposition beitragen.<br />
	Giovanni Sollima stammt aus einer Musikerfamilie und wurde in Palermo geboren. Er studierte Violoncello bei Antonio Janigro und Komposition bei seinem Vater Eliodoro Sollima und Milko Kelemen. Während seiner internationalen Karriere als Cellist arbeitete er mit Musikern wie Claudio Abbado, Giuseppe Sinopoli, Jörg Demus und Martha Argerich.<br />
	Von früher Jugend faszinierte Giovanni Sollima jede Art Musik, und er suchte nach neuen Verschmelzungen der unterschiedlichen Genres Klassik, Rock, Jazz und Volksmusik aus Sizilien und anderen Mittelmeerländern. Inzwischen tritt Sollima hauptsächlich als Interpret eigener Werke an die Öffentlichkeit. Als Solist spielte er seine Musik mit unterschiedlichen Formationen - darunter die von ihm 1997 in New York gegründete Giovanni Sollima Band - an prestigeträchtigen Plätzen wie der Carnegie Hall New York und dem Concertgebouw Amsterdam oder der Wigmore Hall London, aber auch an alternativen Orten wie der Knitting Factory in New York. Giovanni Sollima arbeitete zusammen mit Regisseuren wie Robert Wilson, Peter Greenaway, Peter Stein oder Marco Tullio Giordana und Choreographen wie Carolyn Carlson und Karole Armitage.</p>

Zu Anfang des 15. Jahrhunderts entstand am Oberrhein ein Gemälde von etwa fünfundzwanzig auf fünfunddreißig Zentimetern Größe: das Paradiesgärtlein, das heute im Frankfurter Städel Museum hängt. Es zeigt Maria, das Jesuskind, Heilige und Engel, die lesend und musizierend in einem kleinen, nach hinten von Mauern begrenzten Garten lagern. Ihr friedliches Beisammensein hat der unbekannte Maler mit größter Liebe zum Detail dargestellt. Vierundzwanzig Pflanzen- und zwölf Vogelarten zeugen von genauer Naturbeobachtung. Gerade deshalb fallen die Zeichen ins Gewicht, die das Paradiesische stören: die Anklänge an einen Liebesgarten, die fehlenden Früchte am Baum der Erkenntnis, die pickende Blaumeise und der jagende Eisvogel als Verweis auf den Tod. Das kleine Bild konnte bis heute nicht vollkommen entschlüsselt werden, und vielleicht macht genau das seinen Zauber aus.
»Es gibt kein Paradies ohne Hölle«, bemerkt Jörg Mannes dazu. Und so macht er sich in seinem neuen Ballett auf die Suche nach dem Garten Eden. Aber dieser Ort wird nicht leicht zu finden sein, vor allem weil jeder Einzelne eine ganz andere Vorstellung davon hat. Arkadien kann in diametral entgegengesetzten Richtungen liegen. Ist es also im Chaos oder in der Ordnung zu suchen? Im Gleichklang oder in der Widersprüchlichkeit? Und vor allem: Können wir uns das Paradies auf Erden erschaffen? Oder müssen wir auf das Jenseits hoffen? In Giovanni Sollima findet der Choreograph seinen kongenialen Partner auf der Suche nach dem Unmöglichen. Der italienische Cellist und Komponist war mit seinen Werken bereits in drei Balletten von Jörg Mannes präsent. Nach »Lux« (2009), »Ein Stück Zeit« (2010) und »Inferno« (2013) wird Sollima zu »Paradiso« erstmals eine Neu-Komposition beitragen.
Giovanni Sollima stammt aus einer Musikerfamilie und wurde in Palermo geboren. Er studierte Violoncello bei Antonio Janigro und Komposition bei seinem Vater Eliodoro Sollima und Milko Kelemen. Während seiner internationalen Karriere als Cellist arbeitete er mit Musikern wie Claudio Abbado, Giuseppe Sinopoli, Jörg Demus und Martha Argerich.
Von früher Jugend faszinierte Giovanni Sollima jede Art Musik, und er suchte nach neuen Verschmelzungen der unterschiedlichen Genres Klassik, Rock, Jazz und Volksmusik aus Sizilien und anderen Mittelmeerländern. Inzwischen tritt Sollima hauptsächlich als Interpret eigener Werke an die Öffentlichkeit. Als Solist spielte er seine Musik mit unterschiedlichen Formationen - darunter die von ihm 1997 in New York gegründete Giovanni Sollima Band - an prestigeträchtigen Plätzen wie der Carnegie Hall New York und dem Concertgebouw Amsterdam oder der Wigmore Hall London, aber auch an alternativen Orten wie der Knitting Factory in New York. Giovanni Sollima arbeitete zusammen mit Regisseuren wie Robert Wilson, Peter Greenaway, Peter Stein oder Marco Tullio Giordana und Choreographen wie Carolyn Carlson und Karole Armitage.

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Zu Anfang des 15. Jahrhunderts entstand am Oberrhein ein Gemälde von etwa fünfundzwanzig auf fünfunddreißig Zentimetern Größe: das Paradiesgärtlein, das heute im Frankfurter Städel Museum hängt. Es zeigt Maria, das Jesuskind, Heilige und Engel, die lesend und musizierend in einem kleinen, nach hinten von Mauern begrenzten Garten lagern. Ihr friedliches Beisammensein hat der unbekannte Maler mit größter Liebe zum Detail dargestellt. Vierundzwanzig Pflanzen- und zwölf Vogelarten zeugen von genauer Naturbeobachtung. Gerade deshalb fallen die Zeichen ins Gewicht, die das Paradiesische stören: die Anklänge an einen Liebesgarten, die fehlenden Früchte am Baum der Erkenntnis, die pickende Blaumeise und der jagende Eisvogel als Verweis auf den Tod. Das kleine Bild konnte bis heute nicht vollkommen entschlüsselt werden, und vielleicht macht genau das seinen Zauber aus.

»Es gibt kein Paradies ohne Hölle«, bemerkt Jörg Mannes dazu. Und so macht er sich in seinem neuen Ballett auf die Suche nach dem Garten Eden. Aber dieser Ort wird nicht leicht zu finden sein, vor allem weil jeder Einzelne eine ganz andere Vorstellung davon hat. Arkadien kann in diametral entgegengesetzten Richtungen liegen. Ist es also im Chaos oder in der Ordnung zu suchen? Im Gleichklang oder in der Widersprüchlichkeit? Und vor allem: Können wir uns das Paradies auf Erden erschaffen? Oder müssen wir auf das Jenseits hoffen? In Giovanni Sollima findet der Choreograph seinen kongenialen Partner auf der Suche nach dem Unmöglichen. Der italienische Cellist und Komponist war mit seinen Werken bereits in drei Balletten von Jörg Mannes präsent. Nach »Lux« (2009), »Ein Stück Zeit« (2010) und »Inferno« (2013) wird Sollima zu »Paradiso« erstmals eine Neu-Komposition beitragen.

Giovanni Sollima stammt aus einer Musikerfamilie und wurde in Palermo geboren. Er studierte Violoncello bei Antonio Janigro und Komposition bei seinem Vater Eliodoro Sollima und Milko Kelemen. Während seiner internationalen Karriere als Cellist arbeitete er mit Musikern wie Claudio Abbado, Giuseppe Sinopoli, Jörg Demus und Martha Argerich.

Von früher Jugend faszinierte Giovanni Sollima jede Art Musik, und er suchte nach neuen Verschmelzungen der unterschiedlichen Genres Klassik, Rock, Jazz und Volksmusik aus Sizilien und anderen Mittelmeerländern. Inzwischen tritt Sollima hauptsächlich als Interpret eigener Werke an die Öffentlichkeit. Als Solist spielte er seine Musik mit unterschiedlichen Formationen - darunter die von ihm 1997 in New York gegründete Giovanni Sollima Band - an prestigeträchtigen Plätzen wie der Carnegie Hall New York und dem Concertgebouw Amsterdam oder der Wigmore Hall London, aber auch an alternativen Orten wie der Knitting Factory in New York. Giovanni Sollima arbeitete zusammen mit Regisseuren wie Robert Wilson, Peter Greenaway, Peter Stein oder Marco Tullio Giordana und Choreographen wie Carolyn Carlson und Karole Armitage.


Besetzung
Musikalische Leitung: Mark Rohde
Choreographie: Jörg Mannes
Bühne: Florian Parbs
Kostüme: Rosa Ana Chanzá
Licht: Peter Hörtner
Dramaturgie: Brigitte Knöß

Ballett der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover