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Rainald Grebe (Foto: Europa Riethmueller)
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Joseph Roth
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	Was ist das für ein Gott, der das Unglück auf der Welt zulässt? Der auch unschuldige Menschen, ja selbst Kinder, nicht verschont? Wie lässt sich angesichts des Leidens und des Irrsinns auf der Welt der Glaube an einen guten Gott überhaupt noch aufrechterhalten? All diese Fragen stellt sich Mendel Singer lange Zeit nicht. Gottesfürchtig lebt der fromme Jude mit seiner Frau und den vier Kindern in dem kleinen Dorf Zuchnow in Galizien. Das Leben ist entbehrungsreich, aber Mendel Singer hadert nicht mit seinem Gott. Auch nicht, als offenbar wird, dass der jüngste Sohn Menuchin krank ist, ein »Krüppel«. Auch nicht, als seine älteren Kinder ihm fremd werden und es sie fort treibt: den ältesten Sohn Jonas zum Militär, den anderen, Schemarjah, nach Amerika und seine Tochter Mirjam in die Arme von Soldaten. Auch nicht, als zwischen ihm und seiner Frau die Liebe und Lust verkümmern. Fatalistisch nimmt Mendel Singer das Schicksal an, das ihm sein Gott zuteil werden lässt. Erst als er selber Zeuge davon wird, dass sich seine Tochter mit Soldaten herumtreibt, beschließt er zu handeln und mit seiner Familie nach Amerika zu emigrieren. Allein der kranke Menuchin muss zurückbleiben, weil er den Aufnahmekriterien der neuen Welt nicht entspricht. Und auch Mendel Singer hat Probleme, in Amerika seinen Platz zu finden: Das geschäftige und moderne New York macht ihn ohnmächtig, und der fortschreitende Erste Weltkrieg verschlingt die Familie: Jonas gilt als verschollen, Schemarjah fällt im Krieg, Deborah stirbt angesichts des Unglücks, und Mirjam wird verrückt. Seiner Heimat, seiner Sprache und seiner Familie beraubt, beginnt Mendel Singer mit dem Letzten zu hadern, was ihm noch geblieben ist: mit seinem Gott. Doch ausgerechnet jetzt geschieht ein Wunder: Ein junger, schöner und begabter Mann aus Zuchnow, ein Komponist und Kapellmeister, besucht Mendel Singer, und er bringt Nachricht von Menuchin, dem verlorenen Sohn.</p>

Was ist das für ein Gott, der das Unglück auf der Welt zulässt? Der auch unschuldige Menschen, ja selbst Kinder, nicht verschont? Wie lässt sich angesichts des Leidens und des Irrsinns auf der Welt der Glaube an einen guten Gott überhaupt noch aufrechterhalten? All diese Fragen stellt sich Mendel Singer lange Zeit nicht. Gottesfürchtig lebt der fromme Jude mit seiner Frau und den vier Kindern in dem kleinen Dorf Zuchnow in Galizien. Das Leben ist entbehrungsreich, aber Mendel Singer hadert nicht mit seinem Gott. Auch nicht, als offenbar wird, dass der jüngste Sohn Menuchin krank ist, ein »Krüppel«. Auch nicht, als seine älteren Kinder ihm fremd werden und es sie fort treibt: den ältesten Sohn Jonas zum Militär, den anderen, Schemarjah, nach Amerika und seine Tochter Mirjam in die Arme von Soldaten. Auch nicht, als zwischen ihm und seiner Frau die Liebe und Lust verkümmern. Fatalistisch nimmt Mendel Singer das Schicksal an, das ihm sein Gott zuteil werden lässt. Erst als er selber Zeuge davon wird, dass sich seine Tochter mit Soldaten herumtreibt, beschließt er zu handeln und mit seiner Familie nach Amerika zu emigrieren. Allein der kranke Menuchin muss zurückbleiben, weil er den Aufnahmekriterien der neuen Welt nicht entspricht. Und auch Mendel Singer hat Probleme, in Amerika seinen Platz zu finden: Das geschäftige und moderne New York macht ihn ohnmächtig, und der fortschreitende Erste Weltkrieg verschlingt die Familie: Jonas gilt als verschollen, Schemarjah fällt im Krieg, Deborah stirbt angesichts des Unglücks, und Mirjam wird verrückt. Seiner Heimat, seiner Sprache und seiner Familie beraubt, beginnt Mendel Singer mit dem Letzten zu hadern, was ihm noch geblieben ist: mit seinem Gott. Doch ausgerechnet jetzt geschieht ein Wunder: Ein junger, schöner und begabter Mann aus Zuchnow, ein Komponist und Kapellmeister, besucht Mendel Singer, und er bringt Nachricht von Menuchin, dem verlorenen Sohn.


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Was ist das für ein Gott, der das Unglück auf der Welt zulässt? Der auch unschuldige Menschen, ja selbst Kinder, nicht verschont? Wie lässt sich angesichts des Leidens und des Irrsinns auf der Welt der Glaube an einen guten Gott überhaupt noch aufrechterhalten? All diese Fragen stellt sich Mendel Singer lange Zeit nicht. Gottesfürchtig lebt der fromme Jude mit seiner Frau und den vier Kindern in dem kleinen Dorf Zuchnow in Galizien. Das Leben ist entbehrungsreich, aber Mendel Singer hadert nicht mit seinem Gott. Auch nicht, als offenbar wird, dass der jüngste Sohn Menuchin krank ist, ein »Krüppel«. Auch nicht, als seine älteren Kinder ihm fremd werden und es sie fort treibt: den ältesten Sohn Jonas zum Militär, den anderen, Schemarjah, nach Amerika und seine Tochter Mirjam in die Arme von Soldaten. Auch nicht, als zwischen ihm und seiner Frau die Liebe und Lust verkümmern. Fatalistisch nimmt Mendel Singer das Schicksal an, das ihm sein Gott zuteil werden lässt. Erst als er selber Zeuge davon wird, dass sich seine Tochter mit Soldaten herumtreibt, beschließt er zu handeln und mit seiner Familie nach Amerika zu emigrieren. Allein der kranke Menuchin muss zurückbleiben, weil er den Aufnahmekriterien der neuen Welt nicht entspricht. Und auch Mendel Singer hat Probleme, in Amerika seinen Platz zu finden: Das geschäftige und moderne New York macht ihn ohnmächtig, und der fortschreitende Erste Weltkrieg verschlingt die Familie: Jonas gilt als verschollen, Schemarjah fällt im Krieg, Deborah stirbt angesichts des Unglücks, und Mirjam wird verrückt. Seiner Heimat, seiner Sprache und seiner Familie beraubt, beginnt Mendel Singer mit dem Letzten zu hadern, was ihm noch geblieben ist: mit seinem Gott. Doch ausgerechnet jetzt geschieht ein Wunder: Ein junger, schöner und begabter Mann aus Zuchnow, ein Komponist und Kapellmeister, besucht Mendel Singer, und er bringt Nachricht von Menuchin, dem verlorenen Sohn.


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