Schauspielhaus Bochum, Foto: Jrgen Landes
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Schauspielhaus Bochum

Schauspielhaus Bochum, Foto: Jürgen Landes
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Der Kontrabass, Schauspiel Bochum, Foto: Diana Küster
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Hexenjagd

Arthur Miller
Schauspielhaus Bochum
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	Die Zeit der Hexen war auch in den 1950er Jahren, als Arthur Miller sein Stück verfasste, schon lange vorbei. Er hatte die Kommunistenhatz der McCarthy-Ära seiner Tage vor Augen und im Visier, siedelte die Handlung aber bei den Hexenprozessen 1692 in Salem/Massachusetts an. Eine ganze Stadt gerät in Aufruhr, als eine Gruppe junger Mädchen nachts im Wald seltsame Tänze vollführt und es wenig später heißt, hier seien übernatürliche Einflüsse im Spiel gewesen. Bald schon spaltet sich die Stadt in zwei Lager: die Besonnenen auf der einen Seite, die für beobachtete Phänomene erstmal auch beobachtbare Ursachen annehmen, und die Mahner und Zeichendeuter auf der anderen, welche dunkle Kräfte am Werk vermuten. Die Mädchen, allen voran Abigail, schüren den Spuk. Vielleicht, weil es keine unverdächtige Möglichkeit gibt, ihre erwachende Sinnlichkeit auszuleben. Zunehmend aber auch, weil ihnen die wahllose Denunziation ihrer Mitbürger als von Hexen und Teufeln besessen eine erregende Macht verleiht. Dabei verfolgt Abigail nur ein banales egoistisches Ziel. Aber, einmal in Gang gesetzt, lässt sich die Maschinerie von Angst, Aberglauben und Verdächtigung nicht mehr aufhalten.<br />
	Daniela Löffner (*1980) begann ihre Theaterkarrie­re am Theater Freiburg und Düsseldorfer Schauspielhaus und war Hausregisseurin am Staatsthea­ter Braunschweig. Ihre Inszenierungen wurden bereits für den FAUST-Theaterpreis in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ nominiert sowie zu den Autorentheatertagen Berlin und dem Festival Radikal Jung eingeladen. 2014 erhielt sie den Kurt-Hübner-Regiepreis.</p>

Die Zeit der Hexen war auch in den 1950er Jahren, als Arthur Miller sein Stück verfasste, schon lange vorbei. Er hatte die Kommunistenhatz der McCarthy-Ära seiner Tage vor Augen und im Visier, siedelte die Handlung aber bei den Hexenprozessen 1692 in Salem/Massachusetts an. Eine ganze Stadt gerät in Aufruhr, als eine Gruppe junger Mädchen nachts im Wald seltsame Tänze vollführt und es wenig später heißt, hier seien übernatürliche Einflüsse im Spiel gewesen. Bald schon spaltet sich die Stadt in zwei Lager: die Besonnenen auf der einen Seite, die für beobachtete Phänomene erstmal auch beobachtbare Ursachen annehmen, und die Mahner und Zeichendeuter auf der anderen, welche dunkle Kräfte am Werk vermuten. Die Mädchen, allen voran Abigail, schüren den Spuk. Vielleicht, weil es keine unverdächtige Möglichkeit gibt, ihre erwachende Sinnlichkeit auszuleben. Zunehmend aber auch, weil ihnen die wahllose Denunziation ihrer Mitbürger als von Hexen und Teufeln besessen eine erregende Macht verleiht. Dabei verfolgt Abigail nur ein banales egoistisches Ziel. Aber, einmal in Gang gesetzt, lässt sich die Maschinerie von Angst, Aberglauben und Verdächtigung nicht mehr aufhalten.
Daniela Löffner (*1980) begann ihre Theaterkarrie­re am Theater Freiburg und Düsseldorfer Schauspielhaus und war Hausregisseurin am Staatsthea­ter Braunschweig. Ihre Inszenierungen wurden bereits für den FAUST-Theaterpreis in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ nominiert sowie zu den Autorentheatertagen Berlin und dem Festival Radikal Jung eingeladen. 2014 erhielt sie den Kurt-Hübner-Regiepreis.


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Die Zeit der Hexen war auch in den 1950er Jahren, als Arthur Miller sein Stück verfasste, schon lange vorbei. Er hatte die Kommunistenhatz der McCarthy-Ära seiner Tage vor Augen und im Visier, siedelte die Handlung aber bei den Hexenprozessen 1692 in Salem/Massachusetts an. Eine ganze Stadt gerät in Aufruhr, als eine Gruppe junger Mädchen nachts im Wald seltsame Tänze vollführt und es wenig später heißt, hier seien übernatürliche Einflüsse im Spiel gewesen. Bald schon spaltet sich die Stadt in zwei Lager: die Besonnenen auf der einen Seite, die für beobachtete Phänomene erstmal auch beobachtbare Ursachen annehmen, und die Mahner und Zeichendeuter auf der anderen, welche dunkle Kräfte am Werk vermuten. Die Mädchen, allen voran Abigail, schüren den Spuk. Vielleicht, weil es keine unverdächtige Möglichkeit gibt, ihre erwachende Sinnlichkeit auszuleben. Zunehmend aber auch, weil ihnen die wahllose Denunziation ihrer Mitbürger als von Hexen und Teufeln besessen eine erregende Macht verleiht. Dabei verfolgt Abigail nur ein banales egoistisches Ziel. Aber, einmal in Gang gesetzt, lässt sich die Maschinerie von Angst, Aberglauben und Verdächtigung nicht mehr aufhalten.

Daniela Löffner (*1980) begann ihre Theaterkarrie­re am Theater Freiburg und Düsseldorfer Schauspielhaus und war Hausregisseurin am Staatsthea­ter Braunschweig. Ihre Inszenierungen wurden bereits für den FAUST-Theaterpreis in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ nominiert sowie zu den Autorentheatertagen Berlin und dem Festival Radikal Jung eingeladen. 2014 erhielt sie den Kurt-Hübner-Regiepreis.


Besetzung
Regie: Daniela Löffner