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Rheinisches Landestheater Neuss

Robert Griess (Foto: Jochen Manz)
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Oberstr. 95
41460 Neuss
Tel.: 02131 26990
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Spielplan

Das fliegende Kind

Roland Schimmelpfennig
Studio
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	Richtig dunkel muss es sein, wenn die Kinder und die Eltern zu St. Martin mit den Laternen durch die Nacht ziehen. Große und kleine Menschen folgen dem Licht und werden zu einer einheitlichen Masse.<br />
	Die Erwachsenen schieben sich gegenseitig voran, schleppen die Kleinen hinterher und verschmelzen miteinander. Und so fällt es gar nicht auf, wenn ein kleiner Junge noch mal schnell zurück läuft, weil er sein Spielzeug hat fallen lassen. Raus aus dem Licht ins Dunkel. Über die Straße, wo ein schwarzes Ungetüm angerast kommt. Das Auto ist neu, der Fahrer noch ungeübt im Umgang damit. Und so spürt er nur einen leichten Widerstand, kaum wahrnehmbar. War da was? Ein fliegendes Kind? Roland Schimmelpfennig treibt den tragischen Tod des Kindes wie einen Stachel in unser Fleisch. Er lässt von Beginn an keinen Zweifel am schlimmen Ausgang des Lichterumzugs und erzählt von einem unaussprechlichen Verlust. Doch wer hat Schuld an dem Tod des Kindes? Wie Störfeuer flackern die moralischen Verfehlungen der Eltern durch das Todeslied. Und so fliegt die Schuld mit dem toten Kind umher. Und setzt sich auf die Schultern derer, die verloren. Ohne Wenn und Aber. Denn Wenn und Aber existieren nicht mehr.<br />
	„Das fliegende Kind“ ist ein poetisches Chorstück für sechs Schauspieler, das die Großstadt mit ihren hochmodernen Errungenschaften als dunkle Hölle erscheinen lässt. Alles wirkt in dieser Welt bedrohlich, selbst Kinderlieder und Laternenumzüge. Und dennoch lässt das Stück eine Hoffnung auf Erlösung im Zuschauer aufkeimen.</p>

Richtig dunkel muss es sein, wenn die Kinder und die Eltern zu St. Martin mit den Laternen durch die Nacht ziehen. Große und kleine Menschen folgen dem Licht und werden zu einer einheitlichen Masse.
Die Erwachsenen schieben sich gegenseitig voran, schleppen die Kleinen hinterher und verschmelzen miteinander. Und so fällt es gar nicht auf, wenn ein kleiner Junge noch mal schnell zurück läuft, weil er sein Spielzeug hat fallen lassen. Raus aus dem Licht ins Dunkel. Über die Straße, wo ein schwarzes Ungetüm angerast kommt. Das Auto ist neu, der Fahrer noch ungeübt im Umgang damit. Und so spürt er nur einen leichten Widerstand, kaum wahrnehmbar. War da was? Ein fliegendes Kind? Roland Schimmelpfennig treibt den tragischen Tod des Kindes wie einen Stachel in unser Fleisch. Er lässt von Beginn an keinen Zweifel am schlimmen Ausgang des Lichterumzugs und erzählt von einem unaussprechlichen Verlust. Doch wer hat Schuld an dem Tod des Kindes? Wie Störfeuer flackern die moralischen Verfehlungen der Eltern durch das Todeslied. Und so fliegt die Schuld mit dem toten Kind umher. Und setzt sich auf die Schultern derer, die verloren. Ohne Wenn und Aber. Denn Wenn und Aber existieren nicht mehr.
„Das fliegende Kind“ ist ein poetisches Chorstück für sechs Schauspieler, das die Großstadt mit ihren hochmodernen Errungenschaften als dunkle Hölle erscheinen lässt. Alles wirkt in dieser Welt bedrohlich, selbst Kinderlieder und Laternenumzüge. Und dennoch lässt das Stück eine Hoffnung auf Erlösung im Zuschauer aufkeimen.


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Inhalt


Richtig dunkel muss es sein, wenn die Kinder und die Eltern zu St. Martin mit den Laternen durch die Nacht ziehen. Große und kleine Menschen folgen dem Licht und werden zu einer einheitlichen Masse.

Die Erwachsenen schieben sich gegenseitig voran, schleppen die Kleinen hinterher und verschmelzen miteinander. Und so fällt es gar nicht auf, wenn ein kleiner Junge noch mal schnell zurück läuft, weil er sein Spielzeug hat fallen lassen. Raus aus dem Licht ins Dunkel. Über die Straße, wo ein schwarzes Ungetüm angerast kommt. Das Auto ist neu, der Fahrer noch ungeübt im Umgang damit. Und so spürt er nur einen leichten Widerstand, kaum wahrnehmbar. War da was? Ein fliegendes Kind? Roland Schimmelpfennig treibt den tragischen Tod des Kindes wie einen Stachel in unser Fleisch. Er lässt von Beginn an keinen Zweifel am schlimmen Ausgang des Lichterumzugs und erzählt von einem unaussprechlichen Verlust. Doch wer hat Schuld an dem Tod des Kindes? Wie Störfeuer flackern die moralischen Verfehlungen der Eltern durch das Todeslied. Und so fliegt die Schuld mit dem toten Kind umher. Und setzt sich auf die Schultern derer, die verloren. Ohne Wenn und Aber. Denn Wenn und Aber existieren nicht mehr.

„Das fliegende Kind“ ist ein poetisches Chorstück für sechs Schauspieler, das die Großstadt mit ihren hochmodernen Errungenschaften als dunkle Hölle erscheinen lässt. Alles wirkt in dieser Welt bedrohlich, selbst Kinderlieder und Laternenumzüge. Und dennoch lässt das Stück eine Hoffnung auf Erlösung im Zuschauer aufkeimen.


Besetzung
Autor: Roland Schimmelpfennig
Regie: Anna-Lena Kühner
Bühne/Kostüme: Grit Wendicke