Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
KULTURpur - Wissen, wo was läuft!
Premiumpartner
IDEAL Versicherung
IDEALversicherung

Opernhaus Düsseldorf

Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
Opernhaus Düsseldorf, Foto: Hans Jörg Michel
Rigoletto, Foto: Thilo Beu
Rigoletto, Foto: Thilo Beu

Heinrich-Heine-Allee 16a
40213 Düsseldorf
Tel.: 0211 8925 211
Homepage

Spielplan

b.22 verwundert seyn – zu sehn

Martin Schläpfer
Opernhaus Düsseldorf
<p style="text-align: justify;">
	Alexander Skrjabin und Franz Liszt - diese beiden gehören für Martin Schläpfer zusammen als herausragende und zugleich vereinzelte, einsame Figuren in der Musikgeschichte, beide sowohl Pianisten als auch Komponisten, aber auch originelle Vordenker ihrer Zeit. Erstmals wird Martin Schläpfer zur Musik dieser genialen Tonkünstler ein Ballett kreieren.<br />
	Für die Spielzeit 2014/15 hat er unter dem Titel „verwundert seyn - zu sehn“ Skrjabins sechste und zehnte Sonate für Klavier ausgewählt, entstanden in den Jahren 1911 und 1913, einer Zeit der künstlerischen Experimente, Aufbrüche und Utopien. Zwischen den zwei einsätzigen Werken erklingt Franz Liszts virtuose „Grande Valse di bravura“, eine brillante Klavierkomposition aus dem Jahr 1836, der Liszt den Beinamen „Le bal de Berne“ verlieh. „Es geht mir nicht um einen Bruch“, so Martin Schläpfer zu seiner Musikwahl, „sondern eher um ein lichtes und heiteres, aber sehr kraftvolles Hochtal, das sattgrün zwischen den beiden vermondeten und umwölkten Höhenlagen von Skrjabin liegen muss.“<br />
	Seine Sonate Nr. 6 hat Skrjabin selbst nie öffentlich gespielt. Zu „alptraumhaft, undurchschaubar, unsauber und hinterhältig“ fand er seine eigene Komposition, zog sie aber dennoch nicht zurück. Die Noten sind gespickt mit Spielanweisungen, die auf Skrjabins ambivalente Gefühle zu diesem Werk hinweisen: „Sonderbar“ und „mysteriös“ beginnt die Sonate, „Angst wallt auf“, einer Passage „mit Wirrnis“ folgt ein „zunehmend beschwingter“ Abschnitt „mit Entzücken“ bis hin zum Zusammenbruch. Die Sonate Nr. 10 handelt laut Skrjabin von Insekten, die „aus der Sonne geboren“ würden als „Küsse der Sonne“. In impressionistisch schillernden Klängen lässt Skrjabin seine Vision einer modernen, sich von tonalen Strukturen ablösenden Musik erklingen.<br />
	Als musikalischen Partner konnte Martin Schläpfer erneut Denys Proshayev gewinnen, der das Publikum bereits als Solist in „Drittes Klavierkonzert“ begeisterte. Der weißrussische Pianist, 1. Preisträger des renommierten ARD-Wettbewerbs in München, ist mittlerweile als Konzertpianist wie als Kammermusiker auf den wichtigen europäischen Konzertbühnen zu hören. „Es schien mir zwingend, Proshayev zu fragen“, so Martin Schläpfer, „ist er doch im Stande, einen solch magischen geheimnisvollen Anschlag zu produzieren, dass sich Welten auftun.“</p>

Alexander Skrjabin und Franz Liszt - diese beiden gehören für Martin Schläpfer zusammen als herausragende und zugleich vereinzelte, einsame Figuren in der Musikgeschichte, beide sowohl Pianisten als auch Komponisten, aber auch originelle Vordenker ihrer Zeit. Erstmals wird Martin Schläpfer zur Musik dieser genialen Tonkünstler ein Ballett kreieren.
Für die Spielzeit 2014/15 hat er unter dem Titel „verwundert seyn - zu sehn“ Skrjabins sechste und zehnte Sonate für Klavier ausgewählt, entstanden in den Jahren 1911 und 1913, einer Zeit der künstlerischen Experimente, Aufbrüche und Utopien. Zwischen den zwei einsätzigen Werken erklingt Franz Liszts virtuose „Grande Valse di bravura“, eine brillante Klavierkomposition aus dem Jahr 1836, der Liszt den Beinamen „Le bal de Berne“ verlieh. „Es geht mir nicht um einen Bruch“, so Martin Schläpfer zu seiner Musikwahl, „sondern eher um ein lichtes und heiteres, aber sehr kraftvolles Hochtal, das sattgrün zwischen den beiden vermondeten und umwölkten Höhenlagen von Skrjabin liegen muss.“
Seine Sonate Nr. 6 hat Skrjabin selbst nie öffentlich gespielt. Zu „alptraumhaft, undurchschaubar, unsauber und hinterhältig“ fand er seine eigene Komposition, zog sie aber dennoch nicht zurück. Die Noten sind gespickt mit Spielanweisungen, die auf Skrjabins ambivalente Gefühle zu diesem Werk hinweisen: „Sonderbar“ und „mysteriös“ beginnt die Sonate, „Angst wallt auf“, einer Passage „mit Wirrnis“ folgt ein „zunehmend beschwingter“ Abschnitt „mit Entzücken“ bis hin zum Zusammenbruch. Die Sonate Nr. 10 handelt laut Skrjabin von Insekten, die „aus der Sonne geboren“ würden als „Küsse der Sonne“. In impressionistisch schillernden Klängen lässt Skrjabin seine Vision einer modernen, sich von tonalen Strukturen ablösenden Musik erklingen.
Als musikalischen Partner konnte Martin Schläpfer erneut Denys Proshayev gewinnen, der das Publikum bereits als Solist in „Drittes Klavierkonzert“ begeisterte. Der weißrussische Pianist, 1. Preisträger des renommierten ARD-Wettbewerbs in München, ist mittlerweile als Konzertpianist wie als Kammermusiker auf den wichtigen europäischen Konzertbühnen zu hören. „Es schien mir zwingend, Proshayev zu fragen“, so Martin Schläpfer, „ist er doch im Stande, einen solch magischen geheimnisvollen Anschlag zu produzieren, dass sich Welten auftun.“


Video anzeigen
Inhalt


Alexander Skrjabin und Franz Liszt - diese beiden gehören für Martin Schläpfer zusammen als herausragende und zugleich vereinzelte, einsame Figuren in der Musikgeschichte, beide sowohl Pianisten als auch Komponisten, aber auch originelle Vordenker ihrer Zeit. Erstmals wird Martin Schläpfer zur Musik dieser genialen Tonkünstler ein Ballett kreieren.

Für die Spielzeit 2014/15 hat er unter dem Titel „verwundert seyn - zu sehn“ Skrjabins sechste und zehnte Sonate für Klavier ausgewählt, entstanden in den Jahren 1911 und 1913, einer Zeit der künstlerischen Experimente, Aufbrüche und Utopien. Zwischen den zwei einsätzigen Werken erklingt Franz Liszts virtuose „Grande Valse di bravura“, eine brillante Klavierkomposition aus dem Jahr 1836, der Liszt den Beinamen „Le bal de Berne“ verlieh. „Es geht mir nicht um einen Bruch“, so Martin Schläpfer zu seiner Musikwahl, „sondern eher um ein lichtes und heiteres, aber sehr kraftvolles Hochtal, das sattgrün zwischen den beiden vermondeten und umwölkten Höhenlagen von Skrjabin liegen muss.“

Seine Sonate Nr. 6 hat Skrjabin selbst nie öffentlich gespielt. Zu „alptraumhaft, undurchschaubar, unsauber und hinterhältig“ fand er seine eigene Komposition, zog sie aber dennoch nicht zurück. Die Noten sind gespickt mit Spielanweisungen, die auf Skrjabins ambivalente Gefühle zu diesem Werk hinweisen: „Sonderbar“ und „mysteriös“ beginnt die Sonate, „Angst wallt auf“, einer Passage „mit Wirrnis“ folgt ein „zunehmend beschwingter“ Abschnitt „mit Entzücken“ bis hin zum Zusammenbruch. Die Sonate Nr. 10 handelt laut Skrjabin von Insekten, die „aus der Sonne geboren“ würden als „Küsse der Sonne“. In impressionistisch schillernden Klängen lässt Skrjabin seine Vision einer modernen, sich von tonalen Strukturen ablösenden Musik erklingen.

Als musikalischen Partner konnte Martin Schläpfer erneut Denys Proshayev gewinnen, der das Publikum bereits als Solist in „Drittes Klavierkonzert“ begeisterte. Der weißrussische Pianist, 1. Preisträger des renommierten ARD-Wettbewerbs in München, ist mittlerweile als Konzertpianist wie als Kammermusiker auf den wichtigen europäischen Konzertbühnen zu hören. „Es schien mir zwingend, Proshayev zu fragen“, so Martin Schläpfer, „ist er doch im Stande, einen solch magischen geheimnisvollen Anschlag zu produzieren, dass sich Welten auftun.“


Besetzung
MUSIK Sonaten für Klavier Nr. 6 und Nr. 10 von Alexander Skrjabin sowie „Grande Valse di bravura ‚Le bal de Berne‘“ (Erste Fassung) S 209 von Franz Liszt

Choreographie: Martin Schläpfer
Bühne und Kostüme: Keso Dekker
Licht: Franz-Xaver Schaffer

Klavier Denys Proshayev