Oper Halle, Foto: Falk Wenzel
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Oper Halle

Oper Halle, Foto: Gert Kiermeyer
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06108 Halle (Saale)
Tel.: 0345 51 10 150
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Der Vampyr

Heinrich Marschner
Oper Halle
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	Seit jeher übt die Gestalt des Vampirs eine große Faszination aus. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist er in der Kunst allgegenwärtig: Als Gegenbild des rechtschaffenen Bürgers, der - um seine Triebhaftigkeit zu bezwingen - nach moralischen Richtlinien lebt und sich Entgleisungen höchstens unter Einfluss von Alkohol erlaubt, gilt der blutsaugende Vampir als Inbegriff von erotischer Anziehungskraft, Wollust und Zerstörung. Gerade zur Zeit der Romantik, die sich zunehmend mit den dunklen Seiten der menschlichen Natur beschäftigte, zeigte man ein besonderes Interesse für den untoten Widergänger, dessen tödliche Bisse nicht selten mit dem Liebesakt gleichgesetzt wurden.<br />
	Es war u.a. der Komponist Heinrich Marschner, der mit seiner 1828 uraufgeführten Oper »Der Vampyr« den Blutsauger für die Opernbühne entdeckte. Dabei hielt er sich an die 1819 erschienene Erzählung »The Vampire« von Polidori: Der Vampir Lord Ruthven bittet den Vampirkönig, weiterhin unter den Menschen leben zu können. Dieser entspricht seiner Bitte, verlangt aber als Gegenleistung, dass Ruthven ihm drei Bräute opfert. In Janthe, Emmy und Malwina findet Ruthven nacheinander die nötigen Opfer. Doch deren Verwandte sind auf der Hut: Die Jagd auf den Vampir beginnt …<br />
	Marschners Partitur ist eine Weiterentwicklung der von Carl Maria von Weber in seinem »Freischütz« entwickelten Kompositionstechniken: Einerseits im Biedermeier verwurzelt, findet Marschner zum anderen vor allem für die Welt der Vampire neuartige Klänge, die in Richtung des Musikdramas Richard Wagners weisen. Erleben Sie Marschners Schaueroper in einer für die Oper Halle von Jörg W. Gronius erstellten Fassung in dem besonderen Ambiente des Innenhofes der Moritzburg.</p>

Seit jeher übt die Gestalt des Vampirs eine große Faszination aus. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist er in der Kunst allgegenwärtig: Als Gegenbild des rechtschaffenen Bürgers, der - um seine Triebhaftigkeit zu bezwingen - nach moralischen Richtlinien lebt und sich Entgleisungen höchstens unter Einfluss von Alkohol erlaubt, gilt der blutsaugende Vampir als Inbegriff von erotischer Anziehungskraft, Wollust und Zerstörung. Gerade zur Zeit der Romantik, die sich zunehmend mit den dunklen Seiten der menschlichen Natur beschäftigte, zeigte man ein besonderes Interesse für den untoten Widergänger, dessen tödliche Bisse nicht selten mit dem Liebesakt gleichgesetzt wurden.
Es war u.a. der Komponist Heinrich Marschner, der mit seiner 1828 uraufgeführten Oper »Der Vampyr« den Blutsauger für die Opernbühne entdeckte. Dabei hielt er sich an die 1819 erschienene Erzählung »The Vampire« von Polidori: Der Vampir Lord Ruthven bittet den Vampirkönig, weiterhin unter den Menschen leben zu können. Dieser entspricht seiner Bitte, verlangt aber als Gegenleistung, dass Ruthven ihm drei Bräute opfert. In Janthe, Emmy und Malwina findet Ruthven nacheinander die nötigen Opfer. Doch deren Verwandte sind auf der Hut: Die Jagd auf den Vampir beginnt …
Marschners Partitur ist eine Weiterentwicklung der von Carl Maria von Weber in seinem »Freischütz« entwickelten Kompositionstechniken: Einerseits im Biedermeier verwurzelt, findet Marschner zum anderen vor allem für die Welt der Vampire neuartige Klänge, die in Richtung des Musikdramas Richard Wagners weisen. Erleben Sie Marschners Schaueroper in einer für die Oper Halle von Jörg W. Gronius erstellten Fassung in dem besonderen Ambiente des Innenhofes der Moritzburg.


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Seit jeher übt die Gestalt des Vampirs eine große Faszination aus. Spätestens seit Anfang des 19. Jahrhunderts ist er in der Kunst allgegenwärtig: Als Gegenbild des rechtschaffenen Bürgers, der - um seine Triebhaftigkeit zu bezwingen - nach moralischen Richtlinien lebt und sich Entgleisungen höchstens unter Einfluss von Alkohol erlaubt, gilt der blutsaugende Vampir als Inbegriff von erotischer Anziehungskraft, Wollust und Zerstörung. Gerade zur Zeit der Romantik, die sich zunehmend mit den dunklen Seiten der menschlichen Natur beschäftigte, zeigte man ein besonderes Interesse für den untoten Widergänger, dessen tödliche Bisse nicht selten mit dem Liebesakt gleichgesetzt wurden.

Es war u.a. der Komponist Heinrich Marschner, der mit seiner 1828 uraufgeführten Oper »Der Vampyr« den Blutsauger für die Opernbühne entdeckte. Dabei hielt er sich an die 1819 erschienene Erzählung »The Vampire« von Polidori: Der Vampir Lord Ruthven bittet den Vampirkönig, weiterhin unter den Menschen leben zu können. Dieser entspricht seiner Bitte, verlangt aber als Gegenleistung, dass Ruthven ihm drei Bräute opfert. In Janthe, Emmy und Malwina findet Ruthven nacheinander die nötigen Opfer. Doch deren Verwandte sind auf der Hut: Die Jagd auf den Vampir beginnt …

Marschners Partitur ist eine Weiterentwicklung der von Carl Maria von Weber in seinem »Freischütz« entwickelten Kompositionstechniken: Einerseits im Biedermeier verwurzelt, findet Marschner zum anderen vor allem für die Welt der Vampire neuartige Klänge, die in Richtung des Musikdramas Richard Wagners weisen. Erleben Sie Marschners Schaueroper in einer für die Oper Halle von Jörg W. Gronius erstellten Fassung in dem besonderen Ambiente des Innenhofes der Moritzburg.


Besetzung
Musikalische Leitung Josep Caballé-Domenech
Inszenierung Wolf Widder (Gast)
Bühne und Kostüme Katja Lebelt (Gast)
Choreinstudierung Jens Petereit
Dramaturgie André Meyer

Sir Humphrey, Lord von Davenaut: Ulrich Burdack
Malwina, seine Tochter: Anke Berndt
Edgar Aubry: Ralph Ertel
Lord Ruthven: Gerd Vogel
Sir Berkley / Toms Blunt: Ki-Hyun Park
Emmy, seine Tochter: Elke Kottmair
George Dibdin: Andreas Guhlmann
James Gadshill: Ks. Nils Giesecke
Richard Scrob: Kristian Giesecke
Robert Green: Maik Gruchenberg
Suse, Blunts Frau: Sandra Maxheimer
Vampyrmeister: Tom Wolter
Sopransolo in Nr. 18 Kaori Sekigawa