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Oper Frankfurt - Städtische Bühnen

Oper Frankfurt, Foto: Wolfgang Runkel
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Rinaldo, Foto: Barbara Aumüller
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Die ägyptische Helena

Richard Strauss
Oper Frankfurt - Städtische Bühnen
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	Was, wenn Helena ihrem Gatten Menelas die Treue gehalten und Paris nur ein Phantom der schönsten Frau Griechenlands nach Troja entführt hätte? Dann wäre der Trojanische Krieg eine irrwitzige Zeitverschwendung, ein absolut sinnloser Kampf verblendeter Männer um ein Nichts gewesen…<br />
	Inspiriert von einem Drama des Euripides erzählt die märchenhaft verschlüsselte Handlung der Helena in Ägypten davon, dass die Zauberin Aithra Menelas auf seiner Heimreise nach Sparta diese Möglichkeiten vorspiegelt, um Helena vor seiner Rache zu bewahren. Aithra lässt den König glauben, seine Gemahlin sei in Wahrheit zum Schutz vor dem Raub von den Göttern nach Ägypten entrückt worden, wo sie ohne zu altern über all die Jahre treu auf ihn gewartet habe. Menelas sinkt dem Trugbild der jugendlich-reinen Helena verzückt und verwirrt in die Arme. Bis zur endgültigen Versöhnung des hohen Paars schlägt die Handlung noch einige Haken. Die echte Helena muss sich erst entschließen, Menelas anstelle eines Vergessenstranks reinen Wein einzuschenken, auf dass sie ihm nicht nur als leere Schönheit entgegentrete, sondern in ihrer ganzen Wahrheit erkannt werde.<br />
	Eine jahrzehntelange und konfliktreiche Zusammenarbeit liegt bereits hinter Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss, als ihnen zwischen den Weltkriegen der Sinn nach einem »frechen Lustspiel« steht, in dem zwei Menschen auf langer Reise innehalten und zurückschauen, bis sie reif für einen gemeinsamen Neubeginn sind. Ebenso wie der männliche Held ihrer Oper arbeiten Komponist und Librettist mit der antiken Helena Vergangenes auf und ringen um ein tiefergehendes Verständnis klassischer Schönheit. Die Titelfigur, deren Schönheit am Ende von innen strahlt, wird hierbei zum Inbegriff der vollständigen Distanzierung von oberflächlichem l’art pour l’art. Das komplexe Libretto und die bis an die Grenzen des Sangbaren gehenden hochdramatischen Rollen erschwerten Helena in Ägypten allerdings die Aufnahme ins gängige Repertoire.</p>

Was, wenn Helena ihrem Gatten Menelas die Treue gehalten und Paris nur ein Phantom der schönsten Frau Griechenlands nach Troja entführt hätte? Dann wäre der Trojanische Krieg eine irrwitzige Zeitverschwendung, ein absolut sinnloser Kampf verblendeter Männer um ein Nichts gewesen…
Inspiriert von einem Drama des Euripides erzählt die märchenhaft verschlüsselte Handlung der Helena in Ägypten davon, dass die Zauberin Aithra Menelas auf seiner Heimreise nach Sparta diese Möglichkeiten vorspiegelt, um Helena vor seiner Rache zu bewahren. Aithra lässt den König glauben, seine Gemahlin sei in Wahrheit zum Schutz vor dem Raub von den Göttern nach Ägypten entrückt worden, wo sie ohne zu altern über all die Jahre treu auf ihn gewartet habe. Menelas sinkt dem Trugbild der jugendlich-reinen Helena verzückt und verwirrt in die Arme. Bis zur endgültigen Versöhnung des hohen Paars schlägt die Handlung noch einige Haken. Die echte Helena muss sich erst entschließen, Menelas anstelle eines Vergessenstranks reinen Wein einzuschenken, auf dass sie ihm nicht nur als leere Schönheit entgegentrete, sondern in ihrer ganzen Wahrheit erkannt werde.
Eine jahrzehntelange und konfliktreiche Zusammenarbeit liegt bereits hinter Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss, als ihnen zwischen den Weltkriegen der Sinn nach einem »frechen Lustspiel« steht, in dem zwei Menschen auf langer Reise innehalten und zurückschauen, bis sie reif für einen gemeinsamen Neubeginn sind. Ebenso wie der männliche Held ihrer Oper arbeiten Komponist und Librettist mit der antiken Helena Vergangenes auf und ringen um ein tiefergehendes Verständnis klassischer Schönheit. Die Titelfigur, deren Schönheit am Ende von innen strahlt, wird hierbei zum Inbegriff der vollständigen Distanzierung von oberflächlichem l’art pour l’art. Das komplexe Libretto und die bis an die Grenzen des Sangbaren gehenden hochdramatischen Rollen erschwerten Helena in Ägypten allerdings die Aufnahme ins gängige Repertoire.


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Inhalt


Was, wenn Helena ihrem Gatten Menelas die Treue gehalten und Paris nur ein Phantom der schönsten Frau Griechenlands nach Troja entführt hätte? Dann wäre der Trojanische Krieg eine irrwitzige Zeitverschwendung, ein absolut sinnloser Kampf verblendeter Männer um ein Nichts gewesen…

Inspiriert von einem Drama des Euripides erzählt die märchenhaft verschlüsselte Handlung der Helena in Ägypten davon, dass die Zauberin Aithra Menelas auf seiner Heimreise nach Sparta diese Möglichkeiten vorspiegelt, um Helena vor seiner Rache zu bewahren. Aithra lässt den König glauben, seine Gemahlin sei in Wahrheit zum Schutz vor dem Raub von den Göttern nach Ägypten entrückt worden, wo sie ohne zu altern über all die Jahre treu auf ihn gewartet habe. Menelas sinkt dem Trugbild der jugendlich-reinen Helena verzückt und verwirrt in die Arme. Bis zur endgültigen Versöhnung des hohen Paars schlägt die Handlung noch einige Haken. Die echte Helena muss sich erst entschließen, Menelas anstelle eines Vergessenstranks reinen Wein einzuschenken, auf dass sie ihm nicht nur als leere Schönheit entgegentrete, sondern in ihrer ganzen Wahrheit erkannt werde.

Eine jahrzehntelange und konfliktreiche Zusammenarbeit liegt bereits hinter Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss, als ihnen zwischen den Weltkriegen der Sinn nach einem »frechen Lustspiel« steht, in dem zwei Menschen auf langer Reise innehalten und zurückschauen, bis sie reif für einen gemeinsamen Neubeginn sind. Ebenso wie der männliche Held ihrer Oper arbeiten Komponist und Librettist mit der antiken Helena Vergangenes auf und ringen um ein tiefergehendes Verständnis klassischer Schönheit. Die Titelfigur, deren Schönheit am Ende von innen strahlt, wird hierbei zum Inbegriff der vollständigen Distanzierung von oberflächlichem l’art pour l’art. Das komplexe Libretto und die bis an die Grenzen des Sangbaren gehenden hochdramatischen Rollen erschwerten Helena in Ägypten allerdings die Aufnahme ins gängige Repertoire.


Besetzung
Oper in zwei Akten
Frankfurter Erstaufführung mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Stefan Soltesz
Chor: Tilman Michael

Helena: Tamara Wilson
Menelas: Andreas Schager
Aithra: Brenda Rae
Altair: Simon Neal
Da-ud, Altairs Sohn: Beau Gibson
Erste Dienerin der Aithra: Jessica Strong
Zweite Dienerin der Aithra: Mitglied des Opernstudios
Hermione, Helenas und Menelas' Tochter: Louise Alder
Die alleswissende Muschel: Okka von der Damerau

Chor der Oper Frankfurt
Frankfurter Opern- und Museumsorchester