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Hänsel und Gretel
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Theaterplatz 1
32756 Detmold
Tel.: 05231 974-60
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Mahler. Der Teufel tanzt (es) mit mir

Richard Lowe
Landestheater Detmold
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	Eine ungeheure Rastlosigkeit prägt das Leben Gustav Mahlers. Erlegt höchste Ansprüche an seine Kompositionen, arbeitet unerbittlich gegen sich und andere und verzweifelt am Ende doch. Mahler, der an einer chronischen Herzerkrankung leidet, erlebt sämtliche Schattierungen einer menschlichen Existenz. Seine Werke bieten einem Choreographen eine Fülle an Möglichkeiten Musik in Bewegung umzusetzen.<br />
	Gustav Mahlers Lebensdrama gipfelt in seinem letzten Werk, der 10. Sinfonie. Das Werk entstand während einer tiefen persönlichen Krise - die Entfremdung von seiner Frau Alma und Selbstzweifel quälten ihn, auf die Notenblätter seines Werkes schreibt er auch Ausrufe seiner Verzweiflung: "Der Teufel tanzt(es)mit mir..." Das Adagio der 10. Sinfonie gerät ihm zu einem großen instrumentalen Schmerz- und Klagegesang. Es eröffnet den Ballettabend von Richard Lowe, gefolgt vom 3. Satz der 4. Sinfonie, dessen Charakter der Komponist selbst anschaulich beschreibt: "Es ist die Heiterkeit einer höheren, uns fremden Welt darin, die für uns etwas Schauerlich-Grauenvolles hat". In den "Kindertotenliedern", mit denen der zweite Teil des Ballettabends beginnt, fand Mahler zu einer ganz persönlichen Auseinandersetzung mit dem Tod. Zur Vertonung regte ihn, der selbst sechs seiner insgesamt elf Geschwister im Kindesalter verlor, die eindringliche Lyrik Friedrich Rückerts an. Zwei Jahre nach der Uraufführung 1905 stirbt Mahlers Tochter Maria vierjährig an Diphterie.<br />
	Einen Kontrast hierzu stellt das Adagietto der 5. Sinfonie dar, eine der innigsten Kompositionen Mahlers und sicherlich durch die Verwendung in Viscontis "Tod in Venedig" auch seine bekannteste. Dieses Adagietto war Mahlers Liebeserklärung an seine Frau Alma. Statt eines Briefes sandte er ihr die Komposition als Manuskript. Auf dem Rand der Partitur finden sich die Zeilen: "Wie ich dich liebe, Du meine Sonne, ich kann mit Worten Dir's nicht sagen. Nur meine Sehnsucht kann ich Dir klagen, und meine Liebe, meine Wonne!"<br />
	GMD Lutz Rademacher und das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold erkunden zur Choreographie Richard Lowes mit den Tänzern des Ballettensembles Mahlers Sehnsüchteund Ängste.</p>

Eine ungeheure Rastlosigkeit prägt das Leben Gustav Mahlers. Erlegt höchste Ansprüche an seine Kompositionen, arbeitet unerbittlich gegen sich und andere und verzweifelt am Ende doch. Mahler, der an einer chronischen Herzerkrankung leidet, erlebt sämtliche Schattierungen einer menschlichen Existenz. Seine Werke bieten einem Choreographen eine Fülle an Möglichkeiten Musik in Bewegung umzusetzen.
Gustav Mahlers Lebensdrama gipfelt in seinem letzten Werk, der 10. Sinfonie. Das Werk entstand während einer tiefen persönlichen Krise - die Entfremdung von seiner Frau Alma und Selbstzweifel quälten ihn, auf die Notenblätter seines Werkes schreibt er auch Ausrufe seiner Verzweiflung: "Der Teufel tanzt(es)mit mir..." Das Adagio der 10. Sinfonie gerät ihm zu einem großen instrumentalen Schmerz- und Klagegesang. Es eröffnet den Ballettabend von Richard Lowe, gefolgt vom 3. Satz der 4. Sinfonie, dessen Charakter der Komponist selbst anschaulich beschreibt: "Es ist die Heiterkeit einer höheren, uns fremden Welt darin, die für uns etwas Schauerlich-Grauenvolles hat". In den "Kindertotenliedern", mit denen der zweite Teil des Ballettabends beginnt, fand Mahler zu einer ganz persönlichen Auseinandersetzung mit dem Tod. Zur Vertonung regte ihn, der selbst sechs seiner insgesamt elf Geschwister im Kindesalter verlor, die eindringliche Lyrik Friedrich Rückerts an. Zwei Jahre nach der Uraufführung 1905 stirbt Mahlers Tochter Maria vierjährig an Diphterie.
Einen Kontrast hierzu stellt das Adagietto der 5. Sinfonie dar, eine der innigsten Kompositionen Mahlers und sicherlich durch die Verwendung in Viscontis "Tod in Venedig" auch seine bekannteste. Dieses Adagietto war Mahlers Liebeserklärung an seine Frau Alma. Statt eines Briefes sandte er ihr die Komposition als Manuskript. Auf dem Rand der Partitur finden sich die Zeilen: "Wie ich dich liebe, Du meine Sonne, ich kann mit Worten Dir's nicht sagen. Nur meine Sehnsucht kann ich Dir klagen, und meine Liebe, meine Wonne!"
GMD Lutz Rademacher und das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold erkunden zur Choreographie Richard Lowes mit den Tänzern des Ballettensembles Mahlers Sehnsüchteund Ängste.


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Inhalt


Eine ungeheure Rastlosigkeit prägt das Leben Gustav Mahlers. Erlegt höchste Ansprüche an seine Kompositionen, arbeitet unerbittlich gegen sich und andere und verzweifelt am Ende doch. Mahler, der an einer chronischen Herzerkrankung leidet, erlebt sämtliche Schattierungen einer menschlichen Existenz. Seine Werke bieten einem Choreographen eine Fülle an Möglichkeiten Musik in Bewegung umzusetzen.

Gustav Mahlers Lebensdrama gipfelt in seinem letzten Werk, der 10. Sinfonie. Das Werk entstand während einer tiefen persönlichen Krise - die Entfremdung von seiner Frau Alma und Selbstzweifel quälten ihn, auf die Notenblätter seines Werkes schreibt er auch Ausrufe seiner Verzweiflung: "Der Teufel tanzt(es)mit mir..." Das Adagio der 10. Sinfonie gerät ihm zu einem großen instrumentalen Schmerz- und Klagegesang. Es eröffnet den Ballettabend von Richard Lowe, gefolgt vom 3. Satz der 4. Sinfonie, dessen Charakter der Komponist selbst anschaulich beschreibt: "Es ist die Heiterkeit einer höheren, uns fremden Welt darin, die für uns etwas Schauerlich-Grauenvolles hat". In den "Kindertotenliedern", mit denen der zweite Teil des Ballettabends beginnt, fand Mahler zu einer ganz persönlichen Auseinandersetzung mit dem Tod. Zur Vertonung regte ihn, der selbst sechs seiner insgesamt elf Geschwister im Kindesalter verlor, die eindringliche Lyrik Friedrich Rückerts an. Zwei Jahre nach der Uraufführung 1905 stirbt Mahlers Tochter Maria vierjährig an Diphterie.

Einen Kontrast hierzu stellt das Adagietto der 5. Sinfonie dar, eine der innigsten Kompositionen Mahlers und sicherlich durch die Verwendung in Viscontis "Tod in Venedig" auch seine bekannteste. Dieses Adagietto war Mahlers Liebeserklärung an seine Frau Alma. Statt eines Briefes sandte er ihr die Komposition als Manuskript. Auf dem Rand der Partitur finden sich die Zeilen: "Wie ich dich liebe, Du meine Sonne, ich kann mit Worten Dir's nicht sagen. Nur meine Sehnsucht kann ich Dir klagen, und meine Liebe, meine Wonne!"

GMD Lutz Rademacher und das Symphonische Orchester des Landestheaters Detmold erkunden zur Choreographie Richard Lowes mit den Tänzern des Ballettensembles Mahlers Sehnsüchteund Ängste.


Besetzung
Ballett zu Musik von Gustav Mahler

Musikalische Leitung: Lutz Rademacher
Inszenierung / Choreografie: Richard Lowe
Ausstattung: Petra Mollérus