Hessisches Staatstheater Wiesbaden (Foto: Sven Helge Czichy)
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Hessisches Staatstheater Wiesbaden


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65189 Wiesbaden
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Onkel Wanja

Anton Tschechow
Kleines Haus
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	Seit sie denken können, haben Onkel Wanja und seine Nichte Sonja auf dem Landgut ihres Vaters gearbeitet, um dessen aufwändigen Lebensstil zu finanzieren. Als er nach der Pensionierung mit seiner jungen Frau Jelena von der Stadt zu ihnen aufs Land zurückkehrt, wird beiden klar, dass die Erträge all ihrer Mühen einem nutzlosen Parasiten zugeflossen sind. Keinen genialen Wissenschaftler haben sie durchgefüttert, sondern einen eitlen Blender und gescheiterten Intellektuellen. Und nicht einmal Dank erhalten sie. Alles, wofür sie sich geplagt haben - sogar das Arbeiten selbst, bisher ihr wichtigster Lebensinhalt - erscheint im Rückblick wertlos. Zu allem Überfluss verliebt sich Wanja auch noch heillos in Jelena, die ihre unglückliche Ehe nur durch stoische Treue zu ertragen scheint. Und auch Sonja ist unglücklich verliebt - in den Landarzt Astrow, der ebenfalls die schöne Jelena begehrt.<br />
	Eine Katastrophe scheint vorbestimmt, doch in Tschechows von ihm selbst als Komödie bezeichneten Stück hat keine der Figuren die Kraft, ihr Leben zu ändern. Umso mehr fühlt man mit denen, die sich vom Leben so stiefmütterlich behandelt sehen und deren Sehnsüchte allein über die Gleichförmigkeit und Mittelmäßigkeit ihres Daseins hinausweisen.</p>

Seit sie denken können, haben Onkel Wanja und seine Nichte Sonja auf dem Landgut ihres Vaters gearbeitet, um dessen aufwändigen Lebensstil zu finanzieren. Als er nach der Pensionierung mit seiner jungen Frau Jelena von der Stadt zu ihnen aufs Land zurückkehrt, wird beiden klar, dass die Erträge all ihrer Mühen einem nutzlosen Parasiten zugeflossen sind. Keinen genialen Wissenschaftler haben sie durchgefüttert, sondern einen eitlen Blender und gescheiterten Intellektuellen. Und nicht einmal Dank erhalten sie. Alles, wofür sie sich geplagt haben - sogar das Arbeiten selbst, bisher ihr wichtigster Lebensinhalt - erscheint im Rückblick wertlos. Zu allem Überfluss verliebt sich Wanja auch noch heillos in Jelena, die ihre unglückliche Ehe nur durch stoische Treue zu ertragen scheint. Und auch Sonja ist unglücklich verliebt - in den Landarzt Astrow, der ebenfalls die schöne Jelena begehrt.
Eine Katastrophe scheint vorbestimmt, doch in Tschechows von ihm selbst als Komödie bezeichneten Stück hat keine der Figuren die Kraft, ihr Leben zu ändern. Umso mehr fühlt man mit denen, die sich vom Leben so stiefmütterlich behandelt sehen und deren Sehnsüchte allein über die Gleichförmigkeit und Mittelmäßigkeit ihres Daseins hinausweisen.


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Inhalt


Seit sie denken können, haben Onkel Wanja und seine Nichte Sonja auf dem Landgut ihres Vaters gearbeitet, um dessen aufwändigen Lebensstil zu finanzieren. Als er nach der Pensionierung mit seiner jungen Frau Jelena von der Stadt zu ihnen aufs Land zurückkehrt, wird beiden klar, dass die Erträge all ihrer Mühen einem nutzlosen Parasiten zugeflossen sind. Keinen genialen Wissenschaftler haben sie durchgefüttert, sondern einen eitlen Blender und gescheiterten Intellektuellen. Und nicht einmal Dank erhalten sie. Alles, wofür sie sich geplagt haben - sogar das Arbeiten selbst, bisher ihr wichtigster Lebensinhalt - erscheint im Rückblick wertlos. Zu allem Überfluss verliebt sich Wanja auch noch heillos in Jelena, die ihre unglückliche Ehe nur durch stoische Treue zu ertragen scheint. Und auch Sonja ist unglücklich verliebt - in den Landarzt Astrow, der ebenfalls die schöne Jelena begehrt.

Eine Katastrophe scheint vorbestimmt, doch in Tschechows von ihm selbst als Komödie bezeichneten Stück hat keine der Figuren die Kraft, ihr Leben zu ändern. Umso mehr fühlt man mit denen, die sich vom Leben so stiefmütterlich behandelt sehen und deren Sehnsüchte allein über die Gleichförmigkeit und Mittelmäßigkeit ihres Daseins hinausweisen.


Besetzung
Inszenierung: Ingo Kerkhof
Dramaturgie: Anna-Sophia Güther