Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg, Foto: Dieter Knoblauch
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Eduard-von-Winterstein-Theater Annaberg

Foto: Dieter Knoblauch
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Foto: Dirk Rückschloß
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09456 Annaberg-Buchholz
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Spielplan

Mutter Courage und ihre Kinder

Bertolt Brecht
Große Bühne
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	Es ist Krieg in Europa. Später wird man das jahrzehntelang dauernde Gemetzel zwischen den christlichen Konfessionen den „30jährigen Krieg“ nennen. Anna Fierling, genannt Mutter Courage, ist Geschäftsfrau. Als Marketenderin zieht sie zusammen mit ihren erwachsenen Kindern, den Söhnen Eilif und Schweizerkas und der stummen Tochter Kattrin, auf den Heerstraßen Europas - immer zwischen den Fronten - den Truppen nach, dem Kriegsglück hinterher; egal, ob im belagerten Riga, in Schweden, Polen, Bayern oder Italien. In ihrem Planwagen hat die Courage alles zum Verkauf parat, was der Mensch – egal, ob evangelisch oder katholisch - für das Leben in der Schlacht und während der Kampfpausen brauchen kann. Krieg ist ihr Geschäft und Friedenszeiten sind Gift für den Umsatz.<br />
	Doch auch von Anna Fierling fordert der Krieg seinen Tribut. Eilif, der gegen den Willen der Mutter Soldat geworden ist, wird an der Front hingerichtet; Schweizerkas muss den Verdacht, er habe die Regimentskasse gestohlen, mit dem Leben bezahlen. Bleibt nur noch die stumme Kattrin zu beschützen, die ja aber viel zu weich und gut ist für das Leben im Krieg.<br />
	Bertolt Brecht hat nur fünf Wochen gebraucht, um im Winter 1938/39 im schwedischen Exil kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seinen Anti-Kriegs-Klassiker zu schreiben, der nach der Uraufführung 1941 im Schauspielhaus Zürich weltberühmt geworden ist. „Mutter Courage und ihre Kinder“ - eines der wichtigsten, bedeutendsten und besten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Ein Stück Weltliteratur.<br />
	„Was eine Aufführung von ‚Mutter Courage‘ hauptsächlich zeigen soll: Daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleine Leuten gemacht werden. Daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß.“</p>

Es ist Krieg in Europa. Später wird man das jahrzehntelang dauernde Gemetzel zwischen den christlichen Konfessionen den „30jährigen Krieg“ nennen. Anna Fierling, genannt Mutter Courage, ist Geschäftsfrau. Als Marketenderin zieht sie zusammen mit ihren erwachsenen Kindern, den Söhnen Eilif und Schweizerkas und der stummen Tochter Kattrin, auf den Heerstraßen Europas - immer zwischen den Fronten - den Truppen nach, dem Kriegsglück hinterher; egal, ob im belagerten Riga, in Schweden, Polen, Bayern oder Italien. In ihrem Planwagen hat die Courage alles zum Verkauf parat, was der Mensch – egal, ob evangelisch oder katholisch - für das Leben in der Schlacht und während der Kampfpausen brauchen kann. Krieg ist ihr Geschäft und Friedenszeiten sind Gift für den Umsatz.
Doch auch von Anna Fierling fordert der Krieg seinen Tribut. Eilif, der gegen den Willen der Mutter Soldat geworden ist, wird an der Front hingerichtet; Schweizerkas muss den Verdacht, er habe die Regimentskasse gestohlen, mit dem Leben bezahlen. Bleibt nur noch die stumme Kattrin zu beschützen, die ja aber viel zu weich und gut ist für das Leben im Krieg.
Bertolt Brecht hat nur fünf Wochen gebraucht, um im Winter 1938/39 im schwedischen Exil kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seinen Anti-Kriegs-Klassiker zu schreiben, der nach der Uraufführung 1941 im Schauspielhaus Zürich weltberühmt geworden ist. „Mutter Courage und ihre Kinder“ - eines der wichtigsten, bedeutendsten und besten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Ein Stück Weltliteratur.
„Was eine Aufführung von ‚Mutter Courage‘ hauptsächlich zeigen soll: Daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleine Leuten gemacht werden. Daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß.“


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Es ist Krieg in Europa. Später wird man das jahrzehntelang dauernde Gemetzel zwischen den christlichen Konfessionen den „30jährigen Krieg“ nennen. Anna Fierling, genannt Mutter Courage, ist Geschäftsfrau. Als Marketenderin zieht sie zusammen mit ihren erwachsenen Kindern, den Söhnen Eilif und Schweizerkas und der stummen Tochter Kattrin, auf den Heerstraßen Europas - immer zwischen den Fronten - den Truppen nach, dem Kriegsglück hinterher; egal, ob im belagerten Riga, in Schweden, Polen, Bayern oder Italien. In ihrem Planwagen hat die Courage alles zum Verkauf parat, was der Mensch – egal, ob evangelisch oder katholisch - für das Leben in der Schlacht und während der Kampfpausen brauchen kann. Krieg ist ihr Geschäft und Friedenszeiten sind Gift für den Umsatz.

Doch auch von Anna Fierling fordert der Krieg seinen Tribut. Eilif, der gegen den Willen der Mutter Soldat geworden ist, wird an der Front hingerichtet; Schweizerkas muss den Verdacht, er habe die Regimentskasse gestohlen, mit dem Leben bezahlen. Bleibt nur noch die stumme Kattrin zu beschützen, die ja aber viel zu weich und gut ist für das Leben im Krieg.

Bertolt Brecht hat nur fünf Wochen gebraucht, um im Winter 1938/39 im schwedischen Exil kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seinen Anti-Kriegs-Klassiker zu schreiben, der nach der Uraufführung 1941 im Schauspielhaus Zürich weltberühmt geworden ist. „Mutter Courage und ihre Kinder“ - eines der wichtigsten, bedeutendsten und besten Theaterstücke des 20. Jahrhunderts. Ein Stück Weltliteratur.

„Was eine Aufführung von ‚Mutter Courage‘ hauptsächlich zeigen soll: Daß die großen Geschäfte in den Kriegen nicht von den kleine Leuten gemacht werden. Daß der Krieg, der eine Fortführung der Geschäfte mit anderen Mitteln ist, die menschlichen Tugenden tödlich macht, auch für ihre Besitzer. Daß er darum bekämpft werden muß.“


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