Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
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Magie der Travestie
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Seminarstr. 12
02625 Bautzen
Tel.: 03591 584-0
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Jurij Koch
Deutsch-Sorbisches Volkstheater Bautzen
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	Die Lausitz, die angestammte Heimat der Sorben/Wenden hat sich verändert. Dort wo einst verschlafene Dörfer inmitten der sagenumwobenen Heide lagen, erstrecken sich heute durch Nieder- und Oberlausitz kilometerweit und abgrundtief Braunkohlegruben.<br />
	Einiges verwandelte sich fortschritts- und kommerzortientiert in ein neues verheißungsvolles Paradies - die Lausitzer Seenlandschaft - anderes liegt brach, scheinbar unbrauchbar, beraubt der Kostbarkeiten und Biografien aus uralten Zeiten. Die „Landvermesser“, Jurij Kochs Stück dessen Uraufführung im Jahr 1977 am Neuen Theater in Halle stattfand, widmet sich dem fortwährend aktuellen Problem, ob Fortschritt alle Tradition aufwiegen kann und soll.<br />
	Im Jahr 1978 kam es in Bautzen in sorbischer und 1985 in deutscher Sprache auf die Bühne und wurde sogar zum Gastspiel nach Berlin eingeladen. Eine solche Erfolgsgeschichte kann kaum ein anderes Werk eines sorbischen Autors aufweisen. Umso mehr ist es ein Indiz dafür, dass das Thema nach wie vor von großer Brisanz ist.<br />
	Das Stück zeigt den Zusammenstoß der auf Fortschritt und Fortkommen drängenden, durch Rationalität, Wirtschaftlichkeit und Technik bestimmten Welt der Landvermesser und einem auf Tradition, Schönheit und innere Werte angelegten Leben, das der Weber Kotjatko, sein Vater und die sichelkrumme Frau führen. Ein Trupp Landvermesser - Korla, Türenmann und Maria - durchstreifen die unberührte Landschaft.<br />
	Eine Trasse soll gelegt werden. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, auch der abgelegene Bauernhof, in dem die Vorboten der Industrialisierung gastfreundlich Quartier erhalten, wird den Baggern und Kränen weichen müssen. Die Kraft des scheinbar alten Wertesystems erfährt Bestätigung durch die Liebe der Landvermesserin Maria zu Kotjatko. Doch beide werden gezwungen, die neue Zeit anzunehmen. Ob das Bewährte, das Traditionelle sinnvoll umgesiedelt und transformiert oder aber die Lausitz samt ihrer Kultur- und Bodenschätze erhalten werden kann, genau danach fragt dieses Stück und bezieht klar Position.</p>

Die Lausitz, die angestammte Heimat der Sorben/Wenden hat sich verändert. Dort wo einst verschlafene Dörfer inmitten der sagenumwobenen Heide lagen, erstrecken sich heute durch Nieder- und Oberlausitz kilometerweit und abgrundtief Braunkohlegruben.
Einiges verwandelte sich fortschritts- und kommerzortientiert in ein neues verheißungsvolles Paradies - die Lausitzer Seenlandschaft - anderes liegt brach, scheinbar unbrauchbar, beraubt der Kostbarkeiten und Biografien aus uralten Zeiten. Die „Landvermesser“, Jurij Kochs Stück dessen Uraufführung im Jahr 1977 am Neuen Theater in Halle stattfand, widmet sich dem fortwährend aktuellen Problem, ob Fortschritt alle Tradition aufwiegen kann und soll.
Im Jahr 1978 kam es in Bautzen in sorbischer und 1985 in deutscher Sprache auf die Bühne und wurde sogar zum Gastspiel nach Berlin eingeladen. Eine solche Erfolgsgeschichte kann kaum ein anderes Werk eines sorbischen Autors aufweisen. Umso mehr ist es ein Indiz dafür, dass das Thema nach wie vor von großer Brisanz ist.
Das Stück zeigt den Zusammenstoß der auf Fortschritt und Fortkommen drängenden, durch Rationalität, Wirtschaftlichkeit und Technik bestimmten Welt der Landvermesser und einem auf Tradition, Schönheit und innere Werte angelegten Leben, das der Weber Kotjatko, sein Vater und die sichelkrumme Frau führen. Ein Trupp Landvermesser - Korla, Türenmann und Maria - durchstreifen die unberührte Landschaft.
Eine Trasse soll gelegt werden. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, auch der abgelegene Bauernhof, in dem die Vorboten der Industrialisierung gastfreundlich Quartier erhalten, wird den Baggern und Kränen weichen müssen. Die Kraft des scheinbar alten Wertesystems erfährt Bestätigung durch die Liebe der Landvermesserin Maria zu Kotjatko. Doch beide werden gezwungen, die neue Zeit anzunehmen. Ob das Bewährte, das Traditionelle sinnvoll umgesiedelt und transformiert oder aber die Lausitz samt ihrer Kultur- und Bodenschätze erhalten werden kann, genau danach fragt dieses Stück und bezieht klar Position.


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Die Lausitz, die angestammte Heimat der Sorben/Wenden hat sich verändert. Dort wo einst verschlafene Dörfer inmitten der sagenumwobenen Heide lagen, erstrecken sich heute durch Nieder- und Oberlausitz kilometerweit und abgrundtief Braunkohlegruben.

Einiges verwandelte sich fortschritts- und kommerzortientiert in ein neues verheißungsvolles Paradies - die Lausitzer Seenlandschaft - anderes liegt brach, scheinbar unbrauchbar, beraubt der Kostbarkeiten und Biografien aus uralten Zeiten. Die „Landvermesser“, Jurij Kochs Stück dessen Uraufführung im Jahr 1977 am Neuen Theater in Halle stattfand, widmet sich dem fortwährend aktuellen Problem, ob Fortschritt alle Tradition aufwiegen kann und soll.

Im Jahr 1978 kam es in Bautzen in sorbischer und 1985 in deutscher Sprache auf die Bühne und wurde sogar zum Gastspiel nach Berlin eingeladen. Eine solche Erfolgsgeschichte kann kaum ein anderes Werk eines sorbischen Autors aufweisen. Umso mehr ist es ein Indiz dafür, dass das Thema nach wie vor von großer Brisanz ist.

Das Stück zeigt den Zusammenstoß der auf Fortschritt und Fortkommen drängenden, durch Rationalität, Wirtschaftlichkeit und Technik bestimmten Welt der Landvermesser und einem auf Tradition, Schönheit und innere Werte angelegten Leben, das der Weber Kotjatko, sein Vater und die sichelkrumme Frau führen. Ein Trupp Landvermesser - Korla, Türenmann und Maria - durchstreifen die unberührte Landschaft.

Eine Trasse soll gelegt werden. Die Entwicklung ist nicht aufzuhalten, auch der abgelegene Bauernhof, in dem die Vorboten der Industrialisierung gastfreundlich Quartier erhalten, wird den Baggern und Kränen weichen müssen. Die Kraft des scheinbar alten Wertesystems erfährt Bestätigung durch die Liebe der Landvermesserin Maria zu Kotjatko. Doch beide werden gezwungen, die neue Zeit anzunehmen. Ob das Bewährte, das Traditionelle sinnvoll umgesiedelt und transformiert oder aber die Lausitz samt ihrer Kultur- und Bodenschätze erhalten werden kann, genau danach fragt dieses Stück und bezieht klar Position.


Besetzung
Regie: Lutz Hillmann
Dramaturgie: Madlenka Solcic
In obersorbischer Sprache mit Simultanübersetzung ins Deutsche