Aalto-Musiktheater Essen, Foto: Bernadette Grimmenstein
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Aalto-Musiktheater Essen

Foto: Bernadette Grimmenstein
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Aalto Musiktheater, Tanzhommage an Queen (Foto: Bettina Stoess)
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Opernplatz 10
45128 Essen
Tel.: 0201 81 22-200
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Spielplan

Le Grand Macabre

György Ligeti
Aalto-Musiktheater Essen
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	"Ein Weltuntergang, der gar nicht stattfindet, der Tod als Held, der aber vielleicht nur ein Gaukler ist, die kaputte und doch glücklich gedeihende, versoffene, verhurte Welt des imaginären Breughellandes" - Ligeti war von der Entdeckung der grotesken "Balade du Grand Macabre" von Ghelderode begeistert. Das skurrile Sujet und die collagenartige Darstellung schienen ihm geradezu perfekt für eine musikdramatische Umsetzung, die er selbst als "Anti-Anti- Oper" bezeichnete. Durch zweifache Distanzierung näherte er sich so den Traditionen der Gattung auf eigenem Weg wieder an. In Ligetis Vertonung der rabenschwarz-bunten Weltuntergangsparodie steht der "große Makabre" Nekrotzar im Mittelpunkt, der als personifizierter Tod den Bewohnern des Fantasielandes das nahende Ende verkündet. Weitestgehend unbeeindruckt nutzen diese die verbleibende Zeit, sich den sinnlichen Vergnügungen des Lebens hinzugeben. Durch verfremdete Zitate, derbe Darstellungen und alberne Witze wird das allgegenwärtige große Thema - die Angst vor dem Tod - ironisiert, parodiert und der Lächerlichkeit preisgegeben. In den überbordenden Klangwellen Ligetis, der das große Orchester durch Autohupen und Türklingeln ergänzt, verschwimmen Kabarett, Slapstick, extreme Koloraturarien, Sprechtexte und comicartige Filmmusik zu einem schillernden Meer der Groteske. Regisseurin Mariame Clément und Ausstatterin Julia Hansen durchstreifen in ihrer die Wirklichkeit hinterfragenden Interpretation Realität und Virtualität. Zwischen Mittelalter und Moderne gehen sie, so Clément, der "Angst vor Chaos, davor, dass nichts mehr Bedeutung hat", auf den Grund.</p>

"Ein Weltuntergang, der gar nicht stattfindet, der Tod als Held, der aber vielleicht nur ein Gaukler ist, die kaputte und doch glücklich gedeihende, versoffene, verhurte Welt des imaginären Breughellandes" - Ligeti war von der Entdeckung der grotesken "Balade du Grand Macabre" von Ghelderode begeistert. Das skurrile Sujet und die collagenartige Darstellung schienen ihm geradezu perfekt für eine musikdramatische Umsetzung, die er selbst als "Anti-Anti- Oper" bezeichnete. Durch zweifache Distanzierung näherte er sich so den Traditionen der Gattung auf eigenem Weg wieder an. In Ligetis Vertonung der rabenschwarz-bunten Weltuntergangsparodie steht der "große Makabre" Nekrotzar im Mittelpunkt, der als personifizierter Tod den Bewohnern des Fantasielandes das nahende Ende verkündet. Weitestgehend unbeeindruckt nutzen diese die verbleibende Zeit, sich den sinnlichen Vergnügungen des Lebens hinzugeben. Durch verfremdete Zitate, derbe Darstellungen und alberne Witze wird das allgegenwärtige große Thema - die Angst vor dem Tod - ironisiert, parodiert und der Lächerlichkeit preisgegeben. In den überbordenden Klangwellen Ligetis, der das große Orchester durch Autohupen und Türklingeln ergänzt, verschwimmen Kabarett, Slapstick, extreme Koloraturarien, Sprechtexte und comicartige Filmmusik zu einem schillernden Meer der Groteske. Regisseurin Mariame Clément und Ausstatterin Julia Hansen durchstreifen in ihrer die Wirklichkeit hinterfragenden Interpretation Realität und Virtualität. Zwischen Mittelalter und Moderne gehen sie, so Clément, der "Angst vor Chaos, davor, dass nichts mehr Bedeutung hat", auf den Grund.


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"Ein Weltuntergang, der gar nicht stattfindet, der Tod als Held, der aber vielleicht nur ein Gaukler ist, die kaputte und doch glücklich gedeihende, versoffene, verhurte Welt des imaginären Breughellandes" - Ligeti war von der Entdeckung der grotesken "Balade du Grand Macabre" von Ghelderode begeistert. Das skurrile Sujet und die collagenartige Darstellung schienen ihm geradezu perfekt für eine musikdramatische Umsetzung, die er selbst als "Anti-Anti- Oper" bezeichnete. Durch zweifache Distanzierung näherte er sich so den Traditionen der Gattung auf eigenem Weg wieder an. In Ligetis Vertonung der rabenschwarz-bunten Weltuntergangsparodie steht der "große Makabre" Nekrotzar im Mittelpunkt, der als personifizierter Tod den Bewohnern des Fantasielandes das nahende Ende verkündet. Weitestgehend unbeeindruckt nutzen diese die verbleibende Zeit, sich den sinnlichen Vergnügungen des Lebens hinzugeben. Durch verfremdete Zitate, derbe Darstellungen und alberne Witze wird das allgegenwärtige große Thema - die Angst vor dem Tod - ironisiert, parodiert und der Lächerlichkeit preisgegeben. In den überbordenden Klangwellen Ligetis, der das große Orchester durch Autohupen und Türklingeln ergänzt, verschwimmen Kabarett, Slapstick, extreme Koloraturarien, Sprechtexte und comicartige Filmmusik zu einem schillernden Meer der Groteske. Regisseurin Mariame Clément und Ausstatterin Julia Hansen durchstreifen in ihrer die Wirklichkeit hinterfragenden Interpretation Realität und Virtualität. Zwischen Mittelalter und Moderne gehen sie, so Clément, der "Angst vor Chaos, davor, dass nichts mehr Bedeutung hat", auf den Grund.


Besetzung
Libretto von Michael Meschke und György Ligeti
Frei nach Michel de Ghelderodes Schauspiel “La Balade du Grand Macabre”
Mit Übertiteln

Musikalische Leitung: Dima Slobodeniouk
Inszenierung: Mariame Clément
Ausstattung: Julia Hansen
Dramaturgie: Janina Zell
Choreinstudierung: Alexander Eberle